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Gefährliche Krankheitserreger festgestellt: Rewe muss mehrere Wurst-Produkte aus dem Verkehr ziehen. © Rolf Vennenbernd/dpa
Eine Mettwurst von REWE befindet sich aktuell in einem Rückruf. Ein Verzehr der betroffenen Waren kann starke Beschwerden auslösen – das sind die Risikogruppen.
Kassel – Frisches Brot, ein Klecks Butter, etwas Mettwurst darauf – für viele ist das ein klassisches Frühstück oder eine schnelle Mahlzeit zwischendurch. Doch wer sich dabei auf das falsche Produkt verlässt, riskiert gerade mehr als einen schlechten Geschmack. Denn in einer bestimmten Mettwurst-Sorte wurden gefährliche Bakterien nachgewiesen, die insbesondere für Kinder, ältere Menschen und Immungeschwächte lebensbedrohlich werden können.
Eine Schinken-Zwiebelmettwurst in verschiedenen Verpackungen von REWE befindet sich im Rückruf. © REWE Dortmund
Konkret handelt es sich um einen Rückruf, den REWE Dortmund am 23. April 2026 über das offizielle Portal lebensmittelwarnung.de veröffentlicht hat. Das Unternehmen informiert über den Rückruf von vier verschiedenen Schinken-Zwiebelmettwurst-Artikeln mit dem Verbrauchsdatum 28.04.2026. In einer einzelnen Probe wurde das Bakterium Shigatoxin-bildende Escherichia coli (STEC) nachgewiesen. Vom Verzehr wird dringend abgeraten. Auch ein Meeresfrüchte-Produkt befindet sich aktuell im Rückruf.
Rückruf von Mettwurst: Verzehr kann starke Beschwerden auslösen
Wer die betroffene Schinken-Zwiebelmettwurst mit dem Verbrauchsdatum 28. April 2026 zu Hause hat, sollte das Produkt nicht verzehren. Das Produkt kann in allen REWE-Filialen zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird erstattet – auch ohne Kassenbon. Bei Fragen steht der REWE-Kundenservice zur Verfügung.
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Die genannten Wurstprodukte wurden in Supermärkten von REWE Dortmund verkauft. Entsprechend ist mit Stand 24. April bislang nur das Bundesland Nordrhein-Westfalen von dem Rückruf betroffen.
Schwere Komplikationen möglich – bei Symptomen dringend einen Arzt aufsuchen
STEC – Shigatoxin-bildende Escherichia coli – sind Darmbakterien, die beim Menschen schwere Erkrankungen auslösen können. Laut Website des Robert Koch-Instituts (RKI) treten erste Symptome in der Regel ein bis drei Tage nach der Infektion auf. Typische Beschwerden sind wässriger, später oft blutiger Durchfall, starke Bauchkrämpfe sowie Übelkeit und Erbrechen. Fieber ist möglich, aber nicht zwingend. Vor wenigen Tagen waren auch Keime in einer Salami von Edeka festgestellt worden.
Besonders gefährlich ist das sogenannte Hämolytisch-urämische Syndrom (HUS), eine schwerwiegende Komplikation, die vor allem Kleinkinder unter fünf Jahren treffen kann. Dabei kommt es zu einem Versagen der roten Blutkörperchen und in der Folge zu akutem Nierenversagen, das lebensbedrohlich sein kann. Auch ältere Menschen und immungeschwächte Personen zählen zu den Risikogruppen, bei denen ein schwerer Verlauf wahrscheinlicher ist.
Checkliste für Produktrückrufe
Wird ein Produkt oder ein Lebensmittel zurückgerufen, haben Sie als Verbraucher verschiedene Ansprüche. Diese Checkliste hilft dabei, die richtigen Schritte zu unternehmen und gibt Tipps, wo Sie schnell die wichtigsten Informationen finden.
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Immer wieder werden Produkte oder auch Lebensmittel zurückgerufen. Mit unserer PDF-Checkliste sind Sie bestens vorbereitet und können schnell reagieren. (Montage) © IPPEN.MEDIA
Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt, bei entsprechenden Symptomen nach dem Verzehr verdächtiger Lebensmittel umgehend einen Arzt aufzusuchen. Eine Antibiotika-Behandlung ist bei STEC-Infektionen in der Regel nicht empfohlen, da sie den Krankheitsverlauf verschlimmern kann. REWE Dortmund hat nach eigenen Angaben die betroffene Ware aus dem Verkauf nehmen lassen und informiert die Verbraucherinnen und Verbraucher über den Rückruf. (Quellen: Lebensmittelwarnung, Bundesinstitut für Risikobewertung, Robert Koch-Institut) (rd)