
AUDIO: Gedenktafel für Carl von Ossietzky beschlossen (1 Min)
Stand: 01.05.2026 10:23 Uhr
Der Journalist, Publizist und Gegner der Nationalsozialisten, Carl von Ossietzky, wurde 1889 in Hamburg geboren. Er ist der einzige Hamburger, der einen Friedensnobelpreis erhalten hat. In der Bezirksversammlung Eimsbüttel hat sich nun eine Mehrheit für eine Gedenktafel an der Grindelallee ausgesprochen.
Die Linke in der Bezirksversammlung Eimsbüttel hatte den Antrag für eine Gedenk- und Informationstafel eingebracht, der am Donnerstagabend angenommen wurde. Bislang erinnert an der Grindelallee 1 vor seinem letzten Hamburger Wohnort nur ein Stolperstein an Carl von Ossietzky. Die neue Tafel soll gegenüber dem früheren Wohnhaus auf der anderen Seite der Grindelallee entstehen, dort wo heute die Staats- und Universitätsbibliothek ist. Diese trägt bereits seit 1983 den Namen von Ossietzky.
Von den Nazis verfolgt
Ossietzky war als Herausgeber der „Weltbühne“ einer der bedeutendsten Publizisten der Weimarer Republik. Er setzte sich für Frieden, Demokratie und Völkerverständigung ein. Von den Nazis verfolgt, starb er 1938 an den Folgen seiner KZ-Haft.
Symbolfigur des Pazifismus
Ossietzky war eine Symbolfigur des Pazifismus und erhielt 1936 den Friedensnobelpreis – unter anderem, weil er sich vehement gegen die Wiederbewaffnung der Wehrmacht ausgesprochen hatte.
Zur Finanzierung der Gedenktafel will die Bezirksversammlung Eimsbüttel Sondermittel zur Verfügung stellen. Wann und wo genau die Tafel angebracht werden kann, steht aber noch nicht fest.