Liebe Leserin, lieber Leser,
was wird heute wichtig? Beginnen wir mit einem Blick auf die Termine des Tages:
• Der 1. Mai ist Thema im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. Dabei wird der Abschlussbericht zur Evaluation des vor einiger Zeit geänderten Demonstrationsgesetzes vorgestellt.
• Um Berlins Energieversorgung geht es bei einer Pressekonferenz von Stromnetz Berlin: Dabei geht es um die Maßnahmen nach zwei Brandanschlägen auf das Netz im Jahr 2025 und unmittelbar zum Jahresbeginn 2026, um die Resilienz des Netzes zu erhöhen.
• Hollywood ist mal wieder zu Besuch: Sigourney Weaver und Pedro Pascal stellen ihren Film „Star Wars: The Mandalorian and Grogu“ vor. Falls Sie mitkreischen wollen: Um 18.30 Uhr auf dem Uber-Platz.
Neues aus Berlin
Manche Telefonate vergisst man nie. Es muss irgendwann in den Neunzigerjahren gewesen sein, als ich mich mit Freunden am 1. Mai zum Boule-Spielen am Charlottenburger Schloss verabredet hatte. Wir wollten den Demonstrationen aus dem Weg gehen, die damals auch durch den Prenzlauer Berg führten. Dort war unsere Studentenwohnung, und von dort rief mich unser Mitbewohner Marcus nachmittags auf dem Handy an. Es klang wie die Liveschalte zu einem Kriegskorrespondenten.
Im Hintergrund war enormer Radau zu hören. „Die fackeln hier alles ab!“, schrie Marcus in den Hörer. „Ich kann für nichts garantieren! Die kommen jetzt auch ins Treppenhaus! Die stehen gleich vor unserer Tür!“ Schon möglich, dass er damals die Sache ein wenig dramatisiert hat, um unsere dekadente Boule-Nummer zu stören. Und es ging dann auch irgendwie alles gut. Aber sicher ist, dass der 1. Mai damals eine wirklich gefährliche Veranstaltung war.

1. Mai im Görlitzer Park: Menschen feiern den Tag der Arbeit.
© FUNKE Foto Services | Reto Klar
Das scheint sich grundlegend geändert zu haben. „Wie in den vergangenen Jahren ist der 1. Mai in Berlin größtenteils friedlich verlaufen“, schreibt mein Kollege Dennis Meischen. „Bei schönstem Wetter feierten und demonstrierten 70.000 Menschen in der ganzen Stadt. Die Zeiten von Straßenkämpfen und brutalen Auseinandersetzungen zwischen Linksradikalen und Sicherheitskräften scheinen der Vergangenheit anzugehören.“
Ist der massive Polizeieinsatz also noch gerechtfertigt? Niklas Schrader, innenpolitischer Sprecher der Linken, plädiert dafür, „den Personalansatz bei der Polizei zu reduzieren und damit auch die Polizeikräfte zu entlasten“. Unterdessen sorgt auch die enorme Müllschwemme für Kritik, die am 1. Mai Berlins Parkanlagen unter sich begrub – im Mauerpark, in der Hasenheide, im Görlitzer Park und im Treptower Park.
Außerdem wichtig
Die Eishockey-Fans jubeln. Die Eisbären Berlin haben am Sonntag gegen die Adler Mannheim ihren zweiten Matchpuck verwandelt und die zwölfte Meisterschaft in der Deutschen Eishockey Liga klargemacht. Der DEL-Rekordchampion gewann das fünfte Spiel der Serie auswärts mit 4:1 (1:0, 1:0, 2:1) und machte durch die Treffer von Doppeltorschütze Ty Ronning (20./44.), Liam Kirk (22.) und Eric Mik (58.) den entscheidenden letzten Schritt zur erneuten Titelverteidigung. Marcel Stein kommentiert und analysiert die Saison.
Hertha verliert erneut. Die zehnte Saisonniederlage hat bei Zweitligist Hertha BSC die Stimmung ganz tief in den Keller sausen lassen. „Ich bin richtig angefressen“, sagte Hertha-Trainer Stefan Leitl nach der 0:1-Niederlage beim 1. FC Magdeburg. Nelis Heidemann und Paul Gorgas analysieren das Spiel.
Was die Bahn plant. Beim Projekt i2030 sollen für Pendler neue Bahnstrecken nach Berlin entstehen. Doch in ihrer Priorität für Berlin rücken Verbindungen nach hinten. So soll die Potsdamer Stammbahn „nicht weiter vorrangig umgesetzt“ werden. Jessica Hanack berichtet.
Justiz vor KI-Schwemme? Das Berliner Sozialgericht hat 2025 mit einem Plus von 15,6 Prozent einen deutlichen Anstieg der Verfahrenszahlen registriert. Hängt die Entwicklung mit den neuen Möglichkeiten durch Künstliche Intelligenz (KI) zusammen? Dennis Meischen hat nachgefragt.
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Schnelle Glasfaser. Die Deutsche Telekom hat in Berlin beim Glasfaserausbau den Meilenstein von einer Million angeschlossenen Haushalten deutlich früher als geplant erreicht. In Berlin gibt es rund 2,2 Millionen Haushalte. Helge Denker kennt die Details.

Tolle Kostüme: „Il Gattopardo“ beim Theatertreffen.
© Krafft Angerer | Krafft Angerer
Theatertreffen eröffnet. Geschichten über das Leben in Zeiten des Umbruchs: Mit den Inszenierungen „Il Gattopardo“ aus Zürich und „Mephisto“ aus München ist das Bühnenfestival in seine 63. Ausgabe gestartet. Elena Philipp über die Kunst in den Zeiten der Krise.
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