A) Eigentlich wollen sie sich nur festhalten. Seepferdchen suchen sich eine Unterwasserwiese und klammern sich dort am Seegras fest. Das gelingt ihnen mit ihrem muskulösen Ringelschwanz, der sich um die Grashalme wickelt. Schwebend wie ein Luftballon über der Wiese warten sie auf vorbeitreibende Beute.
B) Seepferdchen schwimmen rückwärts. Das gelingt durch ihren Rüssel, der bei Bedarf Wasser nach vorne ausstößt und so nach dem Rückstoßprinzip für Bewegung sorgt. Durch den Ausstoß wird Unterdruck im Körper erzeugt, der über die Kiemen neues Wasser einsaugt. Ein anstrengender Kreislauf, das Seepferdchen hält das nur wenige Minuten durch, was aber reicht, um sich in Sicherheit zu bringen.
C) Das Seepferdchen bewegt sich wie ein Wurm. Durch Kontraktion. Es gehört zu Familie der Seenadeln, und kann sich deshalb problemlos lang machen. Ruckartig. Aus seiner geborgenen Normalform zur Nadel im Bruchteil einer Sekunde, dann zieht es den Körper nach, und wieder zack nach vorn als Nadel. Im Prinzip wie eine Ziehharmonika, nur nicht so musikalisch.