{"id":1000368,"date":"2026-05-07T05:04:23","date_gmt":"2026-05-07T05:04:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1000368\/"},"modified":"2026-05-07T05:04:23","modified_gmt":"2026-05-07T05:04:23","slug":"netzausbau-digitalisierung-koennte-milliarden-einsparen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1000368\/","title":{"rendered":"Netzausbau: Digitalisierung k\u00f6nnte Milliarden einsparen"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/suedlink-146.webp\" alt=\"Die S\u00fcdlink Baustelle.\" title=\"Die Tunnelbaustelle bei Wewelsfleth - ab 2028 soll hier nur noch ein einst\u00f6ckiges Betriebsgeb\u00e4ude stehen.  | NDR, Sven Jachmann\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>AUDIO: Nachrichten 06:30 Uhr &#8211; 07.05.2026 (1 Min)<\/p>\n<p>\n                Stand: 07.05.2026 06:47 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">S\u00fcdlink &#8211; das ist das Kabel, \u00fcber das Windstrom nach Bayern transportiert werden soll. Aktuell arbeiten Ingenieure an einem Elbtunnel bei Wewelsfleth. Hier soll das Kabel unter die Elbe nach Niedersachsen verlegt werden. <\/p>\n<p class=\"textauthor\">von Sven Jachmann<\/p>\n<p class=\"\">Mit einem Fahrstuhl geht es bis 25 Meter unter die Elbe zum Tunneleingang in der N\u00e4he von Wewelsfleth. Dort sollen 2027 die S\u00fcdlink-Kabel aus Brunsb\u00fcttel (<a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/schleswig-holstein\/Dithmarschen-Aktuelle-Nachrichten-und-Videos,dithmarschen254.html\" title=\"Dithmarschen - Aktuelle Nachrichten und Videos\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kreis Dithmarschen<\/a>) und Wilster (<a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/schleswig-holstein\/Steinburg-Aktuelle-Nachrichten-und-Videos,steinburg118.html\" title=\"Steinburg - Aktuelle Nachrichten und Videos\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kreis Steinburg<\/a>) ankommen. Arbeiter werden sie dann durch den Tunnel unter die Elbe verlegen. Eine Versorgungsbahn f\u00e4hrt von hier aus auf Schienen in den Tunnel, um Material zum Spezialbohrer zu bringen. Der Bohrer Elsa schafft nach Angaben des Tunnel-Projektleiters pro Tag um die zehn Meter. Im Juli soll der Tunnel das andere Elbufer bei Wischhafen erreichen.<\/p>\n<p>    S\u00fcdlink: Projekt kostet 10 Milliarden Euro<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/suedlink-150.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/suedlink-150.webp\" alt=\"Die S\u00fcdlink Baustelle.\" title=\"Arbeiter beim Beladen von Stahlbetonteilen auf die Transportbahn des S\u00fcdlink-Tunnels.  | NDR, Sven Jachmann\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Arbeiter beim Beladen von Stahlbetonteilen auf die Transportbahn des S\u00fcdlink-Tunnels. <\/p>\n<p class=\"\">\u00dcber S\u00fcdlink soll Windstrom nach S\u00fcddeutschland geleitet werden. Das S\u00fcdlink-Kabel ist 700 Kilometer lang, nach Tennet-Angaben sind erst knapp 40 Kilometer verlegt. Aber 2028 soll durch diese Leitung Windstrom nach S\u00fcddeutschland flie\u00dfen. F\u00fcr Tennet-Chef Tim Meyerj\u00fcrgens ein unverzichtbares Projekt der Energiewende: &#8222;S\u00fcdlink ist ein ganz zentrales Projekt. Eins der ganz gro\u00dfen Nord-S\u00fcd Projekte, die wir haben. Mit vier Gigawatt Leistung, das entspricht vier Gro\u00dfkraftwerken. Und damit eine wichtige Verbindung, um gr\u00fcne Energie von Nord nach S\u00fcd zu transportieren.\u201c<\/p>\n<p class=\"\">Allein dieses Projekt kostet rund 10 Milliarden Euro. Weitere Gro\u00dfprojekte dieser Art sind in Planung. Nicht nur von Tennet, sondern auch von anderen \u00dcbertragungsnetzbetreibern wie Amprion oder 50 Hertz.