{"id":1003207,"date":"2026-05-08T08:20:13","date_gmt":"2026-05-08T08:20:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1003207\/"},"modified":"2026-05-08T08:20:13","modified_gmt":"2026-05-08T08:20:13","slug":"hallo-leipzig-so-startet-freitag-der-8-mai-2026-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1003207\/","title":{"rendered":"Hallo Leipzig: So startet Freitag, der 8. Mai 2026 \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Die Museumsnacht in Leipzig und Halle macht am Wochenende ein besonders dunkles Kapitel unserer Geschichte sichtbar. Der NABU z\u00e4hlt ab heute unser gefiederten Freunde, auf der Dieskaustra\u00dfe ist am Morgen eine Sperrung aufgehoben worden, der Burgplatz l\u00e4dt zum Europafest \u2013 und heute Nachmittag gedenkt Leipzig auf dem Ostfriedhof der Opfer von Krieg und NS-Diktatur.<\/p>\n<p>Es geht voran \u2013 nun ja\u2026<\/p>\n<p>Endlich \u2013 m\u00f6gen viele denken, die es \u00fcber die <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/dieskaustrasse\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Dieskaustra\u00dfe<\/a> gen S\u00fcden zieht: Streckenfreigabe! Die Absperrungen sind seit den fr\u00fchen Morgenstunden Geschichte. Und ab morgen f\u00e4hrt auch wieder die Stra\u00dfenbahn. Die Euphorie findet ihr Ende jedoch an der Radrennbahn. Dort kehrt die Bimmel um. Und unter der n\u00e4chsten Br\u00fccke endet auch das weitere Fahrvergn\u00fcgen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/DSC_1025.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-656442\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/DSC_1025.jpg\" alt=\"\" width=\"6048\" height=\"4032\"  \/><\/a>Ab heute wieder freie Fahrt auf der Diekskaustra\u00dfe. Wenn auch nur zwischen Radrennbahn und Adler. Foto: Benjamin Weinkauf<\/p>\n<p>Das neue Gleisdreieck ersetzt die bisherige Gleisschleife in der P\u00f6rstener-, K\u00f6tzschauer- und Luckaer Stra\u00dfe. Das 56 Meter lange Bauwerk soll k\u00fcnftig nur bei St\u00f6rungen oder Veranstaltungen genutzt werden. Bis die Linie 3 wieder nach Knautkleeberg verkehrt, werden wohl noch gut zwei Jahre vergehen. Baub\u00fcrgermeister Thomas Dienberg w\u00fcrdigt die bisherigen Ma\u00dfnahmen in einer \u00f6ffentlichen Mitteilung: \u201eDie anstrengende Bauphase hat sich gelohnt: Zus\u00e4tzlich zur erneuerten Infrastruktur gibt es nun erstmals eine sichere Querungsm\u00f6glichkeit durch eine Fu\u00dfg\u00e4ngerampel und beidseitig Radverkehrsanlagen entlang der Stra\u00dfe.\u201c<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/30a11107ffb64b4bb19213d2d0845dc2.gif\" alt=\"\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/der-tag\/2026\/05\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/der-tag\/2026\/05\/1\"\/><\/p>\n<p>Seit Sommer 2024 ist Knautkleeberg von der Welt der <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/strassenbahn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Stra\u00dfenbahnen<\/a> abgeschnitten. Die marode Hauptverkehrsstra\u00dfe war, wie man so sagt, \u201ein die Jahre gekommen\u201c. Nun kommt sie vor allem in die Kassenb\u00fccher. F\u00fcr den gesamten Umbau der Dieskaustra\u00dfe waren urspr\u00fcnglich Gesamtkosten von rund 21,8 Millionen Euro veranschlagt. Inzwischen liegt das Projekt laut aktuellen Berichten bei Kosten von etwa 30 Millionen Euro. Ursache sind vor allem stark gestiegene Baupreise infolge der Energie- und \u00d6lkrise. Abh\u00e4ngigkeiten machen sich eben nicht bezahlt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/DSC_1060.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-656444\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/DSC_1060.jpg\" alt=\"\" width=\"6048\" height=\"4032\"  \/><\/a>Der Weg nach S\u00fcden bleibt versperrt. Die Dieskaustra\u00dfe leidet mit ihren Anwohnern. Foto: Benjamin Weinkauf<br \/>\nGedenken an einem oft \u00fcbersehenen Ort<\/p>\n<p>Mit der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg. An die Verfolgten und Toten aller Nationen, Ethnien und Konfessionen sowie an das unermessliche Leid, das die nationalsozialistische Diktatur \u00fcber weite Teile Europas brachten, erinnert die Stadt Leipzig heute mit einer feierlichen Gedenkveranstaltung auf dem <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/ostfriedhof\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ostfriedhof<\/a>. Die \u00f6ffentliche Veranstaltung beginnt um 16 Uhr an der dortigen Kapelle.