{"id":1000892,"date":"2026-05-07T10:13:15","date_gmt":"2026-05-07T10:13:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1000892\/"},"modified":"2026-05-07T10:13:15","modified_gmt":"2026-05-07T10:13:15","slug":"autonomes-e-shuttle-wird-in-fraunhofer-projekt-in-stuttgart-erprobt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1000892\/","title":{"rendered":"Autonomes E-Shuttle wird in Fraunhofer-Projekt in Stuttgart erprobt"},"content":{"rendered":"<p>Das Fraunhofer-Institutszentrum Stuttgart IZS startet mit dem Projekt IZSMO ein neues Mobilit\u00e4tskonzept auf dem Forschungscampus. Beteiligt sind das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Arbeitswirtschaft und Organisation IAO sowie die Hochschule Esslingen. Gef\u00f6rdert wird das Vorhaben durch das Bundesamt f\u00fcr Logistik und Mobilit\u00e4t. Ziel ist es, den bislang stark Pkw-lastigen Pendelverkehr der rund 2000 Besch\u00e4ftigten messbar klimafreundlicher, komfortabler und effizienter zu machen.<\/p>\n<p>Zu Beginn und zum Ende des Projekts analysieren Forscher des Fraunhofer IAO das Mobilit\u00e4tsverhalten der Besch\u00e4ftigten. Neue Angebote werden erprobt und ihre Wirkung anhand der realen CO2-Einsparung sowie des Feedbacks der Mitarbeitenden bewertet. Die Hochschule Esslingen koordiniert das Projekt und greift dabei auf Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt AMEISE zur\u00fcck. In letzterem wurden Handlungsempfehlungen f\u00fcr die Einbindung autonomer Shuttles im \u00f6ffentlichen Personennahverkehr entwickelt. <\/p>\n<p>Beide Partner bringen ihre Expertise im Bereich des automatisierten \u00d6PNV in die direkte Anwendung ein. Theresa Strobel-Vogt vom Fraunhofer IAO sagt: \u201eWir machen das Institutszentrum zum Reallabor und zeigen, wie nachhaltige Mobilit\u00e4t in der Praxis funktioniert, den Arbeitsweg f\u00fcr Besch\u00e4ftigte attraktiver macht und gleichzeitig die Umwelt entlastet.\u201c<\/p>\n<p>\u201eBumbleB\u201c verbindet Campus und Bahnstation <\/p>\n<p>Erste Erfahrungswerte sollen zeigen, ob sich das Konzept auch auf andere Unternehmen \u00fcbertragen l\u00e4sst. Ein zentrales Element des Projekts ist das autonom-elektrische Shuttle <a href=\"https:\/\/ecomento.de\/2025\/11\/07\/bertrandt-praesentiert-autonomes-elektro-shuttle-bumbleb\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u201eBumbleB\u201c<\/a>, das von der Bertrandt Group weiterentwickelt wurde. Seit Mitte April pendelt der Minibus nach einem kleinen Er\u00f6ffnungsevent zun\u00e4chst probeweise \u00fcber den Campus.<\/p>\n<p>Perspektivisch soll BumbleB die Strecke zwischen dem Fraunhofer-Campus und der S-Bahn-Station \u201eUniversit\u00e4t\u201c autonom und barrierefrei im Realbetrieb verbinden. Das Angebot ist f\u00fcr Mitarbeitende und Besuchende kostenlos vorgesehen. Der bisherige Fu\u00dfweg vieler Fraunhofer-Mitarbeiter von rund 15 Minuten verk\u00fcrzt sich damit erheblich.<\/p>\n<p>Philipp Franke, Abteilungsleiter im Ministerium f\u00fcr Verkehr Baden-W\u00fcrttemberg, beschreibt das Vorhaben als n\u00e4chsten Schritt hin zur breiten Anwendung autonomen Fahrens in Baden-W\u00fcrttemberg. Er verweist dabei auch auf den absehbaren Fahrermangel im \u00f6ffentlichen Verkehr sowie auf verl\u00e4ssliche Angebote im st\u00e4dtischen und l\u00e4ndlichen Raum und auf Mobilit\u00e4tsfreiheit auch f\u00fcr mobilit\u00e4tseingeschr\u00e4nkte Menschen.<\/p>\n<p>Mit dem Start des Realbetriebs wird nach Angaben der Projektbeteiligten eine wichtige H\u00fcrde f\u00fcr den fl\u00e4chendeckenden Einsatz autonomer Kleinbusse im \u00d6PNV in Deutschland genommen. Bisher fehlten Anwendungen im echten Betrieb au\u00dferhalb von Teststrecken. Christopher Legner von der Hochschule Esslingen sagt, das Projekt liefere \u201eerstmalig einen wegweisenden Baustein f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Typenzulassung autonomer Shuttles im \u00f6ffentlichen Nahverkehr\u201c.<\/p>\n<p>\u201eMobility Hub\u201c und Fahrgemeinschaften<\/p>\n<p>Ein weiterer Bestandteil ist der Umbau eines Teils der knapp 700 Pkw-Stellpl\u00e4tze auf dem Fraunhofer-Gel\u00e4nde zu einem \u201eMobility Hub\u201c. Dort sollen kostenlose Sharing-Fahrr\u00e4der, ein Hopper als zweisitziges Kabinenfahrrad mit Kofferraum, Lastenr\u00e4der und E-Scooter bereitstehen. Hinzu kommen Abstellfl\u00e4chen f\u00fcr private Fahrr\u00e4der, Ladeinfrastruktur f\u00fcr Mikromobilit\u00e4t, eine Fahrradservicestation sowie smarte Schlie\u00dff\u00e4cher f\u00fcr Helme und Taschen.<\/p>\n<p>Erg\u00e4nzt wird das Angebot durch klare Wegef\u00fchrung und digitale Informationsdisplays mit Echtzeit-Informationen. Au\u00dferdem setzt das Projekt auf die systematische F\u00f6rderung von Fahrgemeinschaften. Reservierte Stellpl\u00e4tze und die Plattform \u201eStuttgart f\u00e4hrt mit\u201c sollen die Bildung von Fahrgemeinschaften unter den Mitarbeitenden unterst\u00fctzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Fraunhofer-Institutszentrum Stuttgart IZS startet mit dem Projekt IZSMO ein neues Mobilit\u00e4tskonzept auf dem Forschungscampus. 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