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Steigende Kosten und unterschiedliche Erfolgsquoten prägen die Führerscheinprüfung in Deutschland. © Lars Penning/dpa
Der Führerschein ist ein Symbol der Unabhängigkeit, doch die Prüfung wird immer teurer. Wie schneiden Niedersachsen, Bremen und Hamburg ab?
Ein Führerschein ist für viele junge Menschen ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Unabhängigkeit. Doch der Weg dorthin wird zunehmend teurer und anspruchsvoller. Die Kosten für Fahrstunden und Prüfungen sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen, auch variieren in Deutschland die Erfolgsquoten bei Führerscheinprüfungen stark je nach Bundesland.
Besonders in Niedersachsen, Bremen und Hamburg gibt es interessante Entwicklungen zu beobachten, wie eine Umfrage des Autoverkauf-Portals carwow.de zeigt.
In diesen Bundesländern fallen die meisten Fahrschüler durch: Hohe Erfolgsquote in Niedersachsen
Während die durchschnittliche Bestehensquote in der Theorie bundesweit bei 58,55 Prozent liegt, schneiden die Fahrschüler:innen in der Praxis mit 67,45 Prozent etwas besser ab. Niedersachsen gehört zu den Bundesländern mit den besten Erfolgsquoten bei Führerscheinprüfungen.
Mit einer kombinierten Quote von 65,76 Prozent belegt es den vierten Platz im Bundesvergleich. Die theoretische Prüfung wird hier von 62,5 Prozent der Prüflinge bestanden, während die Praxisquote bei 68,02 Prozent liegt. Die Fahrschüler in Niedersachsen schneiden damit sowohl in der Theorie als auch in der Praxis überdurchschnittlich ab.
Schwierige Verkehrsführung in Hamburg: Besser ist es in Bremen
Anders stellt sich die Situation in Hamburg dar: Mit ihrem komplexen Stadtverkehr ist die Hansestadt eine besondere Herausforderung für Fahrschüler. Die Praxisprüfung wird hier nur von 56,12 Prozent bestanden. Dennoch zeigt Hamburg mit einer Theorie-Erfolgsquote von 66,26 Prozent, dass die Prüflinge gut auf die schriftliche Prüfung vorbereitet sind.
In Bremen hat sich die Erfolgsquote in der Theorieprüfung über die letzten Jahre kontinuierlich verbessert. Aktuell bestehen 58,5 Prozent der Fahrschüler die theoretische Prüfung. Besonders bemerkenswert ist jedoch die Steigerung der Praxisquote, die aktuell bei 66,62 Prozent. Über das vergangene Jahrzehnt hinweg ist diese um beeindruckende 3,63 Prozent gestiegen. Carwow.de führt das auf eine erfolgreiche Anpassung der Ausbildungsmethoden zurück.
Verkehrsschilder verstehen
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In Berlin haben es Fahrschüler am schwierigsten, in Schleswig-Holstein am einfachsten
Am schwierigsten haben es die Fahrschüler offenbar übrigens in Berlin, das mit einer kombinierten Erfolgsquote von nur 56,9 Prozent das Schlusslicht bildet. Auch in Sachsen-Anhalt und Brandenburg sind die Quoten mit 59,30 Prozent beziehungsweise 59,96 Prozent eher niedrig.
Schleswig-Holstein führt die Liste der Bundesländer an, wo die Fahrprüfung vermeintlich am einfachsten ist, mit einer Gesamt-Bestehquote von 69,93 Prozent. Auch Hessen und Bayern schneiden gut ab, wobei Bayern besonders in der Praxis glänzt.
Methodik der Umfrage
Carwow.de hat nach eigenen Angaben Daten zu bestandenen und nicht bestandenen Prüfungen (Theorie und Praxis) für alle verfügbaren Regionen erhoben, darunter die Gesamtzahl der Prüfungen, Erst- und Wiederholungsprüfungen sowie Durchfallquoten.
Auf dieser Basis seien die Erfolgsquoten, die Quoten bei Wiederholungen sowie die Veränderungen zum Vorjahr und zum 10-Jahres-Vergleich berechnet worden.
Die Umfrage wurde laut Eigenangabe auf der Carwow-Website durchgeführt und hatte insgesamt 4529 Teilnehmende.
In Deutschland ist insgesamt ein Rückgang der Bestehensquoten über die letzten zehn Jahre zu beobachten. Das bestätigt unter anderem auch der Tüv Nord, wonach mehr als ein Drittel der Fahrschüler durch die Prüfung rasselt.
Dennoch gibt es einen leichten Aufwärtstrend in der Theorieprüfung im Vergleich zum Vorjahr, so Carwow.de Nach wie vor seien gute Planung und regelmäßiges Lernen für die Fahrprüfung entscheidend. Ein strukturierter Lernplan und das Kennenlernen der lokalen Verkehrsbedingungen können den Unterschied machen, heißt es in der Umfrage.
Zudem sei es wichtig, sich Pausen zu gönnen, um den Kopf frei zu bekommen und Stress zu reduzieren.