In der Gemeinde Hoisdorf (Kreis Stormarn) nordöstlich von Hamburg hat ein größerer Polizeieinsatz am Montagmorgen für erhebliche Unruhe gesorgt. Hintergrund waren mehrere gefährliche Vorfälle an einer Wohnadresse im Ort, bei denen nun auch der Kampfmittelräumdienst eingeschaltet wurde.
Nach Angaben der Einsatzkräfte war gegen 9 Uhr zunächst ein Hinweis auf einen möglichen Kampfmittelfund eingegangen. Vor einem Einfamilienhaus am Oetjendorfer Kirchenweg entdeckten die Beamten einen Briefumschlag, der Munition für eine Schusswaffe enthalten haben soll. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst rückten daraufhin zu einem größeren Einsatz aus und sperrten den Bereich weiträumig ab.
Brisanter Fund im Garten und Auto in Flammen
Wie das „Abendblatt“ berichtet, ist es nicht der erste Vorfall an dieser Adresse. Bereits in der Nacht zuvor war es zu einem Brand gekommen: Ein am Straßenrand abgestellter Nissan Juke, der der dort wohnenden Familie gehört, brannte vollständig aus und wurde erheblich beschädigt. Die Polizei ermittelt in dem Fall.
Auch in der Woche davor war das Grundstück bereits Ziel eines Einsatzes gewesen. Damals wurde laut Kampfmittelräumdienst Schleswig-Holstein ein Kanister mit Benzin sowie mehrere Böller auf dem Gelände abgelegt. Die Gegenstände konnten laut Behördenangaben gefahrlos entfernt und entschärft werden. Hinweise auf die Hintergründe der Vorfälle gibt es bislang nicht.
Am Montagmorgen wurden Teile des Ortskerns von Hoisdorf erneut abgesperrt. Der Einsatzort liegt nur wenige hundert Meter von der Autobahn 1 entfernt. Die Ermittlungen dauern an.
Verletzt wurde bei keinem der Vorfälle jemand. Eine Polizeisprecherin bestätigte auf MOPO-Nachfrage, dass es in der Vergangenheit an der Anschrift bereits mehrere Polizeieinsätze gegeben habe. Ob die Vorfälle in einem Zusammenhang stehen, ist derzeit Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
