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Jüterbog (Brandenburg) – Ein Waldbrand in Brandenburg hält die Feuerwehr in Atem. Am Freitagnachmittag brach das Feuer auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz „Altes Lager“ bei Jüterbog aus – dort liegt alte Munition. Die Feuerwehr kann deshalb nicht an die Brandstelle heran. Rund 2,5 Hektar Fläche waren zunächst betroffen, das entspricht etwa dreieinhalb Fußballfeldern. Doch am Samstag hatte sich das Feuer stark ausgebreitet!
Der Wald brannte auf rund 26 Hektar, etwa 35 Fußballfeldern. Das teilte die Bürgermeisterin der Stadt, Christiane Lindner-Klopsch, der dpa mit. „Es gibt keinen Grund zur Panik“, sagte die Bürgermeisterin (parteilos). „Wir können damit umgehen.“ Der Waldbrand sei innerhalb von angelegten Schutzstreifen ausgebrochen. Es soll erreicht werden, dass Bodenfeuer auf solchen bis zu 50 Meter breiten Streifen ausgehen.
Rauchsäule weithin sichtbar
Löschen können die Feuerwehrkräfte den Brand nicht, da sie wegen der alten Munition im Boden nicht in das Gebiet gelangen. Per Drohne verschaffen sich die Einsatzkräfte einen Überblick über die Situation. Anwohner waren aufgefordert worden, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungen und Klimaanlagen abzuschalten.
Ungünstig sei auffrischender Wind, sagte Bürgermeisterin Lindner-Klopsch. Dadurch kann das Feuer angefacht werden. Starke Rauchentwicklung ist über dem Gebiet zu sehen.

Die Rauchsäule ist kilometerweit zu sehen
Foto: Manuel Genolet/dpa
Brandenburg kämpft derzeit mit hoher Waldbrandgefahr. In zehn von 14 Landkreisen gilt Stufe 4 von 5. Am Freitag gab es etwa ein Dutzend Waldbrände, wie Waldbrandschutzbeauftragter Raimund Engel berichtete. Meist blieb es bei einer Fläche von einigen hundert Quadratmetern. „Es ist alles glimpflich ausgegangen und schnell bekämpft worden“, sagte Engel. Das ehemalige Militärgebiet war in den vergangenen Jahren immer wieder von Waldbränden betroffen. 2023 hatte es auf rund 700 Hektar gelodert.
Die Stadt Jüterbog liegt im Landkreis Teltow-Fläming südlich von Berlin an der Grenze zu Sachsen-Anhalt.