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Berlin – Wie sicher ist es in Deutschland? Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (55, CSU) stellt heute in Berlin die polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2025 vor. Auf den ersten Blick eine gute Nachricht: 2025 registrierte die Polizei rund 5,5 Millionen Straftaten, 5,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Aber: Vor allem die Teillegalisierung von Cannabis im April 2024 führte dazu, dass die Zahlen zurückgehen, weil bestimmte Drogendelikte nicht mehr erfasst werden.

Auch bei der Gewaltkriminalität zeigt sich auf den ersten Blick ein Minus. Die Zahl der Delikte sank um 2,3 Prozent, aber auch das ist nicht unbedingt eine positive Entwicklung. Denn: Bei besonders schweren Taten geht die Entwicklung in die andere Richtung. Die Zahl der Fälle von Mord und Totschlag stieg um 6,5 Prozent.

Lesen Sie im Live-Ticker, wie Innenminister und Experten die Kriminalität in Deutschland einschätzen:

  • 20.04.2026 – 10:38 Uhr

    Kinder werden krimineller

    Insgesamt ist die Jugendkriminalität rückläufig. Bei Kindern jedoch steigt die Gewaltkriminalität um 3,3 Prozent – wenn auch weniger stark als im Vorjahr. Als mögliche Ursachen nennt BKA-Chef Münch eine gestiegene psychische Belastung. Zukunftsängste durch mehrere Krisen spielten eine Rolle. Wohl auch ein Grund: Kinder und Jugendliche verbringen viel Zeit im Internet und in sozialen Netzwerken.

  • 20.04.2026 – 10:30 Uhr

    Mehr Jugendpornografie

    Auch bei Straftaten durch die Verbreitung, Erwerb, Besitz und Herstellung jugendpornografischer Inhalte gab es einen deutlichen Anstieg von 19,9 Prozent auf 11.515 Fälle. Straftaten im Zusammenhang mit kinderpornografischen Inhalten sind dagegen leicht zurückgegangen (-2,7 Prozent auf 41.677 Fälle), sie bleiben aber auf hohem Niveau. Neben einer zunehmenden Verbreitung durch Social-Media-Kanäle könne auch eine erhöhte Anzeigebereitschaft angesichts einer erhöhten medialen Aufmerksamkeit und gesellschaftlichen Sensibilisierung mitverantwortlich für den Anstieg sein.

  • 20.04.2026 – 10:27 Uhr

    Mehr Vergewaltigungen

    Die Zahl der in der PKS für 2025 erfassten Sexualdelikte bleibt hoch. Auffällig ist der Anstieg bei Fällen von Vergewaltigung (+9,0 Prozent). Seit 2018 sind die Fallzahlen in diesem Bereich um rund 72 Prozent gestiegen. Die Tatverdächtigen sind überwiegend Freunde oder Bekannte sowie (ehemalige) Partner und zu 98,6 Prozent männlich. Der Anteil der nicht deutschen Tatverdächtigen beträgt 38,5 Prozent und ist im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben. Der Anteil der nicht deutschen Opfer von Vergewaltigung lag bei 22,3 Prozent.

  • 20.04.2026 – 10:27 Uhr

    Kinder werden krimineller

    Insgesamt ist die Jugendkriminalität rückläufig. Bei Kindern jedoch steigt die Gewaltkriminalität um 3,3 Prozent – wenn auch weniger stark als im Vorjahr. Als mögliche Ursachen nennt BKA-Chef Münch eine gestiegene psychische Belastung. Zukunftsängste durch mehrere Krisen spielten eine Rolle. Wohl auch ein Grund: Kinder und Jugendliche verbringen zu viel Zeit im Internet und in sozialen Netzwerken.

  • 20.04.2026 – 10:25 Uhr

    Messergewalt nimmt leicht zu

    Die Zahl der Messerangriffe insgesamt ist ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres (+0,8 Prozent auf 29.243 Fälle). Bedrohungen mit einem Messer haben hingegen um 9,5 Prozent zugenommen (13.748 Fälle). . Bei Mord und Totschlag kommt in rund vier von zehn Fällen ein Messer zum Einsatz.

  • 20.04.2026 – 10:21 Uhr

    Mehr nicht-deutsche Tatverdächtige

    Noch genauere Zahlen: 2025 lag die Belastungszahl nicht-deutscher Tatverdächtiger bei 4.788, die der deutschen bei 1.813. Damit ist die Belastung nicht-deutscher Personen um den Faktor 2,6 höher. Besonders deutlich wird der Abstand bei jungen Männern. Bei männlichen Jugendlichen beträgt die Zahl der Nichtdeutschen 13.811, bei deutschen Vergleichspersonen 6.118. Bei männlichen Heranwachsenden liegt sie bei 12.297 zu 5.762.

  • 20.04.2026 – 10:10 Uhr

    Ausländer sind „überrepräsentiert“

    Wie hat sich die Gewalt unter deutschen und nicht-deutschen Tatverdächtigen aufgeteilt? Laut Dobrindt machen nicht-deutsche Verdächtige fast 43 Prozent aus machen, seien deshalb „deutlich überrepräsentiert“. Auch gemessen an der Tatverdächtigenbelastungszahl (TVBZ) – also Tatverdächtige pro 100.000 Einwohner – liegt die Belastung nicht-deutscher Tatverdächtiger in allen Altersgruppen mindestens doppelt so hoch wie bei deutschen.

  • 20.04.2026 – 10:07 Uhr

    Mehr Mord und Totschlag

    Auch bei der Gewaltkriminalität zeigt sich laut Dobrindt ein Minus. Die Zahl der Delikte sank um 2,3 Prozent, aber bei besonders schweren Taten geht die Entwicklung in die andere Richtung. Die Zahl der Fälle von Mord und Totschlag stieg um 6,5 Prozent.

  • 20.04.2026 – 10:04 Uhr

    Dobrindt spricht von „leichtem Rückgang“

    Innenminister Dobrindt spricht von einem „leichten Rückgang“ der Kriminalität. 2025 registrierte die Polizei rund 5,5 Millionen Straftaten, 5,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Und fügt hinzu: Die Teillegalisierung von Cannabis im April 2024 führte auch dazu, dass die Zahlen zurückgehen, weil bestimmte Drogendelikte nicht mehr erfasst werden.

  • 20.04.2026 – 09:56 Uhr

    Gleich geht es los

    Um 10 Uhr soll die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 offiziell vorgestellt werden. Erwartet werden Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), Holger Münch (Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA)) und als Andy Grote (SPD, derzeit Vorsitzender der Innenministerkonferenz und Innensenator von Hamburg).

    Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (55, CSU)

    Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (55, CSU)

    Foto: Carsten Koall/dpa