Das Naturschutzgebiet „Am Ginsterpfad“ in Köln bietet Tieren und Pflanzen einen versteckten Rückzugsort. Doch immer wieder wird genau der gestört. Obwohl der Schutzraum um die Seen eingezäunt ist, verschaffen sich Unbekannte Zutritt. Die Zäune werden aufgebrochen.

Hier wurde der Zaun aufgebrochen.
„Wenn es warm wird kommen die wirklich zu Heerscharen“, berichtet eine Anwohnerin, „der Müll liegt dann unten rum, das ärgert mich maßlos.“ Die Verbotsschilder der Stadt Köln schrecken nicht ab. „Wenige reichen, um so ein Gebiet kaputt zu machen“, sagt Sönke Geske vom NABU, der das Naturschutzgebiet pflegt. Für die seltenen Vogelarten, die hier brüten und rasten sollen, sei das katastrophal.
Immer wieder Müll in Naturschutzgebieten
Die Situation am Kölner Naturschutzgebiet „Am Ginsterpfad“ ist speziell, aber keine Ausnahme. Zur illegale Vermüllung von Naturschutzgebieten etwa kommt es in NRW immer wieder. In Bielefeld luden Unbekannte im Februar tonnenweise Müll im Naturschutzgebiet Markengrund ab. In einem besonders schweren Fall wurde eine Lkw-Ladung Asphalt in Dorsten in einem Wald entsorgt.

Ein Müllberg bei Bielefeld im Februar.
Der Landesbetrieb Wald und Holz NRW geht zwar nicht von gezielter Verschmutzung der Naturschutzgebiete aus, Tiere und Pflanzen kommen durch achtlos abgeladenen wilden Müll aber trotzdem zu Schaden.
„Aktiv gegen Vermüllung NRW“
Mit einer Kampagne will das NRW Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr seit November gegen wilden Müll vorgehen. Auf der Online Plattform sammelt das Ministerium Anregungen, Hilfen, Best-Practice-Beispiele und Mitmach-Angebote. Nicht nur, aber auch in Naturschutzgebieten.
Wenn ihr wilden Müll im Naturschutzgebiet findet, könnt ihr euch vor allem an das Ordnungsamt in eurem Kreis oder eurer Stadt wenden. In Waldgebieten sind die Forstämter von Wald und Holz NRW Ansprechpartner. Das richtige Forstamt in eurem Ort findet ihr hier.
Unsere Quellen:
- NRW Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr
- Wald und Holz NRW
- BUND
- Anwohner am Ginsterpfad