{"id":1002730,"date":"2026-05-08T03:45:17","date_gmt":"2026-05-08T03:45:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1002730\/"},"modified":"2026-05-08T03:45:17","modified_gmt":"2026-05-08T03:45:17","slug":"gedenken-an-2-weltkrieg-russland-hat-angst-vor-ukrainischem-angriff-auf-militaerparade-news","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1002730\/","title":{"rendered":"Gedenken an 2. Weltkrieg: Russland hat Angst vor ukrainischem Angriff auf Milit\u00e4rparade &#8211; News"},"content":{"rendered":"<p class=\"article-paragraph\">Russland gedenkt am 9. Mai dem Sieg \u00fcber Nazideutschland. In Moskau wird wie gewohnt auf dem Roten Platz gefeiert \u2013 aber anders als in vergangenen Jahren nicht mit einer Parade und schwerem Kriegsger\u00e4t. Grund daf\u00fcr sei die \u00abaktuelle operative Lage\u00bb, teilte der Kreml mit. Offenbar erwartet die Regierung eine ukrainische Attacke auf Moskau. SRF-Russlandkorrespondent Calum MacKenzie sch\u00e4tzt die Aussagen der russischen Regierung ein.<\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" alt=\"Calum MacKenzie\" class=\"image__img\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/dda0449.webp.webp\"\/><\/p>\n<p class=\"person-details__name\">\n                Calum MacKenzie\n    <\/p>\n<p class=\"person-details__function\" itemprop=\"jobTitle\">\n        Russland-Korrespondent\n    <\/p>\n<p>    Personen-Box aufklappen<br \/>\n    Personen-Box zuklappen<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Calum MacKenzie ist Russland-Korrespondent von Radio SRF. Er hat in Bern, Z\u00fcrich und Moskau Osteuropa-Studien studiert.<\/p>\n<p>                                                        Wie gross ist die Angst Russlands vor ukrainischen Angriffen?<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Sie scheint gross zu sein. In 64 der rund 80 Hauptorte russischer Regionen finden die Milit\u00e4rparaden entweder sehr eingeschr\u00e4nkt oder gar nicht statt. Das verbindet der Kreml auch direkt mit ukrainischen Angriffen. Wladimir Putins Sprecher sagte letzte Woche, es gehe darum, die Gefahr durch \u00abterroristische Aktivit\u00e4t des Kiewer Regimes zu minimieren\u00bb. <\/p>\n<p>                                                        Wie real ist die Gefahr eines ukrainischen Angriffs tats\u00e4chlich?<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Es ist unklar, ob die Ukraine tats\u00e4chlich einen Angriff auf die Milit\u00e4rparade plant. Aber entscheidend ist, dass es m\u00f6glich w\u00e4re. Die Ukraine hat nun eigens hergestellte Marschflugk\u00f6rper namens \u00abFlamingo\u00bb, die Ziele treffen k\u00f6nnen, die \u00fcber 1500 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt sind. Das war erst vor zwei Tagen wieder der Fall. Da wurde eine Fabrik in<strong> <\/strong>Tscheboksary in der Wolgaregion getroffen. <\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Der 9. Mai wurde auch in Vorjahren in reduziertem Umfang gefeiert. Es haben etwa Panzer gefehlt, weil sie an der Front gebraucht wurden. Jetzt aber h\u00e4tte Russland Panzer oder Gesch\u00fctze zur Verf\u00fcgung, weil an der Front vor allem mit Drohnen gek\u00e4mpft wird. Aber diesmal wird die Kriegstechnik fehlen wegen der realen Gefahr eines ukrainischen Angriffs \u2013 und dies nicht nur mittels kleiner Drohnen, sondern mittels hochmoderner Raketen. <\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" alt=\"Basilius-Kathedrale und Kremlturm in Moskau, Russland, mit bunten Flaggen.\" class=\"image__img\" loading=\"lazy\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\"\/><\/p>\n<p>                    Legende:<\/p>\n<p>                Vorbereitungen auf den 81. Jahresgedenktag: Der Rote Platz wird geschm\u00fcckt und die Milit\u00e4rparade geprobt.<\/p>\n<p>                    Keystone\/Alexander Zemlianichenko<\/p>\n<p>                                                        <strong>Wie kommt die Warnung der russischen Regierung bei der Bev\u00f6lkerung an?<\/strong><\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Das ist schwer zu messen. Ein Indiz ist die Tatsache, dass Putins Zustimmungswerte selbst bei staatlichen Meinungsumfragen sinken. Das wird h\u00e4ufig mit den versch\u00e4rften Interneteinschr\u00e4nkungen der letzten Monate in Verbindung gebracht. Die Beh\u00f6rden rechtfertigen auch diese Einschr\u00e4nkungen mit der Abwehr von ukrainischen Angriffen. Aber wenn sich das in der Bev\u00f6lkerung jetzt in Zweifel an Putin pers\u00f6nlich \u00e4ussert, dann d\u00fcrften die reduzierten Milit\u00e4rparaden auch schwer zu verkaufen sein. <\/p>\n<p>                                                        Sichtbarkeit in der \u00d6ffentlichkeit oder Selbstschutz \u2013 steckt Putin in einem Dilemma?<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Es ist tats\u00e4chlich ein Dilemma, weil er einen imagesch\u00e4digenden Angriff m\u00f6glichst verhindern muss. Aber er kann die Feierlichkeiten nicht ganz absagen, weil auch das dem Image schaden w\u00fcrde. Jetzt muss er das kleinere \u00dcbel w\u00e4hlen \u2013 und das in einer ohnehin schwierigen Phase. Die fl\u00e4chendeckende Repression kratzt an seiner Beliebtheit und an der Front kommt Russland kaum voran. Dieser Feiertag, den er in Vorjahren so triumphal gefeiert hat, kommt f\u00fcr Putin jetzt zur Unzeit. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Russland gedenkt am 9. Mai dem Sieg \u00fcber Nazideutschland. In Moskau wird wie gewohnt auf dem Roten Platz&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1002731,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,13,14,15,4043,4044,850,307,12],"class_list":{"0":"post-1002730","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-russia","14":"tag-russian-federation","15":"tag-russische-foederation","16":"tag-russland","17":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116536903597634953","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1002730","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1002730"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1002730\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1002731"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1002730"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1002730"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1002730"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}