{"id":1002198,"date":"2026-05-07T22:48:18","date_gmt":"2026-05-07T22:48:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1002198\/"},"modified":"2026-05-07T22:48:18","modified_gmt":"2026-05-07T22:48:18","slug":"messe-in-duesseldorf-das-erwartet-die-besucher-der-interpack","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1002198\/","title":{"rendered":"Messe in D\u00fcsseldorf: Das erwartet die Besucher der Interpack"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Duft von <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/kakao\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kakao<\/a> liegt in der Luft, ein leises Surren ist zu h\u00f6ren. Bis zu 2000 Kilogramm fl\u00fcssige Schokolade laufen pro Stunde \u00fcber das Band der Maschine \u2013 in Form winziger Tropfen, s\u00e4uberlich aneinandergereiht, alle exakt vier Millimeter gro\u00df und identisch geformt. Sp\u00e4ter landen sie als Zutat im M\u00fcsli, Keks oder Kuchenteig, klein und unauff\u00e4llig \u2013 doch die Technik dahinter ist modern und aufwendig.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eSollcodrop\u201c hei\u00dft das entsprechende System, das die Schokolade millimetergenau dosiert und in ihre finale Form bringt. Entwickelt hat es das Unternehmen Sollich mit Sitz in Bad Salzuflen. Dieses fertigt Anlagen f\u00fcr die weltweite S\u00fc\u00dfwarenindustrie und formt damit nicht nur Tropfen aus Schokolade, sondern auch Herzen, Pl\u00e4ttchen oder Pralinen. Als einer von insgesamt 2800 Ausstellern ist das Unternehmen auf der Messe Interpack in D\u00fcsseldorf zu Gast. Noch bis zum 13. Mai zeigen dort Firmen aus 65 L\u00e4ndern ihre neuen Produkte, Prozesse und Anlagen aus der Verpackungsbranche und der verwandten Prozessindustrie. Dabei im Fokus: eine m\u00f6glichst effiziente und intelligente Fertigung, neue Materialien sowie Kompetenzen, die zuk\u00fcnftig auf dem Arbeitsmarkt der Branche wichtig sein werden.<\/p>\n<p>KI und Nachhaltigkeit als wichtige Themen      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dazu z\u00e4hlt etwa das Thema K\u00fcnstliche Intelligenz (KI), dem sich auch das Beratungsunternehmen ITQ widmet. In Zusammenarbeit mit dem Verein Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/hochschule-rhein-waal\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hochschule Rhein-Waal<\/a> entwickelte es gemeinsam mit Studierenden einen robotergesteuerten S\u00fc\u00dfigkeitenautomat. Mit seinem Greifarm und dem Glaskasten wirkt er auf den ersten Blick kaum spektakul\u00e4r. Das zugrundeliegende System allerdings reagiert auf Sprache und erkennt den gew\u00fcnschten Schokoriegel am Markennamen \u2013 egal ob Mars, Twix oder Snickers. Es lokalisiert das Objekt, berechnet die notwendigen Bewegungsabl\u00e4ufe und steuert den Roboterarm, der pr\u00e4zise danach greift und es in die Ablage fallen l\u00e4sst. Dem Hersteller zufolge sei damit der gesamte Prozess automatisiert, also von der Auswahl bis zur Ausgabe.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Neben KI hat ITQ auch das Thema Nachhaltigkeit in den Fokus genommen. Beim Projekt \u201eCirQmind\u201c wirken ebenfalls wieder Studierende mit. Das Ziel: Kreislaufwirtschaft zu erkl\u00e4ren und junge Menschen in die damit verbundenen Prozesse einzubinden. Im ersten Schritt helfen KI und Drohnen dabei den Studierenden beim Sammeln von Plastik, das sie danach zu Granulat recyceln. Daraus entsteht schlie\u00dflich mithilfe des 3D-Druckers anschauliches Lehrmaterial. Wie, das demonstriert Fabian Bos von ITQ auf der \u201eInterpack\u201c den Besuchern.<\/p>\n<p>Boxen aus Textilfasern und kompostierbare Chipst\u00fcten      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Nachhaltigkeit will auch das estnische Start-up Kiud (ausgesprochen: Kjut) beim Thema \u201eFast Fashion\u201c voranbringen \u2013 genauer gesagt den Abfall verringern, den die Herstellung kurzlebiger Mode zu niedrigen Preisen weltweit verursacht. Der Firmenname leitet sich vom estnischen Wort f\u00fcr Faser ab, und tats\u00e4chlich nutzt das Unternehmen Stoffreste, die beim Zuschnitt von Bettw\u00e4sche und Textilien wie T-Shirts anfallen. Bei einem T-Shirt seien das etwa 15 bis 20 Prozent des Materials, sagt Mitarbeiter Michael Vitz. Kiud will diese un\u00f6kologischen Polyester-Reste zu wiederverwertbaren Verpackungsboxen verarbeiten, die robust und leicht abwaschbar sein sollen. Im Vergleich verursache das neuartige Verpackungsmaterial zudem bis zu 82 Prozent weniger CO\u2082 in der Herstellung als herk\u00f6mmliche Pappe, hei\u00dft es vom Unternehmen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Weniger M\u00fcll verursachen sollen auch die kompostierbaren Chipsverpackungen des Unternehmens Taghleef Industries. Vertriebsleiter Patrick Desies erkl\u00e4rt, dass hierf\u00fcr aus Maisst\u00e4rke erneuerbares Bio-Plastik gewonnen wird, als Alternative zu Plastik, das auf Erd\u00f6l basiert. Und auch Chemiekonzern <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/basf\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">BASF<\/a> ist mit einem Stand und Produkten zum Thema Nachhaltigkeit vertreten: mit einer Flasche aus Papier, die recycelbar und dank einer speziellen Beschichtung auch lebensmitteltauglich ist. Damit soll sie sich sowohl f\u00fcr warme und kalte Getr\u00e4nke als auch Shampoo oder Reinigungsmittel eignen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Duft von Kakao liegt in der Luft, ein leises Surren ist zu h\u00f6ren. 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