{"id":1000605,"date":"2026-05-07T07:27:12","date_gmt":"2026-05-07T07:27:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1000605\/"},"modified":"2026-05-07T07:27:12","modified_gmt":"2026-05-07T07:27:12","slug":"neue-schutzmassnahmen-in-baden-wuerttemberg-stoerche-weg-von-strommasten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1000605\/","title":{"rendered":"Neue Schutzma\u00dfnahmen in Baden W\u00fcrttemberg: St\u00f6rche weg von Strommasten"},"content":{"rendered":"<p><b>Stuttgart.<\/b> Strommasten sind f\u00fcr St\u00f6rche ein beliebter Nistplatz. F\u00fcr Tiere und Stromversorgung kann das jedoch gef\u00e4hrlich werden. Netzbetreiber in Baden W\u00fcrttemberg versuchen deshalb, die V\u00f6gel gezielt von Freileitungen fernzuhalten und auf sichere Nistpl\u00e4tze in der Umgebung zu lenken.<\/p>\n<p>Nach Angaben des Netzbetreibers Netze BW kommen daf\u00fcr mehrere technische Ma\u00dfnahmen zum Einsatz. Ziel ist es, den Bau von Nestern auf den Masten unattraktiv zu machen, ohne die Tiere zu gef\u00e4hrden.<\/p>\n<ul>\n<li>Rotoren aus Edelstahl sollen St\u00f6rche vom Landen abhalten.<\/li>\n<li>Abdeckbleche verhindern, dass sich \u00c4ste und anderes Nistmaterial ansammeln.<\/li>\n<li>Kabelisolierungen reduzieren das Risiko von Stromschl\u00e4gen.<\/li>\n<li>Aufsitzstangen und Schutzhauben bieten sichere Alternativen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Ma\u00dfnahmen werden mit regionalen Storchenbeauftragten abgestimmt. Hintergrund ist ein praktisches Problem. Ein Storchenhorst kann mehrere Hundert Kilogramm wiegen. Dadurch kann die Stabilit\u00e4t eines Strommastes beeintr\u00e4chtigt werden. Au\u00dferdem besteht die Gefahr von Kurzschl\u00fcssen oder Verst\u00f6\u00dfen gegen Sicherheitsvorschriften.<\/p>\n<p>Schwere Nester k\u00f6nnen Infrastruktur belasten<\/p>\n<p>Nach Angaben des Naturschutzbundes Nabu k\u00f6nnen Storchenhorste enorme Ausma\u00dfe erreichen. Die Tiere nutzen ihre Nester \u00fcber viele Jahre und bauen sie jedes Fr\u00fchjahr weiter aus. Dabei sammeln sie alles, was sie finden.<\/p>\n<p>Neben \u00c4sten landen immer h\u00e4ufiger auch Gegenst\u00e4nde aus der Zivilisation im Nest. Dazu z\u00e4hlen Kunststoffschn\u00fcre, Folien oder Gummiteile.<\/p>\n<p>M\u00fcll kann f\u00fcr Jungst\u00f6rche gef\u00e4hrlich werden<\/p>\n<p>Wie gro\u00df das Problem sein kann, zeigte eine Horstreinigung im Rheinhafen Karlsruhe. Dort wurden nach Nabu Angaben rund vier Kilogramm M\u00fcll aus einem Nest entfernt. Darunter befanden sich ein Turnschuh, Gummihandschuhe, Kunststoffschn\u00fcre, Folien und sogar ein Stahlband.<\/p>\n<p>Solche Materialien k\u00f6nnen f\u00fcr Jungst\u00f6rche gef\u00e4hrlich werden. Sie k\u00f6nnen sich darin verfangen und verletzen.<\/p>\n<p>Immer mehr St\u00f6rche im S\u00fcdwesten<\/p>\n<p>Die Best\u00e4nde der Wei\u00dfst\u00f6rche haben sich in Baden W\u00fcrttemberg in den vergangenen Jahrzehnten deutlich erholt. Zwischen Rhein, Main und Bodensee zogen zuletzt rund 2600 Storchenpaare etwa 4100 Jungv\u00f6gel gro\u00df.<\/p>\n<p>Zum Vergleich. Mitte der 1970er Jahre lebten im ganzen Bundesland nur etwa 15 Brutpaare.<\/p>\n<p>Ein Teil der Tiere kehrt bereits im Sp\u00e4twinter aus Spanien oder S\u00fcdfrankreich zur\u00fcck. Einige Hundert sogenannte Winterst\u00f6rche bleiben inzwischen sogar ganzj\u00e4hrig in Deutschland. Mildere Winter und ausreichend Nahrung machen das m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Viele Freileitungen im Land<\/p>\n<p>Auch deshalb arbeiten Energieunternehmen gemeinsam mit Beh\u00f6rden und Naturschutzverb\u00e4nden am Vogelschutz. Leitungen werden nach und nach umger\u00fcstet und kontrolliert.<\/p>\n<p>In Baden W\u00fcrttemberg gibt es mehr als 60000 Kilometer Mittelspannungsleitungen. Rund 14000 Kilometer davon verlaufen noch als Freileitungen. Viele gro\u00dfe V\u00f6gel wie St\u00f6rche, Greifv\u00f6gel oder Eulen nutzen diese Masten als Sitz oder Nistplatz. Genau dort sollen Schutzma\u00dfnahmen k\u00fcnftig Risiken f\u00fcr Tiere und Stromnetz verringern. <b>dpa\/red<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stuttgart. Strommasten sind f\u00fcr St\u00f6rche ein beliebter Nistplatz. F\u00fcr Tiere und Stromversorgung kann das jedoch gef\u00e4hrlich werden. 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