Müller: «Ich habe immer daran geglaubt, dass ich das kann»

02.05.2026

Der Schweizer Pilot Nico Müller feiert in Berlin seinen ersten Sieg in der Formel E – ausgerechnet bei Porsches Heimrennen. Auf dem Podium löst er bei seinem Sohn noch ein Versprechen ein.

blue News ist live vor Ort in Berlin und liefert dir das ganze Wochenende über Updates und Einblicke hinter die Kulissen der elektrischen Rennserie. Verfolge den Live-Ticker, um nichts zu verpassen!

Live: Formel E Weltmeisterschaft

Live: Formel E Weltmeisterschaft

Beim 69. Anlauf klappt es doch noch: Nico Müller gewinnt in Berlin erstmals ein Formel-E-Rennen. Zweimal wurde er bisher Zweiter, nun schafft er den Sprung auf das oberste Treppchen.

«Es ist ein spezieller Tag, hier in Berlin beim Heimrennen von Porsche. Und auch wenn es nicht ganz mein Zuhause ist, ist es dennoch fast mein zweites Zuhause. Meine Frau kommt hier aus der Region und ich habe Familie vor Ort», sagt ein strahlender Nico Müller nach seinem Rennsieg am Samstag im Interview bei blue Sport.

Dass Müller an jenem Wochenende einen Sieg einfährt, an dem Porsche das 75-jährige Jubiläum seiner Motorsport-Abteilung feiert, und damit ein kleines Stück der Geschichte beisteuern kann, mache ihn sehr stolz. «Ich bin dem Team gegenüber aber auch dankbar. Es arbeitet so hart an diesem Projekt und steckt viel Vertrauen in mich.»

Hart gearbeitet hat in den letzten Jahren auch Müller selbst. Sein erster Sieg ist ein Stück weit auch eine Bestätigung für die geleistete Arbeit: «Ich habe immer daran geglaubt, dass ich das kann. Vielleicht hätte man es lieber, wenn es schneller ginge. 69 Rennen hat es gebraucht, es sind schon ein paar. Aber man muss auch im richtigen Umfeld sein, und Porsche ist sicher das richtige Umfeld, um so etwas zu schaffen.»

Hier nimmt Nico Müller den Siegerpokal entgegen

02.05.2026

«Macht das Ganze sehr emotional»

Er werde auch in Zukunft weiter hart arbeiten und vielleicht auch befreiter, «nachdem man sich selbst bewiesen hat, dass man es kann». An einen möglichen Titel denkt Müller, der nach seinem Erfolg auf Platz drei in der Fahrerwertung vorgerückt ist, allerdings noch nicht: «In der Formel E weiss man es nie, jeden Tag werden die Karten neu gemischt. Gleichzeitig, wenn man in einer offiziellen Weltmeisterschaft für Porsche fährt, sind die drei Meisterschaften das Ziel und da gehört der Fahrer-Titel dazu.»

Auf dem Podium erschien Nico Müller nicht allein, sondern nahm den Siegerpokal mit seinem Sohn entgegen. Der Moment bedeute ihm alles und sei aus gutem Grund entstanden: «Mein Teamkollege Pascal (Wehrlein) nahm, wenn die Familie dabei war, oft die Tochter mit auf das Podest. Mein Sohn hat das natürlich gesehen und gefragt: ‹Wann darf ich?› Ich habe ihm dann gesagt: ‹Ein Podest ist schön, das kann ich dir aber nicht versprechen. Wenn du aber dabei bist, wenn ich ein Rennen gewinne, nehme ich dich mit auf das Podest›. Dass das an diesem Tag bei meinem ersten Formel-E-Sieg und beim Fast-Heimrennen passiert, macht das Ganze sehr emotional.»

«Du geile Sau!» – so jubeln Müller und Porsche über den Heimsieg

02.05.2026

Das könnte dich auch interessieren

Mark Webber: «Ich werde Alessandro Zanardi nie vergessen»

Zahlreiche prominente Gäste und Motorsportlegenden verfolgen die Formel E in Berlin vor Ort. Darunter auch der ehemalige Formel-1-Fahrer Mark Webber. blue Sport konnte mit dem Australier sprechen.

02.05.2026

Buemi: «Wir haben die falschen Entscheidungen getroffen»

02.05.2026