{"id":1001468,"date":"2026-05-07T15:36:25","date_gmt":"2026-05-07T15:36:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1001468\/"},"modified":"2026-05-07T15:36:25","modified_gmt":"2026-05-07T15:36:25","slug":"kuenstliche-intelligenz-ki-experten-fordern-mehr-mut-und-rechnen-mit-german-angst-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1001468\/","title":{"rendered":"K\u00fcnstliche Intelligenz: KI-Experten fordern mehr Mut und rechnen mit German Angst ab"},"content":{"rendered":"<p>Beim People Connect Club in Stuttgart diskutieren Wirtschaftsbosse und Wissenschaftler \u00fcber Deutschlands KI-Zukunft \u2013 zwischen Angst und Aufbruch.<\/p>\n<p>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.softwareanbieter-aus-stuttgart-gft-dank-kuenstlicher-intelligenz-auf-wachstumskurs.8118a879-044f-4157-88d6-8e2fa423a948.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">K\u00fcnstliche Intelligenz (KI)<\/a>: Fluch oder Segen? Sind wir in <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Deutschland\" title=\"Deutschland\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutschland<\/a> bereit, mit KI den Weg aus der <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Krise\" title=\"Krise\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Krise<\/a> zu schaffen oder \u00fcberwiegt die Angst vor neuen Technologien? Die L-Bank und das Unternehmen Flip hatten in die Stuttgarter Innenstadt geladen, um im Rahmen des People Connect Club \u00fcber diese und viele weitere Fragen mit Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft zu sprechen.<\/p>\n<p>\u201eDie Angst geht um\u201c, sagt <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.mitarbeiter-app-aus-stuttgart-warum-porsche-rewe-und-mcdonald-s-auf-diese-app-schwoeren.d2931752-029f-4cd8-bd6b-7fa902190d9e.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Benedikt Brand, CEO und Co-Gr\u00fcnder von Flip<\/a>. Das sei auch nicht verwunderlich, wenn Leute wie Dario Amodei, CEO des KI-Unternehmens Anthropic, behaupten w\u00fcrden, dass durch die KI die meisten White-Collar-Arbeitspl\u00e4tze (B\u00fcroangestellte) k\u00fcnftig wegfallen w\u00fcrden. Bis zum Jahr 2030 k\u00f6nnten es rund 50 Prozent aller Einstiegs-B\u00fcrojobs sein, in den Bereichen Technologie, Finanzen, Recht und Consulting, meint Amodei. Das sei \u00fcbertrieben, sagt Brand. \u201e<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.kuenstliche-intelligenz-nutzung-von-ki-in-unternehmen-sprunghaft-gestiegen.88c016d6-2f88-4b02-b870-9a456adf17d1.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Auf jeden Fall wird uns die KI unfassbar effizienter machen.<\/a>\u201c Ob es dabei um den Faktor zwei oder zehn geht, h\u00e4nge von einigen Umst\u00e4nden ab. \u201eWichtig ist, dass wir uns mit KI besch\u00e4ftigen, uns der Angst stellen und gemeinsam die Zukunft formen. Es k\u00f6nnte unser Indien-Moment sein, wo wir das Festnetz \u00fcberspringen und gleich das Mobiltelefon nutzen.\u201c<\/p>\n<p>Kerstin Stier, Gr\u00fcnderin und CEO von Engomo, einer Firma, die anderen Unternehmen bei der <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Digitalisierung\" title=\"Digitalisierung\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Digitalisierung<\/a> hilft, ist sich sicher, dass die erste Angst vor der KI in der Wirtschaft \u00fcberwunden ist: \u201eBei mittelst\u00e4ndischen Unternehmen mit industriellem Kontext ist die KI alternativlos. Die Digitalisierung ist dort bislang h\u00e4ufig zu langsam vorangeschritten. Und nun wissen die Unternehmer, dass sie den Weg gehen m\u00fcssen oder es f\u00fcr sie keine Zukunft gibt.