{"id":1000967,"date":"2026-05-07T10:54:15","date_gmt":"2026-05-07T10:54:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1000967\/"},"modified":"2026-05-07T10:54:15","modified_gmt":"2026-05-07T10:54:15","slug":"nano-partikel-als-wirkstoff-traeger-ina-friedrich-erhaelt-promotionspreis-der-maria-moeller-stiftung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1000967\/","title":{"rendered":"Nano-Partikel als Wirkstoff-Tr\u00e4ger: Ina Friedrich erh\u00e4lt Promotionspreis der Maria-M\u00f6ller-Stiftung"},"content":{"rendered":"<p>M\u00fcnster (mfm\/ajs) \u2013 Wie lassen sich Immunzellen in einem b\u00f6sartigen Tumor so \u201eumprogrammieren\u201c, dass sie den Tumor gezielt von innen bek\u00e4mpfen? Mit diesem Thema hat sich die m\u00fcnstersche Nachwuchsforscherin Dr. Ina Fredrich in ihrer Dissertation besch\u00e4ftigt.\u00a0 Zehn Monate lang arbeitete die 28-j\u00e4hrige daf\u00fcr in einem Labor in Boston an einer speziellen Form der Krebstherapie. Ihre Doktorarbeit \u201eHighly active myeloid therapy for cancer\u201c im Bereich der Onkologie wurde nun von der Medizinischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t M\u00fcnster mit dem Promotionspreis der Maria-M\u00f6ller-Stiftung ausgezeichnet. Der Award ist mit 1.000 Euro dotiert<\/p>\n<p>Bei der Entwicklung der Krebstherapie war ein Prozess besonders zentral: Im Labor setzten die Forschenden verschiedene therapeutische Wirkstoffe in winzige Nano-Partikel ein. Diese Partikel k\u00f6nnen anschlie\u00dfend gezielt ins Blut eingebracht werden, wodurch sie sich dann im Tumor ansammeln. Dort werden die Nano-Partikel mitsamt der passenden Therapie von Immunzellen aufgenommen \u2013 und k\u00f6nnen so deren \u201eVerhalten\u201c ver\u00e4ndern. Ziel ist es dabei, m\u00f6glichst viele der Abwehrzellen gegen den Krebs zu aktivieren.\u00a0<\/p>\n<p>In Ina Fredrichs Forschungsarbeit erwies sich eine Kombination aus drei unterschiedlichen Substanzen als besonders effektiv bei der \u201eUmprogrammierung\u201c der Abwehrzellen. Sie und ihr Team testeten diese Zusammensetzung zun\u00e4chst in einer Zellkultur. Anschlie\u00dfend wurde die Therapie in pr\u00e4klinischen Studien auch bei erkrankten M\u00e4usen angewandt \u2013 mit vielversprechenden Ergebnissen. \u201eDie neue Therapie praktisch anzuwenden und in einigen F\u00e4llen Erfolge zu sehen, hat uns ein sehr gutes Gef\u00fchl gegeben\u201c, so Fredrich. In der Onkologie k\u00f6nnte die Therapie vielseitig Anwendung finden: Fredrich testete das Verfahren bei den M\u00e4usen an zwei Tumormodellen, die von einem Darm- und von einem Lungenkrebs abstammten. In einem Nachfolgeprojekt gelang die Anwendung auch bei einem Gehirntumor.<\/p>\n<p>Krebserkrankungen sind in Deutschland nach wie vor eine h\u00e4ufige Todesursache: Allein im Jahr 2024 starben laut dem Statistischen Bundesamt 230.400 Menschen in Deutschland an Krebs. Ina Fredrich und ihr Team hoffen, dass die von ihnen gewonnenen Erkenntnisse in Zukunft auch in weiteren Projekten der Onkologie Anwendung finden. Mittlerweile ist die Doktorandin wieder in M\u00fcnster. Derzeit schreibt sie die Masterarbeit f\u00fcr ihr zus\u00e4tzliches Studium der Experimentellen Medizin. F\u00fcr den anschlie\u00dfenden Berufsstart hat sie schon klare Pl\u00e4ne: \u201eIch hoffe, nach meinem Abschluss im Herbst in der Forschung bleiben zu k\u00f6nnen \u2013 am liebsten im Bereich der Radiologie.\u201c<\/p>\n<p>Seit 2008 zeichnet die Maria-M\u00f6ller-Stiftung zweimal j\u00e4hrlich herausragende Dissertationen von Studierenden der m\u00fcnsterschen Medizinischen Fakult\u00e4t aus, welche sich mit onkologischen Themen befassen. Der Rechtsanwalt Dr. Gerd M\u00f6ller gr\u00fcndete die Stiftung in Gedenken an seine Frau Maria, die 2006 an Brustkrebs starb. Durch den Promotionspreis will die Stiftung sowohl Impulse f\u00fcr die Krebsforschung geben als auch Fortschritte auf dem Gebiet der Onkologie w\u00fcrdigen.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"M\u00fcnster (mfm\/ajs) \u2013 Wie lassen sich Immunzellen in einem b\u00f6sartigen Tumor so \u201eumprogrammieren\u201c, dass sie den Tumor gezielt&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":916398,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1843],"tags":[3364,29,66388,30,2782,200641,8970,1209,5162,37960],"class_list":{"0":"post-1000967","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenster","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-fakultaet","11":"tag-germany","12":"tag-medizinische","13":"tag-medizinische-fakultaet","14":"tag-muenster","15":"tag-nordrhein-westfalen","16":"tag-universitaet","17":"tag-universitaet-muenster"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116532928207721480","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1000967","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1000967"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1000967\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/916398"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1000967"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1000967"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1000967"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}