Halle. Das Durchfahrtsverbot am Bahnübergang Kreisstraße für Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse von über 3,5 Tonnen zeigt Wirkung. Die auf ein Jahr angesetzte Testphase ist nun zur Hälfte rum, und Benjamin Dick von der Stadt Halle zog im Verkehrsausschuss Bilanz.
„Nach rund sechs Monaten Versuchsdauer zeigt sich eine klare und positive Entwicklung: Die Anzahl der den Bahnübergang querenden Lkw hat sich deutlich reduziert. Während an den beiden Zähltagen im Oktober 2025 insgesamt 212 Lkw (einschließlich Gespanne) gezählt wurden, waren es im März 2026 nur noch 76, erklärt Dick in der Mitteilungsvorlage. Bei den Sattelschleppern sei hingegen kaum eine Veränderung festzustellen.
„Wir sind in enger Abstimmung mit dem Straßenverkehrsamt und der Polizei“, sagte Dick. Die Halteverbotsregelung in der Kreisstraße habe bewirkt, dass dort kaum noch geparkt werde. „Es gibt dort nur sehr selten Verstöße“, sagte Dick. Allerdings führe dies auch dazu, dass der Verkehr dort nun schneller sei. „Das war uns schon vorher klar, und das können wir nicht verhindern“, sagte Dick.
Haller Polizei beendet Kontrollen nach Anwohnerkritik
„Die Polizei hat kürzlich den Bahnübergang überprüft und sich dort hingestellt, um zu zählen, wie viele Verstöße tatsächlich vorkommen. Dabei wurde sie von einem Anlieger angesprochen und gefragt, ob sie denn nicht Besseres zu tun hätten, als an der Kreisstraße zu stehen“, schildert Dick. „Das hat mich verwundert, denn mein Stand war, dass die Anlieger sich wünschen, dass dort kontrolliert wird“, sagte Dick. Die Polizei habe deutlich gemacht, dass sie jetzt nicht mehr kontrollieren werde, da sie sich auf den Schlips getreten gefühlt habe, sagte Dick.
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Peer Kranz (CDU) gab seine Erfahrung aus Gesprächen mit Anwohnern wieder: „Die Beschilderung wird von vielen Anwohnern als nicht ausreichend angesehen. Es fehlen schon Hinweise in den Kreisverkehren“, sagte Kranz. Dick erwiderte, dass man bei der Gestaltung von derartigen Hinweisschildern eingeschränkt sei.
Bürgermeister Thomas Tappe erklärte, dass man mehrere Gespräche mit Simtra auch bezüglich der Parkplatzproblematik geführt habe. Man sei auf einem guten Weg, und das Unternehmen zeige viel Verständnis.
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