<\/p>\n<p>    Digitalisierung soll regionale Netze effektiver machen<\/p>\n<p class=\"\">Energie-Expertinnen wie Claudia Kemfert sehen den Ausbau kritisch und halten ihn auch f\u00fcr \u00fcberdimensioniert. Sie leitet die Abteilung &#8222;Energie, Verkehr, Umwelt&#8220; am Deutschen Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Die Energiewende gelinge nicht nur \u00fcber die gro\u00dfen Stromtrassen, die Expertin r\u00fcckt die regionalen Netze in den Fokus.<\/p>\n<blockquote><p>\n        Wenn wir in Echtzeit sehen, wann ist der Strom g\u00fcnstig, wann ist er teuer, dann kann die Nachfrage darauf reagieren und die Nutzung der regionalen Netze wird effektiver.<\/p>\n<p>                Claudia Kemfert<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"\">So lie\u00dfen sich Belastungen im Netz verschieben, erg\u00e4nzt Energieexperte Oliver Wagner, Co-Leiter des Forschungsbereichs Energiepolitik am Wuppertal Institut f\u00fcr Klima, Umwelt, Energie. Daf\u00fcr aber m\u00fcsse der Verbrauch mit dem Stromangebot besser synchronisiert werden. Gerade dann, wenn viel gr\u00fcner Strom da ist, m\u00fcsse die Nachfrage entsprechend angereizt werden. &#8222;Voraussetzung daf\u00fcr sind aber intelligente Stromz\u00e4hler. Da hinkt Deutschland anderen Nationen hinterher.&#8220;<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/suedlink334.webp\" alt=\"Arbeiter ziehen auf einer Baustelle der SuedLink-Trasse ein Kabel in einen Graben ein.\" title=\"Arbeiter ziehen auf einer Baustelle der SuedLink-Trasse ein Kabel in einen Graben ein. | picture alliance\/dpa, Focke Strangmann\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>In vielen Kommunen Niedersachsens wird gebaut. Die Leitung durch sechs Bundesl\u00e4nder soll den S\u00fcden mit Windstrom versorgen.<\/p>\n<p>    Gutachten: Digitalisierung der Netze spart Milliarden<\/p>\n<p class=\"\">Die Digitalisierung der regionalen Netze h\u00e4tte eigentlich an erster Stelle stehen m\u00fcssen, argumentiert Kemfert. Sie sei wichtig, um den Strombedarf vor Ort effektiv zu lenken und zu speichern. Dann sei erkennbar, wie viel Strom \u00fcbrig bleibe und abtransportiert werden m\u00fcsse. Erst dann k\u00f6nne man den \u00fcberregionalen Netzausbau planen.&#8220; So lie\u00dfen sich die Energiesystemkosten massiv senken&#8220;, so Kemfert.<\/p>\n<p class=\"\">Kemfert bezieht sich unter anderem auf ein Gutachten des Hamburger Energieexperten Tim Meyer. Der kam zu dem Ergebnis: Dank Digitalisierung und Flexibilisierung lie\u00dfen sich beim Ausbau der Netze bis 2045 j\u00e4hrlich rund sieben Milliarden Euro einsparen.<\/p>\n<p>    Kemfert: Batteriespeicher m\u00fcssen ans Netz<\/p>\n<p class=\"\">Batteriespeicher w\u00fcrden au\u00dferdem eine wichtige Rolle im Stromnetz \u00fcbernehmen, sagt Kemfert. Die w\u00fcrden ausreichen, um Phasen mit wenig Sonne und Wind zu \u00fcberbr\u00fccken. &#8222;Die Speicher m\u00fcssen endlich ans Netz gelassen werden&#8220;, fordert sie. Daf\u00fcr gebe es gen\u00fcgend private Investoren, die offenbar gesucht werden, um die Kosten der Energiewende zu stemmen. &#8222;Stattdessen werden aber offenbar Gaskraftwerke favorisiert. Fossile Energietr\u00e4ger sind allerdings eine schlechte Wahl, wenn das Ziel Klimaneutralit\u00e4t ist.&#8220;<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/energie-160.webp\" alt=\"Wei\u00dfe Container des Batteriespeichers in Schuby und ein gro\u00dfer Transformator.\" title=\"Wei\u00dfe Container des Batteriespeichers in Schuby und ein gro\u00dfer Transformator. | Peer-Axel Kroeske\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Die Kapazit\u00e4t des Gro\u00dfprojekts k\u00f6nnte sich noch einmal verdreifachen. Am Standort bei Schleswig sind auch Rechenzentren im Gespr\u00e4ch.