{"id":1002637,"date":"2026-05-08T02:52:15","date_gmt":"2026-05-08T02:52:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1002637\/"},"modified":"2026-05-08T02:52:15","modified_gmt":"2026-05-08T02:52:15","slug":"duesseldorf-hantavirus-ausbruch-deutsche-kontaktperson-weiter-in-klinik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1002637\/","title":{"rendered":"D\u00fcsseldorf | Hantavirus-Ausbruch: Deutsche Kontaktperson weiter in Klinik"},"content":{"rendered":"<p>D\u00fcsseldorf (dpa) &#8211; Der Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff \u00abHondius\u00bb besch\u00e4ftigt weiterhin die Gesundheitsbeh\u00f6rden in mehreren L\u00e4ndern. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde das Hantavirus inzwischen bei f\u00fcnf Infizierten nachgewiesen, hinzu kommen weitere Verdachtsf\u00e4lle. Bei dem Ausbruch starben bislang drei Menschen, ein \u00e4lteres Ehepaar aus den Niederlanden sowie eine Frau aus Deutschland.<\/p>\n<p>In der Uniklinik D\u00fcsseldorf wird derzeit eine Passagierin der \u00abHondius\u00bb untersucht, die neben zwei kranken Crew-Mitgliedern ausgeflogen wurde. Nach Angaben eines Kliniksprechers gibt es keine Hinweise auf eine Infektion bei ihr, aufgrund der sehr unterschiedlichen Inkubationszeit seien jedoch zus\u00e4tzliche Untersuchungen erforderlich. Deshalb w\u00fcrden die Schutzma\u00dfnahmen vorsorglich aufrechterhalten, so der Sprecher.<\/p>\n<p>Nach Angaben des niederl\u00e4ndischen Au\u00dfenministeriums soll die 65-j\u00e4hrige Deutsche, die nun in der Uniklinik ist, in engem Kontakt mit der deutschen Frau gestanden haben, die an Bord gestorben war.\u00a0<\/p>\n<p>WHO: \u00abDies ist eine ernste Lage\u00bb<\/p>\n<p>\u00abDies ist eine ernste Lage, aber die WHO betrachtet das Risiko f\u00fcr die \u00f6ffentliche Gesundheit als gering\u00bb, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Donnerstag in Genf. \u00abDies ist nicht der Beginn einer Pandemie\u00bb, betonte die amtierende Nothilfekoordinatorin, Maria van Kerkhove. Ein Vergleich mit dem Start der Corona-Pandemie vor sechs Jahren sei nicht angebracht.\u00a0<\/p>\n<p>Die \u00abHondius\u00bb f\u00e4hrt unter niederl\u00e4ndischer Flagge. An Bord zeigt nach Angaben der WHO niemand zurzeit Symptome einer Infektion. Das Schiff hat von den kapverdischen Inseln kommend Kurs auf Teneriffa genommen, dort sollen alle knapp 150 Menschen noch an Bord untersucht und getestet werden. Unklar ist bislang, wie danach die Heimreise organisiert wird.<\/p>\n<p>29 Passagiere hatten das Kreuzfahrtschiff bereits am 24. April auf der britischen Insel St. Helena im S\u00fcden des Atlantischen Ozeans verlassen. Das war den Angaben zufolge gut zehn Tage vor der Best\u00e4tigung des ersten Hantavirus-Falls.\u00a0<\/p>\n<p>Ursprung der Infektionen in Argentinien gesucht<\/p>\n<p>Forscher in Argentinien sollen nun die Frage nach dem Ursprung der Infektionen kl\u00e4ren. In Ushuaia ganz im S\u00fcden des Landes, wo die \u00abHondius\u00bb am 1. April in See gestochen war, sollen Nagetiere eingefangen und auf das Virus untersucht werden, wie die Regierung in Buenos Aires mitteilte.<\/p>\n<p>Hantaviren werden \u00fcblicherweise durch infizierte Nager wie Ratten oder M\u00e4use \u00fcbertragen. Nach WHO-Einsch\u00e4tzung handelt es sich bei dem auf dem Kreuzfahrtschiff festgestellten Infektionen um den Andes-Typ der Virengruppe, bei dem auch Infektionen zwischen Menschen m\u00f6glich sind. Das niederl\u00e4ndische Paar, das die ersten Symptome zeigte und sp\u00e4ter an der Infektion starb, war laut argentinischer Regierung bereits 2025 in der Region unterwegs gewesen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"D\u00fcsseldorf (dpa) &#8211; Der Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff \u00abHondius\u00bb besch\u00e4ftigt weiterhin die Gesundheitsbeh\u00f6rden in mehreren L\u00e4ndern. 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