\u201c<\/p>\n<p>Joachim Dorfs, Chefredakteur von Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten, hatte hierzu ein paar Zahlen parat: Laut Bitkom nutzen 41 Prozent der deutschen Unternehmen ab 20 Mitarbeiter KI, 48 Prozent planen KI k\u00fcnftig zu nutzen oder diskutieren dar\u00fcber (Stand 2025). Die Zahlen steigen. 2024 hatten nur 17 Prozent KI im Einsatz und 40 Prozent hatten es vor. Da sei noch Luft nach oben, betont Christian Kirschniak, Managing Director und Partner bei der Boston Consulting Group: \u201eIch glaube, es gibt niemanden, der das Thema nicht auf der Tagesordnung hat. In vielen F\u00e4llen ist aber der Wille f\u00fcr Ver\u00e4nderung noch nicht gro\u00df genug.\u201c<\/p>\n<p>Die F\u00fchrungsetage muss voran gehen <\/p>\n<p>Vieles stehe und falle mit dem Mut und dem Enthusiasmus der Chefetage, waren sich die G\u00e4ste auf der B\u00fchne einig. Susan-Stefanie Breitkopf, Verwaltungsr\u00e4tin beim Bildungsverlag Cornelsen und bei dem Kunststoffhersteller Rehau: \u201eWenn die Eigent\u00fcmer des Unternehmens sich als Vorbild vorne hinstellen und die Angst vor der KI mit Mut ausstatten, dann kommt da gleich eine ganz andere Bewegung rein.\u201c Die Mitarbeitenden m\u00fcssten das Feuer und die Euphorie sp\u00fcren. Dann w\u00fcrden sie bei der Transformation und Digitalisierung auch mitmachen.<\/p>\n<p>Das kann Kerstin Stier nur best\u00e4tigen: \u201eBei unserem Kunden Trigema funktioniert das sehr gut. Wolfgang Grupp Junior nimmt seine Mannschaft toll mit. Dadurch ist ein sehr innovationsfreundliches Klima im Unternehmen entstanden.\u201c Viel Fingerspitzengef\u00fchl erfordere so ein Prozess, erg\u00e4nzt Susan-Stefanie Breitkopf: \u201eMan muss sich \u00fcberlegen, wie man mit den Menschen im Unternehmen umgeht, bei denen sich viel ver\u00e4ndert. Sie d\u00fcrfen sich nicht entwertet f\u00fchlen.\u201c Nat\u00fcrlich spiele bei den Mitarbeitenden auch der Gedanke eine Rolle, durch KI den Arbeitsplatz zu verlieren. Christian Kirschniak: \u201eDie Sorge ist nicht unberechtigt. Aber es ist notwendig den Weg nach vorne zu gehen. Wer stehen bleibt, sich dem Thema nicht \u00f6ffnet, wird nicht effizient genug sein und auf der Strecke bleiben.\u201c<\/p>\n<p>Hacker-Angriffe nehmen zu <\/p>\n<p>German Angst oder German Ambition? Wo stehen wir gerade? F\u00fcr Professorin Jivka Ovtcharova, Professorin am Karlsruhe Institute of Technology f\u00fcr Informatik und KI, ist eines klar: \u201eWir brauchen mehr Mut. German Angst ist auch nicht mein Problem. Ich bin geb\u00fcrtige Bulgarin. Wir ticken etwas anders\u201c, sagt sie und lacht. Spa\u00df beiseite. In <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Baden-W%C3%BCrttemberg\" title=\"Baden-W\u00fcrttemberg\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Baden-W\u00fcrttemberg<\/a> und Deutschland gebe es exzellente Universit\u00e4ten, tolle Professoren und Studierende. \u201eIch bin stolz auf die junge Generation\u201c, sagt Jivka Ovtcharova. Und zitiert Karim Lakhani, Professor an der Harvard Business School: \u201eKI wird Menschen nicht ersetzen \u2013 aber Menschen mit KI werden Menschen ohne KI ersetzen.