Zwei tödliche Unfälle in kurzer Zeit: Nach dem Tod eines Radfahrers bei einer Kollision mit einem Lkw wurde am Sonntag in Hamburg eine Mahnwache abgehalten.

Der Mann war am 17. April am frühen Nachmittag auf der Liebigstraße stadteinwärts unterwegs. An der Kreuzung zur Moorfleeter Straße wurde er von einem nach rechts abbiegenden Lkw erfasst. Der Radfahrer geriet unter das Fahrzeug und erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen.

ADFC ruft zu Mahnwache auf

Daher rief der ADFC Hamburg für Sonntag, den 26. April, zu einer Mahnwache auf. „Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden des Opfers“, teilte der Verband mit. Um 17 Uhr versammelten sich nach Angaben eines Reporters vor Ort rund 100 Teilnehmer an der Liebigstraße 68, um an das Opfer zu erinnern.

Unter den trauernden Menschen sollen auch ein paar Lkw-Fahrer gewesen sein, die ihr Mitgefühl ausdrücken wollten. Unterstrichen wurde dies offenbar durch Banner, die an einigen Lkw befestigt waren: „Nur gemeinsam“ war dort zu lesen, daneben die Abbildung eines Fahrradfahrers und eines Lkw.

„Nur gemeinsam“ steht auf dem Lkw bei der Mahnwache für den gestorbenen Radfahrer. Citynews

„Nur gemeinsam“ steht auf dem Lkw bei der Mahnwache für den gestorbenen Radfahrer.„Nur gemeinsam“ steht auf dem Lkw bei der Mahnwache für den gestorbenen Radfahrer.

Der Fall steht nicht für sich allein: Bereits zwei Tage zuvor war in Wilstorf ein elfjähriger Junge bei einem ähnlichen Unfall ums Leben gekommen – ebenfalls nach einer Kollision mit einem abbiegenden Lkw. Innerhalb von 48 Stunden gab es damit zwei tödliche Unfälle dieser Art in Hamburg.

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Die Polizei ermittelt weiterhin zum genauen Hergang des Unfalls in Billbrook. Spezialisten des Landeskriminalamts haben die Unfallstelle mit einem 3D-Scanner erfasst, um den Ablauf zu rekonstruieren. Zeugen werden gebeten, sich bei den Ermittlern zu melden.