TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen
Drei Rote Karten sammelte der HSV beim ernüchternden 1:3 im Nord-Derby bei Werder Bremen ein. Angreifer Philip Otele (27) flog nach einem Foulspiel mit Rot vom Feld. Trainer-Partner Loïc Favé (33) und Physio Tim Roussis (37) mussten nach Tumulten an den Trainerbänken auf die Tribüne. Jetzt stehen auch die Sperren fest!
HSV: Otele-Sperre nach umstrittenem Platzverweis
Aus HSV-Sicht bitter: Otele wurde vom DFB für zwei Spiele gesperrt, fehlt also am Samstag (18.30 Uhr, Sky) gegen Hoffenheim und die Woche drauf in Frankfurt. Offizielle Begründung: „rohes Spiel gegen den Gegner“. Roussis und Favé haben nur für das Hoffenheim-Spiel ein sogenanntes Innenraum-Verbot bekommen. Sie dürfen ab 30 Minuten vor Anpfiff bis 30 Minuten nach Ende der Partie keinen Kontakt zum Team haben und sich zudem nicht in den Katakomben aufhalten. Beide hätten sich laut DFB „unsportlich“ verhalten.
Dass die Entscheidungen erst am Dienstagmittag feststanden, war ungewöhnlich. Noch am Montag ließ der DFB das Strafmaß auf der eigenen Homepage offen, während andere Sportgerichts-Urteile zu Platzverweisen vom Wochenende schon gefällt waren.
Derby-Schiri erklärt:: „Nicht die klarste rote Karte“
Quelle: DFL18.04.2026
Gerade der Platzverweis gegen Otele war am Samstag ein Aufreger. Schiedsrichter Dr. Florian Exner (35) hatte ihn erst nach Ansicht der TV-Bilder verhängt. Bremens Cameron Puertas (27) war in Oteles Laufweg gegrätscht. Dabei rutschte sein Bein unter die Sohle des Hamburgers, der Puertas schmerzhaft traf. „Ich kann verstehen, wenn man sagt: Das ist nicht die klarste Rote Karte der Welt“, räumte Exner nach Abpfiff ein. Er sagte aber auch klar: „Wir haben am Ende ein klares Trefferbild.“ Und: „Wir müssen als Schiedsrichter auch die Spieler schützen.“
Die Erklärung wollte der HSV nicht mittragen. Noch in Bremen diskutierten HSV-Bosse in der Schiedsrichter-Kabine. Vorstand Eric Huwer (42) sagte am Sonntag: „Bei der Roten Karte gegen Otele ist dann die Rede von einem Trefferbild, das wir in Freiburg beim Duell zwischen Torunarigha und Manzambi (ungeahndeter Ellenbogenschlag vorm Freiburger 2:1-Siegtreffer, d. Red.) wieder nicht bemühen durften, weil es eine fußballtypische Bewegung gewesen sein soll. Unterm Strich sind das viele terminologische Diskrepanzen, mit denen wir nicht einverstanden sind.“
Auf jeden Fall darf Otele jetzt erst wieder beim letzten Heimspiel gegen Freiburg (10.5.) eingreifen.