{"id":1002707,"date":"2026-05-08T03:32:15","date_gmt":"2026-05-08T03:32:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1002707\/"},"modified":"2026-05-08T03:32:15","modified_gmt":"2026-05-08T03:32:15","slug":"michael-enders-der-ob-macher-augsburg-journal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1002707\/","title":{"rendered":"Michael Enders: Der OB-Macher &#8211; Augsburg Journal"},"content":{"rendered":"<p><strong>Er wird heuer 50 Jahre alt, ist waschechter Augsburger, und der kreative Kopf hinter dem wohl gr\u00f6\u00dften politischen Beben der Stadt seit Jahren: Michael Enders. Als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der <a href=\"https:\/\/www.creativdrei.de\/werbeagentur-augsburg\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Werbeagentur creativdrei<\/a> hat er den erfolgreichen Oberb\u00fcrgermeister-Wahlkampf von Florian Freund 2026 ma\u00dfgeblich gesteuert. Doch wer verbirgt sich hinter dem Strategen, und was war sein Erfolgsrezept auf dem Weg zum Wahlsieg?<\/strong><\/p>\n<p>Als die Reise vor \u00fcber einem Jahr begann, stand das Team vor einer massiven H\u00fcrde: Florian Freund war in der breiten Augsburger Bev\u00f6lkerung schlichtweg nicht bekannt. Ihn als ernsthaften Gegenkandidaten f\u00fcr die amtierende Oberb\u00fcrgermeisterin Eva Weber aufzubauen, erforderte mehr als nur bunte Plakate.<\/p>\n<p>F\u00fcr Enders lag der Schl\u00fcssel in Freunds Pers\u00f6nlichkeit und der sp\u00fcrbaren Wechselstimmung in der Stadt. Er sp\u00fcrte den Verdruss der Augsburger \u00fcber Dauerbaustellen. \u201eStichwort Staatstheater, Freilichtb\u00fchne oder Fuggerboulevard. Die Leute hatten das Gef\u00fchl, hier geht nichts mehr vorw\u00e4rts, hier passiert nichts\u201c, fasst Enders die Ausgangslage zusammen. Es galt, Florian Freund als flei\u00dfigen, akribischen Macher zu positionieren, dem die B\u00fcrger abnehmen, dass er sich authentisch mit Augsburg identifiziert. Er musste zur klaren und einzigen Alternative heranwachsen.<\/p>\n<p>Um diese Alternative f\u00fcr ein breites Spektrum an W\u00e4hlern schmackhaft zu machen, griff Enders zu einer unkonventionellen Ma\u00dfnahme. Auf den Plakaten des Kandidaten fehlte das SPD-Logo komplett. Ein bewusstes Entkoppeln, das anfangs f\u00fcr ordentlich internen Gegenwind sorgte.<\/p>\n<p>Michael Enders: Start mit einem unbekannten Kandidaten<\/p>\n<p>\u201eNat\u00fcrlich gab es da gerade bei den Alteingesessenen die eine oder andere Stimme, die nicht so ganz happy war\u201c, blickt Enders zur\u00fcck. Doch die strategische Trennung von Kandidaten- und Listenwahlkampf war \u00fcberlebenswichtig. Die SPD reite auf Bundes- und Landesebene aktuell nicht auf einer Erfolgswelle. Seine Botschaft lautete daher: \u201eNat\u00fcrlich sind wir SPD, aber wir sind vor allem die Augsburger SPD. Hier geht es um Personen, die kommunal etwas bewegen wollen.\u201c<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die politische Konkurrenz anfangs laut Enders mit bunten Pastellfarben und der Botschaft \u201eAlles ist doch super, einfach weitermachen\u201c antrat \u2013 was ihn humorvoll an den hartn\u00e4ckigen schwarzen Ritter aus Monty Python erinnerte \u2013, setzte creativdrei auf eine durchg\u00e4ngige und glasklare Kommunikationsstrategie.<\/p>\n<p>Der Moment, in dem der erfahrene Stratege endg\u00fcltig an den Sieg glaubte, kam nach dem Neujahrsempfang. Pl\u00f6tzlich h\u00f6rte Enders in seinem privaten und gesch\u00e4ftlichen Umfeld von klassischen Nicht-SPD-W\u00e4hlern S\u00e4tze wie: \u201eIch finde den spitze, ich werde den w\u00e4hlen.