Starmers Annäherung an die EU erfolgt vor dem Hintergrund des wachsenden Drucks
der US-Regierung unter Präsident Donald Trump auf Europa, mehr Verantwortung für die eigene Verteidigung zu übernehmen. Zuletzt waren Länder wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien von Trump kritisiert worden, weil sie sich weigerten, sich an dem von den USA und Israel begonnenen Krieg gegen den Iran zu beteiligen.
„Wenn Großbritannien und die Europäische Union zusammenarbeiten, profitieren wir alle davon“, erklärte Starmer. In diesen volatilen Zeiten müsse man bei der Verteidigung schneller und weiter gehen, um die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten. Starmer hatte sich in der Vergangenheit für eine stärkere europäische Verteidigungsintegration ausgesprochen, um die Abhängigkeit der Nato von den USA zu verringern. Sechs Jahre nach dem Brexit deutete er zudem eine engere wirtschaftliche Anbindung an den EU-Binnenmarkt an.
Russische Truppen rücken auf die Festungsstadt Kostjantyniwka vor. Fällt sie, könnte das ein entscheidender Wendepunkt im Ukraine-Krieg sein. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.
Die schwedische Küstenwache hat in der Ostsee einen Tanker beschlagnahmt, der mutmaßlich zur russischen Schattenflotte gehört. Das unter syrischer Flagge fahrende Schiff „Jin Hui“ sei in schwedischen Hoheitsgewässern südlich von Trelleborg geentert worden, teilte die Behörde am Sonntag mit. Polizei und Küstenwache hätten Vorermittlungen wegen mangelnder Seetüchtigkeit eingeleitet. Der schwedische Zivilschutzminister Carl-Oskar Bohlin erklärte auf der Kurznachrichtenplattform X, das Schiff gehöre mutmaßlich zur russischen Schattenflotte.
Die Küstenwache erklärte weiter, es gebe eine Reihe von Unregelmäßigkeiten beim Flaggenstatus. Daher werde vermutet, dass der Tanker unter falscher Flagge fahre
und gegen internationale Bestimmungen verstoße. Der Tanker stehe auf mehreren Sanktionslisten, darunter denen der Europäischen Union und Großbritanniens. Das Schiff hatte den Angaben zufolge vermutlich keine Ladung an Bord, das Ziel der Reise war unklar.