TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen
Washington – Es war der größte Militär-Coup im Krieg gegen die Mullahs – die Rettung des abgeschossenen US-Soldaten auf iranischem Boden am 5. April. Doch wie genau die Operation ablief, darüber soll selbst US-Präsident Donald Trump (79) von seinen Beratern zunächst im Dunkeln gelassen worden sein. Wie das „Wall Street Journal“ berichtet, befürchteten sie, dass Trumps unberechenbares Temperament die Mission gefährden könnte. Das Blatt beruft sich auf hochrangige Regierungsbeamte.
Hintergrund ist der Abschuss eines US-Kampfjets durch den Iran am 4. April. Während Militärs fieberhaft an der Rettung des Luftwaffen-Soldaten arbeiteten, soll Trump dem Bericht zufolge im Westflügel getobt haben – geplagt von der Erinnerung an die Geiselkrise von 1979. Damals hielten Iraner 52 Diplomaten der USA 444 Tage als Geiseln, um die Auslieferung des abgesetzten und geflüchteten Schah zu erzwingen.

Trümmer der Rettungsflieger für den abgestürzten amerikanischen Luftwaffen-Soldaten. Die Spezialeinheiten hatten sie selbst gesprengt, damit sie nicht in die Hände der Iraner fallen
Foto: Handout via Getty Images
„Wenn man sich anschaut, was mit Jimmy Carter passiert ist. Das hat ihn die Wahl gekostet“, soll Trump gesagt haben. Die Geiselnahme von Teheran war tatsächlich einer der Hauptgründe für die Abwahl von Carter 1980. Die Generäle zogen deshalb die Reißleine. Trump bekam nur noch Updates zu „bedeutenden Zeitpunkten“ – keine Live-Einblicke mehr in die heikle Operation. Ein beispielloser Vorgang gegenüber einem Oberbefehlshaber.
Bastard-Beleidigung gegen Mullahs
Die Rettungsaktion entwickelte sich zum Nervenkrimi. Über 24 Stunden hinweg kämpften US-Spezialkräfte gegen technische Pannen und den Druck, der Iran könnte von der Rettung doch noch Wind bekommen. Während Rettungsflieger im sandigen, provisorischen Flugfeld steckenblieben, täuschten Militärmanöver die iranischen Einheiten, um Zeit zu gewinnen. Vizepräsident JD Vance (41) und Stabschefin Susie Wiles (68) verfolgten das Geschehen aus der Ferne.
Am Ende die Erlösung: Der US-Soldat konnte geborgen werden. Trump postete in den Abendstunden die Sensations-Rettung. Und zog sich zum Schlafen zurück. Doch die Ruhe hielt nicht lange – nur wenige Stunden später sorgte er erneut für Aufregung. In den sozialen Medien veröffentlichte er ein mit Schimpfwörtern gespicktes Ultimatum: „Öffnet die verdammte Straße (von Hormus), ihr verrückten Bastarde, sonst werdet ihr in der Hölle leben.“ Der beste Beweis, dass die Vorsichtsmaßnahme seiner Berater notwendig war.
Korrektur: In einer früheren Version des Artikels schrieben wir von der Rettungsaktion des abgestürzten Piloten. Es war aber die Rettungsaktion für den Waffensystemoffizier der abgestürzten F15. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.
Nach Abschuss im Iran: Video soll Suchaktion nach US-Piloten zeigen
Quelle: X05.04.2026