Ein Schild weist den Weg zur Staatsanwaltschaft Hannover.

Stand: 30.04.2026 19:13 Uhr

Im Fall des möglichen Millionenbetrugs des hannoverschen Integrationsvereins von Ex-SPD-Ratsfrau Hülya Iri hat der Insolvenzverwalter Probleme, an Unterlagen zu kommen.

Im Büro des Integrationsvereins in Hannover wurden viele leere Aktenordner vorgefunden, heißt es aus der Kanzlei des vorläufigen Insolvenzverwalters Joachim Heitsch. Mitarbeiter hätten „dort keinerlei Buchhaltung, die den Integrationsverein betreffen, vorgefunden (…), weder Finanzbuchhaltung noch Unterlagen zum Verein“, teilte die Kanzlei dem NDR Niedersachsen mit. Zugang zum Büro des Vereins bekam man zudem nur mit Hilfe eines Schlüsseldienstes. Heitsch habe die Kontoauszüge nun bei der zuständigen Bank beantragt. Die Staatsanwaltschaft Hannover will sich auf NDR Rückfrage nicht weiter zu den Ermittlungen äußern. Zuerst hatte die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ berichtet.

Iri nicht mehr im Rat der Stadt Hannover

In dem Fall geht es um den Vorwurf, dass Vereinsgelder für den Kauf von Immobilien zweckentfremdet worden sein sollen. Außerdem sollen 740.000 Euro Fördergelder nicht rechtmäßig verwendet worden sein. Insgesamt geht es um eine Summe in Höhe von mehr als 1,2 Millionen Euro. Hülya Iri und ihre Tochter haben ihre SPD-Mitgliedschaften vorläufig ausgesetzt. Auch im Rat der Stadt Hannover sitzt Iri mit Verweis auf gesundheitliche Gründe nicht mehr. Dort war sie stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende.

Ein Schild weist den Weg zur Staatsanwaltschaft Hannover.

Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen Hülya Iri und deren Tochter. Hat die Ex-SPD-Ratsfrau Geld veruntreut?

Ein Schild hängt an der Staatsanwaltschaft Hannover.

Die Staatsanwaltschaft Hannover prüft die Anschuldigungen gegen Hülya Iri und ihre Tochter. Zudem gibt es neue Vorwürfe.

In zwei Händen liegt eine große Menge Bargeld.

Nach der Insolvenz des mit mehr als einer Million Euro geförderten Vereins zieht Hülya Iri Konsequenzen – ebenso ihre Familie.

Mehrere Münzen und Euro-Scheinen liegen ausgebreitet auf einem Tisch.

Unklar ist, wie die Gelder verwendet wurden. Ein Insolvenzverwalter ist eingeschaltet. Die CDU verlangt nun Antworten.

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