
AUDIO: Humanoider Roboter „Armar-7“ auf der Hannover Messe (4 Min)
Stand: 22.04.2026 09:33 Uhr
Als helfende Hand soll Roboter „Armar-7“ einmal in Kliniken oder Seniorenheimen dienen. Auf der Hannover Messe zeigt er, was er kann: Geschirrspülmaschine ausräumen, Wäsche sortieren, Gegenstände reichen.
An einem Stand auf der Hannover Messe greift „Armar-7“ nach Kaffeefiltern, rollt auf einen Mann zu, streckt ihm seine „Hand“ entgegen und wartet auf die Reaktion. Der Mann, Erfinder Tamim Asfour vom Institut für Robotik am Karlsruher Institut für Technologie, erklärt: „Der Roboter soll in der Lage sein, die Intention des Menschen zu erkennen. Das heißt, solange ich meinen Arm jetzt nicht ausstrecke, wird der Roboter nicht versuchen, mir das Objekt zu übergeben.“ Dann streckt Asfour seine Hand aus – und „Armar-7“ übergibt ihm die Verpackung.
Roboter kann „lernen“

Als Assistenzroboter soll „Armar-7“ unter anderem bei Tätigkeiten im Haushalt helfen. Getauft hat ihn sein Erfinder.
Der humanoide, also menschenähnliche, Roboter soll sich außerdem merken können, wo er Objekte zuletzt gesehen hat und in der Lage sein, durch Beobachtungen neue Aufgaben zu erlernen. „Er beobachtet zum Beispiel, wie ein Mensch einen Tisch wischt und dann versucht er, ein generalisiertes Modell von dieser Handlung zu lernen, das er dann an unterschiedliche Situationen anpassen kann“, sagt Asfour. Ausgestattet ist der Roboter dafür mit drei Computern und mobilen Batterien als „Gehirn“ sowie mehreren Kameras als „Augen“. Er bewegt sich über drei Räder und 30 „Gelenke“. Der bewegliche Aufbau soll den Assistenzroboter vielseitig einsetzbar machen, unter anderem in Pflegeeinrichtungen.

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Schnell und sicher? Dafür braucht „Armar-7“ noch ein paar Jahre
Am Messestand in Hannover, an dem auch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt beteiligt ist, präsentiert der Roboter Hilfstätigkeiten. Er sortiert unter anderem Wäsche, unterscheidet dafür zwischen hellen und dunklen Kleidungsstücken. Seit mehr als zwei Jahrzehnten baut Asfour mit seinem Team in Karlsruhe Assistenzroboter. Bei „Armar-7“ funktioniert vieles, aber die Vorgänge sind noch nicht richtig schnell. Daran arbeitet das Forscherteam weiterhin. Bis Roboter wie „Armar-7“ in der Praxis zum Einsatz kommen, dauert es wohl noch. „Ich erwarte, dass wir noch fünf bis zehn Jahre brauchen, bis wir Systeme, die flexibel, vielseitig und auch bedenkenlos sind, einsetzen können“, sagt Asfour. Denn bei der Interaktion zwischen Robotern und Menschen spiele Sicherheit eine zentrale Rolle, so der Experte.

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