Das Schreiben, das das Widerstands-Kollektiv der Redaktion in einer Mitteilung vom 27. April beifügt, ist auf den 23. April datiert. Darin zu lesen ist: Ab Montag, 15. Juni, sollen im vermeintlichen Auftrag der EnBW, erste Voruntersuchungen zur Erdgasförderung im näheren Umfeld des Turmbergs stattfinden. Dazu sei der Einsatz von „Hydraulic Fracturing“ geplant, „einer modernen und sicheren Methode zur Erdgasgewinnung“.
Kollektiv wirft EnBW Mitverantwortung für Fracking-Gas vor
Als Grund für die Aktion nennen die Aktivisten zahlreiche gravierende Umweltprobleme, die aus Regionen, in denen Fracking bereits heute betrieben wird, bekannt sind. „So häufen sich Berichte aus Louisiana (USA), dass dort das Leitungswasser entflammbar sei, aufgrund des bei der Extraktion ins Grundwasser entweichenden Gases“, schreibt das Kollektiv in ihrer Mitteilung.
Die Aktivisten sehen die EnBW, mit Sitz in Karlsruhe, dafür mitverantwortlich. Diese gehöre zu den größten Abnehmern für das umweltschädliche Fracking-Gas aus den USA.
EnBW kündigt rechtliche Schritte an
Auf Anfrage der Redaktion erklärt ein Sprecher der EnBW, dass sich mehrere Anrufe, wie auch Kundenschreiben zu den gefälschten Briefen meldeten. „Wir werden auch rechtlich gegen die Aktion vorgehen. Schließlich handelt es sich hier um mehrere Straftaten, wie Urkundenfälschung und Verbreitung von Desinformation.“