„Der Blutregen kommt“ oder wahlweise „Kommt jetzt der Blutregen?“ – aktuell beliebte Schlagzeilen im Netz. Doch der Meteorologe Kent Heinemann von der Kieler Wetterwelt gibt Entwarnung: „Bitte diesen Begriff nicht verwenden, er ist irreführend.“

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Saharastaub bleibt erst nach dem Trocknen sichtbar

Hinter dem martialischen Namen verbirgt sich lediglich Saharastaub, der durch Regen aus der Atmosphäre ausgewaschen wird. Entgegen der Erwartung vieler sei der Regen dabei nicht rot gefärbt, sondern sehe völlig normal aus, so der Meteorologe.

Sichtbar wird der Staub erst nach dem Abtrocknen als feine Schicht auf Autos und Fenstern. Hier mahnt der Experte allerdings zur Vorsicht: Der Staub sollte niemals trocken abgewischt werden, da die Partikel wie Schmirgelpapier wirken und Kratzer im Lack verursachen können.

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Stattdessen helfen nur viel Wasser oder der Gang in die Waschanlage. „Es hört sich gefährlich an, ist aber schlicht Staub“, so Heinemann. Der Spuk sollte aber nicht lange anhalten. Die Saharastaubkonzentration gehe im Laufe des Dienstagnachmittags und -abends zurück, so der Meteorologe.