
AUDIO: Mai-Demo in Hamburg: „Wer hat, der gibt“ (1 Min)
Stand: 01.05.2026 18:00 Uhr
Zwischen 6.000 und 8.000 Menschen zogen am Freitagnachmittag unter dem Motto „Geld ist da – Ran an die Reichen“ vom Hamburger Jungfernstieg bis zum Eppendorfer Baum. Das Luxushotel „Vier Jahreszeiten“ wurde von der Polizei geschützt. Größere Zwischenfälle gab es nicht.
Bei blauem Himmel und strahlender Sonne zogen die Demonstrierenden durch die Hamburger Innenstadt. Aufgerufen hatte das linke Bündnis „Wer hat, der gibt“. Immer wieder skandierten die Demonstrierenden Sprüche wie „Superreiche finden wir super scheiße“ oder „Wer hat, der gibt. Wer nicht gibt, wird enteignet“. Auf einem großen, blauen Transparent stand „Reichensteuer jetzt“.
Luxushotel „Vier Jahreszeiten“ wird besonders geschützt
Die Route führte durch wohlhabende Viertel wie Rotherbaum und Harvestehude bis nach Eppendorf. Vor dem Luxushotel „Vier Jahreszeiten“ zog die Polizei zum Schutz eine Kette aus Beamten auf. Vereinzelt wurde Pyrotechnik gezündet. Größere Zwischenfälle gab es laut Polizei aber nicht. Insgesamt begleitete die Polizei den Aufzug in diesem Jahr mit deutlichem Abstand und einem eher kleinen Aufgebot. Beim Auftakt am Jungfernstieg hatte Linken-Parteichef Jan von Aken gesprochen. Gegen 17.40 Uhr endete die Demonstration am Eppendorfer Baum mit einer Abschlusskundgebung.
DGB-Demo mit über 10.000 Teilnehmenden
Bereits am Vormittag hatten mehr als 10.000 Menschen an der großen Demonstration des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Hamburg teilgenommen – unter ihnen Bürgermeister Peter Tschtentscher (SPD). Die Demo stand unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ und zog vom S-Bahnhof Ottensen bis zum Fischmarkt.
Linksextremistische Szene demonstriert am Abend
Die Polizei hat vor allem zwei Demonstrationen der linksextremistischen Szene besonders im Blick: Die „Revolutionäre 1. Mai-Demo“ in Ottensen und die Demo „Anarchismus wagen – Dystopien bekämpfen“ am Abend in der Schanze. Die Polizei geht von einem friedlichen Verlauf aus. „Am 1. Mai begleiten wir als Polizei Hamburg mehrere Demonstrationen mit insgesamt mehreren Tausend Teilnehmenden“, sagte ein Sprecher. „Wenn wir einzelne Störungen nicht ausschließen können, erwarten wir, dass die weit überwiegende Mehrheit erneut friedlich demonstriert.“ Die positiven Erfahrungen der vergangenen Jahre seien dabei in die Einsatzplanung eingeflossen. Im vergangenen Jahr war die Polizei am 1. Mai mit knapp 1.800 Beamtinnen und Beamten im Einsatz gewesen.

Bei den Kundgebungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Hamburg versammelten sich insgesamt rund 11.000 Menschen unter dem Motto: „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“.