\u201c<br \/>Ein massiver Treiber war dabei Social Media. Organisch wuchs eine enorme Reichweite heran, getragen von unverf\u00e4lschten Videos und einem Kandidaten, der sich mitten ins Get\u00fcmmel st\u00fcrzte. \u00dcberraschend f\u00fcr Enders: Der erwartete Hass im Netz blieb weitestgehend aus, daf\u00fcr wuchs der Zuspruch von Tag zu Tag. Und auch nach der Wahl geht die Online-Pr\u00e4senz weiter. \u201eGerade im Wahlkampf geht es nicht darum, etwas zu inszenieren, sondern Inhalte so aufzubereiten, dass sie f\u00fcr die Menschen nachvollziehbar und greifbar werden\u201c. Florian Freund postet weiter, weil es eben keine Marketing-Masche war, sondern sein Naturell ist.<\/p>\n<p>Wahlkampf ohne SPD-Logo sorgt f\u00fcr Gegenwind<\/p>\n<p>Doch der Wahlkampf forderte auch emotionale Tribute. Besonders die Reaktionen der Gr\u00fcnen am Wahlabend haben Enders, der sich selbst eher dem links-gr\u00fcnen Spektrum zurechnet, pers\u00f6nlich entt\u00e4uscht. \u201eDa steht man sich dann gedanklich vielleicht doch ein bisschen n\u00e4her, und da hat mich das schon gewundert, dass da so eine Breitseite kam.\u201c<\/p>\n<p>Dass Enders genau den Nerv der Augsburger trifft, liegt an seinen eigenen Wurzeln. In Bobingen geboren und hier aufgewachsen, hat er die Region nie verlassen. Auch als er die Agentur creativdrei \u2013 die in diesem Jahr ihren 40. Geburtstag feiert \u2013 mit Hauptsitz im M\u00fcnchner Umland \u00fcbernahm, merkte er schnell: Sobald bei Kontakten das Wort \u201eM\u00fcnchen\u201c fiel, gingen die Rolll\u00e4den runter. Also er\u00f6ffnete er kurzerhand ein B\u00fcro in Augsburg und vernetzte sich tief in der Region.<\/p>\n<p>Heute betreut die Agentur eine wachsende Zahl regionaler Kunden. So war creativdrei unter anderem auch ma\u00dfgeblich an der Augsburger Erlebnismesse A\\FAIR beteiligt und entwickelte das komplette Erscheinungsbild samt Namensgebung.<\/p>\n<p>Die Verbindung zur SPD entstand \u00fcbrigens aus famili\u00e4ren Gr\u00fcnden: Sein Bruder Julian Enders sitzt im Vorstand der Genossen am Lech. Was vor Jahren mit der Bitte um einen kleinen Flyer begann, gipfelte nun in einem gewonnen OB-Wahlkampf.<\/p>\n<p>Lesen Sie auch: <a href=\"https:\/\/www.augsburg-journal.de\/news\/schlusspunkt-neu-ob-florian-freund-muss-schnell-liefern\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Schlusspunkt: Neu-OB Florian Freund muss schnell liefern<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Er wird heuer 50 Jahre alt, ist waschechter Augsburger, und der kreative Kopf hinter dem wohl gr\u00f6\u00dften politischen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1002708,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1846],"tags":[680,772,3364,29,548,663,3934,30,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-1002707","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-augsburg","8":"tag-augsburg","9":"tag-bayern","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europe","15":"tag-germany","16":"tag-headlines","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116536852281007352","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1002707","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1002707"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1002707\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1002708"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1002707"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1002707"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1002707"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}