{"id":1001031,"date":"2026-05-07T11:31:14","date_gmt":"2026-05-07T11:31:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1001031\/"},"modified":"2026-05-07T11:31:14","modified_gmt":"2026-05-07T11:31:14","slug":"mal-workshops-von-arpine-karapetyan-in-schadow-arkaden-in-duesseldorf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1001031\/","title":{"rendered":"Mal-Workshops von Arpine Karapetyan in Schadow Arkaden in D\u00fcsseldorf"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Viele haben sicher irgendwann mal davon getr\u00e4umt, ein gro\u00dfer K\u00fcnstler zu werden. Das ist ungef\u00e4hr so wie mit dem ultimativen Roman, den man im Kopf hat und auf den die Welt ganz bestimmt gewartet hat. Nur solche Tr\u00e4ume tats\u00e4chlich in die Tat umzusetzen, das machen nur die wenigsten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zumindest das mit der Kunst, das macht Arpine Karapetyan ein St\u00fcck weit m\u00f6glich \u2013 und zwar an einem Ort, der so gar nicht an ein stilles, verschlossenes Atelier erinnert. Mitten in den Schadow Arkaden, an einem Pop-up-Stand im Erdgeschoss, werden einmal im Monat Maltische aufgestellt, und verborgene Talente oder spontan Interessierte k\u00f6nnen sich unter Anleitung der renommierten K\u00fcnstlerin selbst daran versuchen, eine leere Leinwand mit farbigem Leben zu f\u00fcllen, w\u00e4hrend Passanten ihnen dabei \u00fcber die Schulter schauen. Diese Workshops kommen erstaunlich gut an, \u201edas letzte Mal waren es mehr als 50 Teilnehmer\u201c, berichtet Karapetyan, die gerne auch ihren M\u00e4dchennamen Shahnas nutzt, wenn sie in der \u00d6ffentlichkeit auftritt. N\u00e4chster Termin: Samstag, 9.\u2005Mai, vor dem Muttertag.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dann gibt es zwischen 12 und 18 Uhr wieder verschiedene Zeitslots, zwischen 45 Minuten und einer Stunde dauert ein Workshop, Leinwand und Acrylfarben werden von den Arkaden gestellt. \u201eDie Teilnehmer k\u00f6nnen sich \u00fcber ein Tool auf der Website anmelden, oft bleiben aber auch ganz spontan Leute stehen und wollen unbedingt malen\u201c, erz\u00e4hlt Karapetyan. Maximal zehn Teilnehmer k\u00f6nnen pro Workshop mitmachen, ist die Zahl noch nicht erreicht, d\u00fcrfen heimlich Kunstinteressierte sich auch spontan daran versuchen, ein wom\u00f6glich epochales Werk zu erschaffen \u2013 entweder unter Anleitung der geb\u00fcrtigen Armenierin oder ganz frei nach Schnauze.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der eine hat sein Bild, das er anfertigen will, schon fertig im Kopf, der andere versucht, die abstrakten Werke von Karapetyan nachzumalen. \u201eEinige wollen sofort loslegen, andere sitzen vor der leeren Leinwand und wissen erst mal gar nicht, was sie machen sollen\u201c, sagt die 44-J\u00e4hrige, die erstmals dieses ungew\u00f6hnliche Format im Minto, einer vergleichbaren Shopping Mall in M\u00f6nchengladbach, durchgef\u00fchrt hat. \u201eDa war das Feedback schon sehr positiv. Die Menschen waren auch einfach mal froh, runterzukommen vom Shopping-Stress\u201c, berichtet Karapetyan, die zumindest immer bem\u00fcht ist, ihren Sch\u00fctzlingen die Grundtechniken nahezubringen. \u201eEs sind auch schon mal Eltern dabei, die ihr Kind bei mir ,parken\u2019, w\u00e4hrend sie selbst shoppen gehen\u201c, erz\u00e4hlt die K\u00fcnstlerin schmunzelnd.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Nat\u00fcrlich d\u00fcrfen die Teilnehmer ihr fertiges Bild nachher auch mit nach Hause nehmen, \u201eviele posten das dann ganz stolz auf <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/instagram\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Instagram<\/a>. Jedenfalls stellt sich eigentlich immer eine Art von Gl\u00fccksgef\u00fchl ein, ich habe als Dank schon gro\u00dfe Blumenstr\u00e4u\u00dfe bekommen\u201c, sagt die in Jerewan geborene Arpine Karapetyan, die 1993 als Zehnj\u00e4hrige mit ihren Eltern aus <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/armenien\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Armenien<\/a> nach Deutschland kam und insgesamt schon ganz sch\u00f6n rumgekommen ist: F\u00fcnf Jahre England, Spanien, USA. Auch die Orte, wo sie bereits ausgestellt hat, klingen illuster: Br\u00fcssel, Z\u00fcrich, Barcelona, auch in Armenien, in D\u00fcsseldorf nahm sie auf der Open-Air-Ausstellung auf dem Carlsplatz teil, ihre abstrakten Bilder hingen zudem im Schloss Wickrath oder im Schloss Garath.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Arpine Karapetyan malt schon seit gut 15 Jahren, arbeitet hauptberuflich bei der Landesregierung NRW als Projektkoordinatorin, \u201eund das werde ich auch so schnell nicht aufgeben\u201c, sagt sie. Dabei verkauft die K\u00fcnstlerin, die einen Master in Politik und Rechtswissenschaften hat, gut \u2013 und nimmt zus\u00e4tzlich Auftragsarbeiten an, etwa im Zusammenspiel mit Innendesignern f\u00fcr Praxen. \u201eAnfangs konnte ich meine Bilder gar nicht weggeben, weil ich zu ihnen eine emotionale Bindung aufgebaut hatte\u201c, sagt die Mutter von zwei Kindern, die inzwischen aber gelernt hat, was es hei\u00dft, in der Kunstszene zu bestehen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Eine Galerie braucht sie daf\u00fcr nicht, \u201eda muss man dann auch noch 50 Prozent des Verkaufserl\u00f6ses abgeben\u201c. Dann doch lieber K\u00e4ufer \u00fcber Instagram finden \u2013 oder sich eben bei solch ungew\u00f6hnlichen Auftritten wie in den Schadow Arkaden pr\u00e4sentieren und so auf die eigenen Arbeiten aufmerksam machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Viele haben sicher irgendwann mal davon getr\u00e4umt, ein gro\u00dfer K\u00fcnstler zu werden. 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