Ein Knall, dann Hilfeschreie, vor Ort ein Toter und vier Schwerverletzte: Eine Explosion in einer Unterführung in Völklingen gibt der saarländischen Polizei Rätsel auf. Nun sollen Zeugen bei den Ermittlungen helfen.

Nach der Explosion in einer Unterführung im Saarland, bei der ein Mann getötet und vier weitere schwer verletzt wurden, laufen die Ermittlungen nach der Ursache und den Hintergründen auf Hochtouren. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Explosion in Völklingen „durch menschliches Handeln“ ausgelöst worden ist. Genauere Informationen dazu gab es zunächst nicht. Zwei der Verletzten schwebten in Lebensgefahr.

Die Explosion könnte auf ein Verbrechen zurückzuführen sein, aber auch ein Unfall sei möglich, sagte ein Sprecher der Polizei. Auch was für ein Gegenstand explodierte, blieb zunächst unklar. Die Polizei hat ein Hinweisportal geschaltet und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.

Mehrere Notrufe gingen ein

„Bild“ schreibt von teils dramatischen Szenen vor Ort. „Als Polizei und Rettungsdienst eintrafen, bot sich ihnen ein Bild, das selbst erfahrene Einsatzkräfte schlucken lässt“. Fotos vom Tatort zeigen ein Fahrrad, das auf dem Boden liegt, die Umgebung ist mit Splittern und Trümmern übersät.

Gegen 00.15 Uhr waren bei der Polizei demnach mehrere Notrufe wegen eines lauten Knalls eingegangen. Eine Person soll laut um Hilfe geschrien haben, wie ein Sprecher sagte und damit auch einen gleichlautenden Bericht in „Bild“ bestätigte.

In der Fußgängerunterführung fanden die Beamten dann die fünf Männer. Für einen von ihnen kam jede Hilfe zu spät, er starb noch vor Ort. Die vier anderen verletzten Männer wurden in ein Krankenhaus gebracht.

Hinweise, Bilder, Videos, Mitteilungen zum Geschehen könnten unter https://sl.hinweisportal.de/ eingestellt werden, teilte die Polizei mit.

dpa/krott/sebe