<\/p>\n<p>    Digitalisierung allein reicht nicht<\/p>\n<p class=\"\">Auch Tennet-Chef Tim Meyerj\u00fcrgens h\u00e4lt die Digitalisierung der regionalen Netze f\u00fcr einen wichtigen Faktor. &#8222;Aber wir haben starke Verbrauchszentren im S\u00fcden. Wir haben sehr viel Windenergie im Norden und viel Sonnenenergie im S\u00fcden. All das m\u00fcssen wir ausgleichen und daf\u00fcr brauchen wir die gro\u00dfen Stromtrassen. Das kann ich nicht mit Digitalisierung l\u00f6sen.&#8220;<\/p>\n<p>    Oberirdische Leitungen sind g\u00fcnstiger<\/p>\n<p class=\"\">Dennoch denkt auch Tim Meyerj\u00fcrgens \u00fcber Einsparpotentiale beim Netzausbau nach. So w\u00e4ren oberirdisch verlegte Leitungen g\u00fcnstiger zu bauen. Erst Ende April hatte das Bundeskabinett einen ersten Entwurf vorgelegt, der genau das auch vorsieht. &#8222;Das macht einen Kostenunterschied von Faktor drei bis vier aus. Das hei\u00dft: Anstelle von 10 Milliarden kann man so ein Projekt auch f\u00fcr drei Milliarden Euro bauen&#8220;, meint Meyerj\u00fcrgens.<\/p>\n<p class=\"\">Insgesamt sind laut Tennet bei kommenden Projekten 20 Milliarden Euro m\u00f6glich, die dann weniger investiert werden m\u00fcssten. F\u00fcr S\u00fcdlink kommen derartige kosteng\u00fcnstige L\u00f6sungen allerdings zu sp\u00e4t.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/bohrertaufe102.webp\" alt=\"Ein Tunnel mit Rohren, Bauarbeitern und einem Bagger.\" title=\"Baustelle in Wewelsfleth: Hier wird ein neuer Elbtunnel mit vier Metern Durchmesser f\u00fcr die Stromleitung &quot;Suedlink&quot; gebohrt. Der Bohrer wurde am 4. Dezember 2024 auf den Namen Elsa getauft. | NDR, Tobias Gellert\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>F\u00fcr die Stromkabel der Stromtrasse entsteht ein neuer Elbtunnel. Am Mittwoch wurde der 200 Meter lange Bohrer getauft.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/bohrertaufe102.webp\" alt=\"Ein Tunnel mit Rohren, Bauarbeitern und einem Bagger.\" title=\"Baustelle in Wewelsfleth: Hier wird ein neuer Elbtunnel mit vier Metern Durchmesser f\u00fcr die Stromtrasse S\u00fcdlink gebohrt. Der Bohrer wurde am 4. Dezember 2024 auf den Namen &quot;Elsa&quot; getauft. | NDR, Tobias Gellert\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Im Jahr 2028 soll Windstrom aus Schleswig-Holstein nach S\u00fcddeutschland flie\u00dfen. Experten fordern zudem eine Digitalisierung regionaler Netze.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/suedlink-140.webp\" alt=\"Rote Kabel auf einer gr\u00fcnen Wiese, daneben ein Bagger.\" title=\"Diese Kabel sollen unter die Erde gebracht werden. | NDR\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Die 700 Kilometer lange Trasse soll gr\u00fcnen Strom aus Schleswig-Holstein in den S\u00fcden transportieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"AUDIO: Nachrichten 06:30 Uhr &#8211; 07.05.2026 (1 Min) Stand: 07.05.2026 06:47 Uhr S\u00fcdlink &#8211; das ist das Kabel,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1000369,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[29,1520,30,13,14,15,12,2185,13875,85746,10,8,9,11,4733],"class_list":{"0":"post-1000368","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-deutschland","9":"tag-energiewende","10":"tag-germany","11":"tag-headlines","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-strom","16":"tag-stromkabel","17":"tag-suedlink","18":"tag-top-news","19":"tag-top-meldungen","20":"tag-topmeldungen","21":"tag-topnews","22":"tag-tunnel"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116531552843894109","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1000368","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1000368"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1000368\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1000369"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1000368"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1000368"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1000368"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}