
Stand: 05.05.2026 14:02 Uhr
Die CDU in der Region Hannover fordert eine bessere Kontrolle bei der Vergabe von Fördermitteln. Hintergrund ist die Insolvenz eines Integrationsvereins aus Hannover.
Der Verein „Integrationsarbeit Kronsberg“ hatte in den vergangenen Jahren weit über 1,2 Millionen Euro Fördergelder aus mehreren Quellen bekommen. Rund 9.000 Euro davon hatte die Region Hannover bewilligt. Was mit den Geldern passierte, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Die CDU fordert von der Verwaltung nun unter anderem wirksamere Prüfungen von Projekten. Außerdem soll es etwa einen systematischen Austausch mit anderen Gebern von Fördermitteln geben, um Doppel-Förderungen zu vermeiden. Im Fall des insolventen Integrationsvereins hatte der Verein einen Verwendungsnachweis für sein gefördertes Projekt vorgelegt, so die Region Hannover.
Staatsanwaltschaft ermittelt
Nach der Insolvenz ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die ehemalige Vereins-Vorsitzende und SPD-Ratsfrau Hülya Iri sowie ihre Tochter. Es geht laut einem Sprecher um Vorwürfe der Untreue und des Subventionsbetrugs. Den Angaben zufolge sollen Vereinsgelder für den Kauf von Immobilien zweckentfremdet worden sein. Dahinter steckt der Vorwurf der Untreue. Bei dem Verdacht des Subventionsbetrugs sollen insgesamt 740.000 Euro Fördergelder nicht rechtmäßig verwendet worden sein, so der Sprecher. Iris Anwalt machte auf Anfrage des NDR Niedersachsen zuletzt darauf aufmerksam, dass für seine Mandantin weiterhin die Unschuldsvermutung gelte. „Vorschnelle Bewertungen würden der Komplexität des Sachverhalts nicht gerecht“, hieß es. Zugleich bat er um Verständnis dafür, dass sich seine Mandantin derzeit nicht persönlich zu Einzelheiten äußere.

Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen Hülya Iri und deren Tochter. Hat die Ex-SPD-Ratsfrau Geld veruntreut?
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