\u201c<\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/media.media.cfe9a4e3-52fd-4749-aff7-7c79b1341581.original1024.media.jpeg\"\/>     Professorin Jivka Ovtcharova und die Gastgeber Johannes Heinloth (L-Bank) sowie Benedikt Brand von Flip (von links)    Foto: Lichtgut\/Ferdinando Iannone    <\/p>\n<p>Dass die Digitalisierung auch die \u201edunkle Seite der Macht\u201c auf den Plan ruft, berichtet Markus Bentele, CIO und Mitglied des Aufsichtsrats bei Mahle. T\u00e4glich gebe es Bedrohungsszenarien und das sei kein Film, sondern Realit\u00e4t. \u201eAuch in Baden-W\u00fcrttemberg gibt es namhafte Firmen, die massiv durch Cyberattacken gesch\u00e4digt wurden.\u201c Nat\u00fcrlich habe man durch die Digitalisierung enorm an Effizienz gewonnen, aber dadurch auch Schwachstellen und Angriffsfl\u00e4chen geschaffen. Allein in den vergangenen zw\u00f6lf Monaten habe es rund 11.000 kritische Angriffe auf Mahle gegeben \u2013 vor allem durch Phishing. \u201eDeshalb penetrieren wir alle unsere 47.000 IT-User in der Firma jeden Monat mit einer Phishing-Simulation und beobachten das Darknet. Eine einzige E-Mail kann den Exodus unseres Unternehmens bedeuten\u201c, betont Bentele. Vor etwa zwei Jahren habe es einen Angriff gegeben, f\u00fcr den die Hacker f\u00fcnf Millionen Euro im Darknet investiert haben. Das Ziel sei gewesen, Mahle zu erpressen. \u201eWir versuchen alles, aber am Ende wird es auch uns erwischen.\u201c Und wenn es soweit sei, m\u00fcsse man vorbereitet sein. Dann sollte man in der Lage sein, sein komplettes System wiederherstellen zu k\u00f6nnen. Daran arbeite man. <\/p>\n<p>Trotz dieser be\u00e4ngstigenden Zahlen und Schilderungen wollte das Vorstandsmitglied der L-Bank, Johannes Heinloth, Zuversicht und positives Denken beim Thema KI verspr\u00fchen: \u201eKI ist auch l\u00e4ngst bei uns angekommen. Wir versuchen kreative, junge Unternehmen zu unterst\u00fctzen.\u201c Knapp 1 Milliarde Euro habe man 2025 in den Mittelstand investiert. Und das soll noch lange nicht das Ende der Fahnenstange sein. Vor ein paar Wochen habe das Land die BW-Capital GmbH gegr\u00fcndet. Sie soll k\u00fcnftig gezielt Risikokapital f\u00fcr technologieorientierte Start-ups, Scale-ups sowie innovative Mittelstandsunternehmen bereitstellen. Damit m\u00f6chte das Land in neue Ideen, neue Unternehmen und neue Chancen investieren, um konkurrenzf\u00e4hig zu sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Beim People Connect Club in Stuttgart diskutieren Wirtschaftsbosse und Wissenschaftler \u00fcber Deutschlands KI-Zukunft \u2013 zwischen Angst und Aufbruch.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1001469,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1830],"tags":[1634,216186,68622,216189,3364,29,1081,30,214774,216187,216190,1441,30686,216188],"class_list":{"0":"post-1001468","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-stuttgart","8":"tag-baden-wuerttemberg","9":"tag-benedikt-brand","10":"tag-consulting","11":"tag-cornelsen-verlag","12":"tag-de","13":"tag-deutschland","14":"tag-digitalisierung","15":"tag-germany","16":"tag-joachim-dorfs","17":"tag-kerstin-stier","18":"tag-rehau","19":"tag-stuttgart","20":"tag-stuttgarter-zeitung","21":"tag-susan-stefanie-breitkopf"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116534038359057273","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1001468","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1001468"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1001468\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1001469"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1001468"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1001468"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1001468"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}