Warum verlangt der Freistaat ein Schulung?
Nach Behörden-Angaben geht es auch um die Sicherheit der Hobbyarchäologen. Es bestehe zum Beispiel die Gefahr, dass Sondengänger auf Munition oder Blindgänger stoßen und sie das nicht erkennen. In der Schulung lernen sie unter anderem, zwischen Archäologie im Boden und harmlosen Dingen oder gefährlichen Dingen zu unterscheiden.
Gibt es eine Dunkelziffer für illegale Sondengeher?
Eine genaue Zahl gibt es nicht. Schätzungen gehen von mehreren Zehntausend aus, die diesem Hobby nachgehen. Auch das Landesamt für Archäologie in Sachsen kann keine genaue Zahl nennen. Die Behörde arbeitet nach eigenen Angaben mit der Polizei zusammen, um illegale Schatzsuchende aufzuspüren. Auch könnten die bei der Behörde offiziell registrierten Sondengeher freiwillig ihr Kfz-Kennzeichen hinterlassen, damit sie nicht fälschlicherweise in Verdacht geraten.
Welche Strafen drohen sogenannten Raubgräbern?
Laut LFA machen sich Schatzsucher und Sondengänger ohne die Genehmigung der Behörde strafbar. Wer ohne die nach dem Sächsischen Denkmalschutzgesetz erforderliche Genehmigung nach alten Kultur-Schätzen sucht, muss mit einer Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit einer Geldstrafe rechnen, heißt es auf der Internetseite das LFA.
Wie groß ist das Interesse an der Schatzsuche?
Parallel zu den stark gestiegen Preisen für Edelmetalle auf dem Weltmarkt ist auch das Interesse an dem Hobby Sondengehen gestiegen. Nach Angaben der Landesbehörde gibt es derzeit eine lange Warteliste mit 120 Interessenten, die von einer Mitarbeiterin bearbeitet werde. Es komme zu längeren Wartezeiten. Weil die Fortbildungsplätze begrenzt seien, herrscht derzeit ein Bearbeitungsstopp für neue Anträge, informiert das LFA auf im Internet.