Newsblog zum Krieg in Nahost
Affront für Trump – Iran sagt Friedensgespräche ab
Aktualisiert am 19.04.2026 – 23:13 UhrLesedauer: 23 Min.
Mohammad Bagher Ghalibaf: Irans Parlamentspräsident führt die Verhandlungen für das Regime in Teheran. (Quelle: Hamed Malekpour/Khane Melat/dpa/dpa-bilder)
Donald Trump entsendet JD Vance zu Verhandlungen nach Pakistan. Der Iran sagt jedoch ab. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Der Iran hat eine geplante neue Runde von Friedensgesprächen mit den USA abgesagt. Dies meldete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna am Sonntag, wenige Stunden nachdem US-Präsident Donald Trump die Entsendung von Unterhändlern
nach Pakistan angekündigt hatte. „Der Iran begründete sein Fernbleiben von der zweiten Gesprächsrunde mit den überzogenen Forderungen Washingtons, unrealistischen Erwartungen, ständigen Kurswechseln, widersprüchlichen Aussagen und der anhaltenden Seeblockade, die er als Bruch des Waffenstillstands betrachtet“, meldete IRNA.
Trump hatte mit einem Angriff auf den Iran gedroht, sollte die Regierung in Teheran seine Bedingungen nicht akzeptieren. Die US-Delegation sollte am Montagabend in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad eintreffen, einen Tag vor Ablauf einer zweiwöchigen Feuerpause. Pakistan fungiert in dem Konflikt als zentraler Vermittler. Der pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif telefonierte am Sonntag mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian. In einer pakistanischen Mitteilung zu dem Gespräch blieb die Absage der Verhandlungen unerwähnt.
Das US-Militär hat Präsident Donald Trump zufolge die Kontrolle über ein iranisches Schiff übernommen. „Ein unter iranischer Flagge fahrendes Frachtschiff namens Touska hat versucht, unsere Seeblockade zu durchbrechen“, schrieb Trump auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social. Nachdem sich die Besatzung geweigert hätte, anzuhalten, „stoppte unser Marineschiff sie auf der Stelle, indem es ein Loch in den Maschinenraum sprengte“, so Trump weiter. Derzeit würde sich das Schiff in Obhut der USA befinden.
Das fast 300 Meter lange Containerschiff Touska befand sich laut einer Schiffsdatenbank zuletzt kurz vor der Einfahrt in den Persischen Golf. Trump zufolge steht das Schiff wegen illegaler Aktivitäten auf der Sanktionsliste der USA. Aktuell werde geprüft, was sich an Bord befinde. Eine Stellungnahme des Iran lag zunächst nicht vor.
Während einer heiklen Mission im Iran soll Donald Trump seine Berater stundenlang angeschrien haben. Ein Bericht zeigt, wie der Präsident im Krieg schwankt. Mehr dazu lesen Sie hier.
Der US-Präsident Donald Trump hat Vertreter zu neuen Gesprächen nach Islamabad geschickt. In einem Post auf seiner Plattform Truth Social erklärte der 79-Jährige, dass sie am Montagabend in der pakistanischen Hauptstadt eintreffen würden. Das Weiße Haus teilte mit, dass US-Vizepräsident JD Vance und die Sondergesandten Steve Witkoff sowie Jared Kushner, Trumps Schwiegersohn, die Delegation anführen würden. Die „New York Post“ hatte zuvor berichtet, dass JD Vance bei den erneuten Verhandlungen mit iranischen Vertretern nicht dabei sein würde.
