Der Krabbenkutter Germania liegt im historischen Fischereihafen von Greetsiel.

Stand: 03.05.2026 13:24 Uhr

Die Kutterflotte an der Nordseeküste soll mit einem Abwrackprogramm an die schrumpfenden Fanggebiete angepasst werden. 30 Prozent der Kutter sollen verschwinden. Das Interesse ist enorm.

Viele Küstenfischer an der Nordsee wollen ohnehin ihre Kutter aufgeben – entsprechend groß ist die Nachfrage nach dem von der Bundesregierung aufgelegten Abwrackprogramm. Insgesamt stehen dafür 20 Millionen Euro bereit. Bis Ende März sind 48 Anträge eingegangen, wie die zuständige Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung in Bonn mitteilte. Die Nachfrage übersteige damit die im ersten Förderabschnitt zur Verfügung stehenden Mittel. Es könnten deshalb auch nicht alle Anträge in der ersten Förderrunde berücksichtigt werden, selbst wenn sie die Anforderungen erfüllen sollten.

Aus für mehr als ein Dutzend Kutter im Norden

In der ersten Förderrunde sollen nach Angaben der Behörde voraussichtlich sieben bis acht Krabbenkutter jeweils in Niedersachsen und Schleswig-Holstein in dem Abwrackprogramm berücksichtigt und stillgelegt werden können. Die Höhe der Fördersumme sei von Kutter zu Kutter verschieden und bemesse sich unter anderem an der Größe und dem Alter des Bootes.

Abwrackprogramm mit drei Förderrunden

In dem Abwrackprogramm sind drei Förderrunden vorgesehen. Die erste Runde mit Abwrackhilfen von zwölf Millionen Euro ist nun geschlossen. Nachdem die Anträge geprüft und bewilligt sind, sollen die Kutter abgewrackt werden. Die Bundesanstalt rechnet damit, dass das noch in diesem Jahr passiert. Schon bald könnten also weniger Kutter in den Küstenorten von Niedersachsen und Schleswig-Holstein zu sehen sein.

Ein Krabbenkutter fährt auf der Nordsee, Möwen sind um die Netze herum in der Luft.

Der Bund will die Flotten verkleinern, weil es weniger Fischereigebiete gibt. Erklärtes Ziel sind 30 Prozent weniger Kutter.