{"id":1002782,"date":"2026-05-08T04:15:15","date_gmt":"2026-05-08T04:15:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1002782\/"},"modified":"2026-05-08T04:15:15","modified_gmt":"2026-05-08T04:15:15","slug":"ein-raetsel-namens-fortuna-duesseldorf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1002782\/","title":{"rendered":"Ein R\u00e4tsel namens Fortuna D\u00fcsseldorf"},"content":{"rendered":"<p>Fortuna D\u00fcsseldorf. F95. 18f\u00fcmmenneunzich \u2013 drei Namen, ein Ding: der Fu\u00dfball-Klub der Landeshauptstadt, meiner Heimatstadt. Bekannt, geliebt, verehrt, ignoriert, unverstanden und r\u00e4tselhaft. Neutral ausgedr\u00fcckt: kompliziert, man k\u00f6nnte sagen kaprizi\u00f6s. Was die Frage ausl\u00f6st: Auf welchem Weg n\u00e4hert man sich diesem Konstrukt, um zu beschreiben, wie man es wahrnimmt? Vor allem als jemand, dem das Wort \u201eFan\u201c grunds\u00e4tzlich suspekt ist, der den Klub lediglich mit k\u00fchlem Interesse und ohne Gef\u00fchl als Teil der Stadt betrachtet? Unbelastet von dieser f\u00fcr viele so schweren Beziehungskiste.<\/p>\n<p>Vielleicht kann KI helfen. ChatGPT, emotional ebenfalls unber\u00fchrt, kommt zu diesem Ergebnis: \u201eFortuna ist so etwas wie ein Stehaufm\u00e4nnchen im deutschen Fu\u00dfball: strukturell anf\u00e4llig f\u00fcr Krisen, aber mit genug Substanz, um nicht dauerhaft unten zu bleiben. Anders gesagt: Sie fallen tief \u2013 aber selten endg\u00fcltig.\u201c Das sagt der virtuelle Klugschei\u00dfer. Tr\u00f6stlich, oder?<\/p>\n<p>1981 gibt es f\u00fcr mich den ersten Kontakt. Beim neuen Job als junger Redakteur der Rheinischen Post in D\u00fcsseldorf kommt man an Fortuna nicht vorbei. \u00dcberrascht erlebe ich die Emotionen bei den Menschen. Die Tochter eines Kollegen, ein Teenager, ist gl\u00fchende Verehrerin, fiebert mit, trauert bei Niederlagen, jubelt bei Siegen. Eine neue Erfahrung f\u00fcr mich: Bis dato kannte ich keine weiblichen Fu\u00dfballbegeisterten, schon gar nicht so junge.<\/p>\n<p><strong>Fahrstuhl-Mannschaft<\/strong><br \/>Es folgen die Monate und Jahre voller Auf- und Abstiege. Ich lerne, dass es f\u00fcr Vereine mit solchem Schicksal einen Namen gibt: Fahrstuhl-Mannschaft, immer rauf und runter. Gemeint sind damit meistens Bielefeld oder Bochum. Bei den D\u00fcsseldorfern ist es \u00e4hnlich: Nach meinem Eindruck dauernd zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betr\u00fcbt. Aber in welcher Liga auf welchem Platz F95 steht \u2013 es tangiert mich trotzdem nur am Rande. Zumal ich in diesen Zeiten das Punktesystem der Ligen nicht verstehe und nicht verstehen will.<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich h\u00f6re ich erstmals zwei Namen: Thomas und Klaus Allofs. Offenbar Top-Spieler, gro\u00dfe Hoffnungen ruhen auf den Br\u00fcdern. Mir fallen sie aber nur auf, weil ein fr\u00fcherer Oberb\u00fcrgermeister D\u00fcsseldorfs, Josef K\u00fcrten, pl\u00f6tzlich seinen Austritt aus dem Verein verk\u00fcndet, weil dieser einen der beiden \u2013 ich glaube, es war Klaus \u2013 verkauft. Das, so unken einige als Experten auftretende Menschen bis heute, war der Beginn des Niedergangs. Andere, und das ist typisch f\u00fcr diese Diskussion, widersprechen vehement. 40 Jahre ist das her.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Fortuna D\u00fcsseldorf. F95. 18f\u00fcmmenneunzich \u2013 drei Namen, ein Ding: der Fu\u00dfball-Klub der Landeshauptstadt, meiner Heimatstadt. 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