Zu den Partnern der Eisbären Berlin gehört eine Spielbank. Die inspirierte den Titelverteidiger der Deutschen Eishockey Liga (DEL) im Play-off zu einem kleinen Wortspiel. Demnach hatte sich der Tiger überreizt. Damit war der Sieg im Viertelfinale über die Straubing Tigers gemeint. Dann machte der Hai seinen Einsatz, was im Halbfinale die Kölner Haie beschrieb. Doch der Eisbär, so der Spruch, sei der Trumpf.

Das trifft auch in der Realität zu. Im sechsten Spiel des Duells setzten sich die Berliner in Köln mit 4:1 (2:1, 0:0, 2:0) durch. Damit gewann der EHC die „Best of seven“-Serie mit 4:2 und steht im Finale. Dort treffen die Hauptstädter auf die Adler Mannheim, am Freitag geht es in der Kurpfalz los.

Eisbären Berlin bestätigen ihre Auswärtsstärke

Ihr Heimsoll hatten die Eisbären in der Vorschlussrunde erfüllt. Alle drei Spiele in Berlin wurden gewonnen. Da Köln aber die besser platzierte Mannschaft nach der Hauptrunde war, reichte das nicht. Der Rekordmeister brauchte also einen Auswärtssieg in der Serie. Dieser aber wäre gleichbedeutend mit dem Ende aller Träume für die Haie, weshalb Trainer Serge Aubin größtmögliche Gegenwehr erwartete. „Köln wird uns sein Bestes geben. Wir versuchen aber, die Möglichkeit zu nutzen“, so der Kanadier.

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Der musste mit seinem Team mal wieder das Beste aus der Verletzungsproblematik machen. Am Nachmittag vor der Partie hatten die Berliner mitgeteilt, dass Torhüter Jake Hildebrand nach seinem Ausfall mitten in Spiel vier auch für den Rest der Saison nicht mehr einsatzfähig sein wird. Er ist der fünfte EHC-Profi, für den die Spielzeit vorzeitig endet. Trotzdem hatte der Titelverteidiger nach dem 5:2 daheim am Freitag eine gute Ausgangslage gegen die Rheinländer.

Die hatten dort bereits Nerven gezeigt und sich kurz vor Spielende zwei Disziplinarstrafen eingehandelt. Nun reagierten sie mit drei Umstellungen im Team. Aubin griff auch mangels Alternativen mit demselben Kader an. Aufgrund einer Strafzeit waren die Berliner zunächst in der Defensive. Allerdings erzeugten sie danach ihre erste Druckphase und gingen durch Jonas Müller im Nachsetzen gleich in Führung (7.). Erneut ein starkes Forechecking führte zum 2:0 durch Frederik Tiffels (10.).

Eisbären Berlin zeigen eine stabile Leistung

Eine komfortable Situation für den EHC, die Haie wirken konsterniert. Die Berliner spielten abgeklärt, waren sehr präsent in den Zweikämpfen. Doch ein abgefälschter Schuss von Parker Tuomie landete zum 2:1 im Netz (16.). Abschließend bestimmten die Strafzeiten das Geschehen, beide Teams mussten jeweils mit zwei Spielern auf die Strafbank. Doch jeweils die Unterzahlformationen setzten sich durch.

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Mehr Augenmerk galt danach den Offensivreihen. Die Berliner wollten die Partie entscheiden, die Kölner den Serienausgleich. Daraus ergaben sich zahlreiche gefährliche Aktionen. Wobei Leonhard Pföderl, Marcel Noebels (je 29.) und Andreas Eder (30.) die besten Möglichkeiten für die Eisbären hatten. „Es ging hin und her“, sagte Ty Ronning, dessen Team mit dem knappen Vorsprung in den letzten Abschnitt startete. Und nun die große Auswärtsstärke im Play-off demonstrieren musste, die unter Aubin immer ein wichtiger Trumpf war. Das taten die Berliner, für die Yannick Veilleux (59.) und Markus Vikingstad (60.) noch ins leere Tor trafen, souverän.