{"id":1000740,"date":"2026-05-07T08:43:35","date_gmt":"2026-05-07T08:43:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1000740\/"},"modified":"2026-05-07T08:43:35","modified_gmt":"2026-05-07T08:43:35","slug":"frankfurts-riera-am-abgrund-dortmund-als-endspiel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1000740\/","title":{"rendered":"Frankfurts Riera am Abgrund: Dortmund als Endspiel"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die Fans von Eintracht Frankfurt und einige TV-Experten hat Albert Riera schon gegen sich. Und selbst die Club-Bosse scheinen vor dem Schicksalsspiel gegen Borussia Dortmund nicht mehr an eine Wende mit dem exzentrischen Spanier zu glauben. Schon am Freitagabend (20.30 Uhr\/Sky) im Duell mit dem BVB k\u00f6nnte der vorerst letzte Vorhang f\u00fcr Riera auf der gro\u00dfen Bundesliga-B\u00fchne fallen.<\/p>\n<p>Das Image leidet unter Riera<\/p>\n<p>Eine Trennung nach dem 33. Spieltag? Was absurd klingt, ist bei einer Niederlage in Dortmund durchaus m\u00f6glich. Zuletzt hatten die Vereinsverantwortlichen nach dem 1:2 gegen den Hamburger SV ein klares Bekenntnis vermieden. Eine Trennung wenige Tage vor dem Saisonfinale w\u00fcrde zur unr\u00fchmlichen Lage der Eintracht passen &#8211; zum Auftreten von Coach Riera, zur Rolle von Sportvorstand Markus Kr\u00f6sche und zu den entt\u00e4uschenden Leistungen dieser hochtalentierten Mannschaft.<\/p>\n<p>Das Image der Eintracht, die vor nicht allzu langer Zeit noch ganz Fu\u00dfball-Deutschland mit ihren magischen Europapokal-N\u00e4chten begeisterte, ist angekratzt. \u00abWir alle haben uns in den vergangenen Jahren in den Fu\u00dfball verliebt, den Eintracht Frankfurt gezeigt hat, in der Bundesliga und in Europa\u00bb, schrieb der deutsche Rekordnationalspieler Lothar Matth\u00e4us in seiner Kolumne f\u00fcr den TV-Sender Sky.<\/p>\n<p>Eintracht droht, den Europapokal zu verpassen<\/p>\n<p>Unter Riera aber spielen die Hessen biederen Fu\u00dfball, bieten wenig Offensivspektakel. Der Erfolg l\u00e4sst zudem zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Die Eintracht ist Tabellenachter und hat einen Punkt R\u00fcckstand auf den SC Freiburg auf Rang sieben. Dieser berechtigt immerhin sicher zur Teilnahme an der Conference League.<\/p>\n<p>Das ist auch das Minimalziel der Eintracht. Sollten die Frankfurter die Conference League nicht erreichen, w\u00fcrden sie erstmals seit 2020\/2021 nicht in einem europ\u00e4ischen Wettbewerb vertreten sein. Es w\u00e4re ein herber R\u00fcckschlag f\u00fcr die ambitionierten Hessen, die sich in den vergangenen Jahren zu einem konstanten Europapokal-Teilnehmer entwickelten. In dieser Saison sind die Frankfurter langweiliges Mittelma\u00df. \u00abDie Saison ist nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben\u00bb, stellte Kr\u00f6sche klar.<\/p>\n<p>Die Saison im Vergleich: Toppm\u00f6ller besser als Riera<\/p>\n<p>\u00abIch glaube, dass der Trainerwechsel von Dino Toppm\u00f6ller zu Albert Riera nichts gebracht hat\u00bb, \u00e4u\u00dferte Matth\u00e4us. Die Zahlen untermauern das. In den bislang zw\u00f6lf Partien unter Riera gab es vier Siege, vier Remis und vier Niederlagen. Das entspricht im Durchschnitt 1,33 Punkten pro Begegnung. Zum Vergleich: Vorg\u00e4nger Dino Toppm\u00f6ller holte in dieser Saison durchschnittlich 1,5 Z\u00e4hler pro Bundesliga-Spiel. Doch die Verpflichtung Rieras erweist sich nicht nur sportlich als Flop, sondern in allen Belangen als Missverst\u00e4ndnis.<\/p>\n<p>Der 44-J\u00e4hrige kam erst Anfang Februar vom slowenischen Club NK Celje als Wunschtrainer von Kr\u00f6sche an den Main. Doch das Verh\u00e4ltnis von Riera zu gestandenen Profis wie Jonathan Burkardt oder Bankdr\u00fccker Mario G\u00f6tze gilt als angespannt. Auf Pressekonferenzen wettert er zudem gegen Journalisten. \u00abWenn du dich mit den lokalen Journalisten anlegst, gibt es nur einen Sieger &#8211; und das wird nicht er sein\u00bb, sagte TV-Experte Dietmar Hamann.<\/p>\n<p>Trennung wohl nur eine Frage der Zeit<\/p>\n<p>Medienberichten zufolge jedenfalls ist eine Trennung von Riera im Sommer &#8211; unabh\u00e4ngig vom Ausgang der Partien beim BVB und am letzten Spieltag gegen den VfB Stuttgart &#8211; inzwischen unausweichlich. Die Fans haben eine klare Meinung: Als der Stadionsprecher am vergangenen Wochenende vor dem Duell mit dem HSV Rieras Namen verlas, ert\u00f6nten Pfiffe &#8211; die Unzufriedenheit war h\u00f6rbar. Nach dem Spiel gab es ein gellendes Pfeifkonzert.<\/p>\n<p>Die Spekulationen um m\u00f6gliche Nachfolger von Riera haben l\u00e4ngst begonnen. Ein klarer Favorit kristallisiert sich bislang noch nicht heraus. Ein Experiment wie bei Riera wird Sportvorstand Markus Kr\u00f6sche aber wohl nicht noch einmal wagen.<\/p>\n<p>Schon in Bordeaux umstritten<\/p>\n<p>Der 45-J\u00e4hrige, der in den vergangenen Jahren h\u00e4ufig sehr gute Transfer-Entscheidungen traf und zum deutschen Top-Manager avancierte, kann sich wohl keinen zweiten Fehlgriff erlauben.<\/p>\n<p>Kr\u00f6sche, der noch Vertrag bis 2028 hat, d\u00fcrfte das Risiko mit Riera sogar bekannt gewesen sein. Schon in der Amtszeit bei Girondins Bordeaux war er als Coach in der \u00d6ffentlichkeit umstritten. Den franz\u00f6sischen Traditionsclub trainierte er von 2023 bis 2024 etwa neuneinhalb Monate. Das wird er in Frankfurt aller Voraussicht nach nicht schaffen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Fans von Eintracht Frankfurt und einige TV-Experten hat Albert Riera schon gegen sich. 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