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Bonn – Eine Stadt feiert. Und nimmt Abschied von einer Tradition. Wenn am Wochenende zum 40. Mal das Feuerwerk „Rhein in Flammen“ steigt, leuchtet der Himmel über Bonn noch einmal bunt, zischen Raketen und krachen Böller. Dann ist Schluss. Denn das Spektakel muss sich neu erfinden. Aus Tierliebe.

2027 bleibt es in Bonn (Nordrhein-Westfalen) still, „Rhein in Flammen“ macht ein Jahr Pause. 2028 soll das Traditionsfest mit neuem Konzept auferstehen. In der Innenstadt, nicht mehr in der Rheinaue. Denn dort leben viele Wasservögel. Für sie sind Explosionen und Lichtblitze purer Stress.

Von dem Schiff aus ist das Feuerwerk besonders schön

Von dem Schiff aus ist das Feuerwerk besonders schön

Foto: Getty Images

Abschiedsparty ist Blick in die Zukunft

Und die Abschiedsparty von der Rheinaue lässt erahnen, wie es in zwei Jahren weitergeht: Am 1. Mai steigt um 22.30 Uhr die Drohnenshow „Ludwig reist um die Welt“. Rund 15 Minuten dauert das Spektakel. Und sie ist die Zukunft. Leiser und sauberer als klassisches Feuerwerk. Die verabschiedet sich am Samstag um 23 Uhr noch mal mit lautem Knall.

Dann verschmelzen Pyrotechnik und Drohnen zu einer großen Jubiläums-Inszenierung. Rund 700 leuchtende Fluggeräte im Zusammenspiel mit Raketen und Bombetten. Die explodieren zum Schutz der Tiere in größerer Entfernung als bisher.

Bei dem Feuerwerk glüht der Himmel

Bei dem Feuerwerk glüht der Himmel

Foto: picture alliance/Bonn.digital

Ab 16 Uhr spielen „Jey aux Platines“, „Salvatore Manusco“, „Neptunica“ und viele andere Bands auf den Bühnen. Fahrgeschäfte und Fressbuden stehen bereit, 16 Schiffe tuckern am Samstag im Konvoi von Mehlem bis Bonn-Beuel und zurück zum Höhenfeuerwerk. Wer mitfahren will, braucht ein Ticket. Am Sonntag gibt es für Kinder von 15.30 bis 17.30 Uhr eine Show, außerdem laufen Zeichentrick-Lieblinge wie Biene Maja, Heidi und Wickie über das Gelände.

So kommt man am besten zum Feuerwerk

Die Stadt empfiehlt, öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad zu nutzen. Auf der linken und rechten Rheinseite setzen die Stadtwerke Bonn zusätzliche Busse und Bahnen ein. Unter der Autobahnbrücke in der Rheinaue wird ein großer Fahrradparkplatz eingerichtet.

Von Bonn aus zieht das Volksfest über Bingen/Rüdesheim (4. Juli), Spay/Koblenz (8. August) und Oberwesel (12. September) bis zum großen Finale am 19. September in St. Goar durchs Mittelrheintal.