<\/p>\n<p>Mit dem Verlesen biografischer Daten einzelner Opfer soll stellvertretend der Millionen Toten gedacht werden. Im Anschluss f\u00fchrt ein gemeinsamer Gang zu mehreren Gedenkorten auf dem Friedhof, an denen Blumen und Kr\u00e4nze niedergelegt werden. Stationen sind die Gedenkst\u00e4tte der 32 Opfer des Nationalsozialismus vom 13. April, das Polnische Ehrenmal, die Gedenkst\u00e4tte der ausl\u00e4ndischen <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/Zwangsarbeit\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter<\/a> verschiedener Nationen, der Gedenkstein f\u00fcr die italienischen Opfer des Zweiten Weltkriegs, die Sowjetischen Ehrenmale, die Gedenkst\u00e4tte f\u00fcr die Opfer der nationalsozialistischen Gewalt sowie der Gedenkort f\u00fcr die Opfer der NS-Euthanasie und Kinder-Euthanasie.<\/p>\n<p>Der Ostfriedhof z\u00e4hlt zu den bedeutendsten Kriegsgr\u00e4berst\u00e4tten in Leipzig. Seit dem Ende des <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/zweiter-weltkrieg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zweiten Weltkriegs<\/a> entwickelte er sich zu einem zentralen Ort des Erinnerns an die Opfer von Krieg, nationalsozialistischer Gewaltherrschaft und Zwangsarbeit. Auf dem rund 19 Hektar gro\u00dfen Gel\u00e4nde befinden sich zahlreiche Ehrenmale und Gr\u00e4berfelder, die an unterschiedliche Opfergruppen erinnern. Dazu geh\u00f6ren sowjetische Soldaten ebenso, wie polnische und italienische Kriegsopfer, Zwangsarbeiter verschiedener Nationen sowie Menschen, die Opfer der nationalsozialistischen <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/euthanasie\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u201eEuthanasie\u201c-Verbrechen<\/a> wurden.<\/p>\n<p>Besonders pr\u00e4gend ist ein Gr\u00e4berfeld mit 766 Kriegstoten verschiedener Nationen. Historiker bewerten den Ostfriedhof deshalb als einen Ort, an dem sich die internationale Dimension des Krieges und seiner Folgen besonders deutlich ablesen l\u00e4sst. Auch die Geschichte der nationalsozialistischen Zwangsarbeit in Leipzig wird auf dem Friedhof am Ende der Oststra\u00dfe sichtbar. Bis heute finden dort regelm\u00e4\u00dfig Kranzniederlegungen und internationale Gedenkveranstaltungen statt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_3053.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-656425\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_3053.jpeg\" alt=\"\" width=\"3986\" height=\"2658\"  \/><\/a>Auf dem Leipziger Ostfriedhof wurden mehr als 5.000 Kriegstote und Opfer der NS-Justiz beigesetzt. Foto: Benjamin Weinkauf<br \/>\nEuropa nach dem Krieg<\/p>\n<p>Am morgigen Samstag wird der Burgplatz von 12 bis 18 Uhr zum Treffpunkt f\u00fcr Freunde eines Europas, das mehr sein will als Politik und B\u00fcrokratie. Der \u201eEuropatag\u201c erinnert an die Erkl\u00e4rung des franz\u00f6sischen Au\u00dfenministers Robert Schumann vom 9. Mai 1950 \u2013 und damit an die Idee eines friedlichen, vereinten Europas.<\/p>\n<p>Gerade in Zeiten von Krieg, Nationalismus und wachsender Spaltung gewinnt dieser Gedanke neue Bedeutung. Auf dem <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/burgplatz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Burgplatz<\/a> wird Europa deshalb nicht diskutiert, sondern erlebt: mit Musik, Begegnungen, Kultur und Spezialit\u00e4ten aus verschiedenen L\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Der Verein \u201eEuropa-Union Sachsen\u201c, die Jungen Europ\u00e4ischen F\u00f6rderalist:innen Sachsen e.V., die Leipziger St\u00e4dtepartnerschaftsvereine und das Institut Fran\u00e7ais Leipzig gestalten ein Programm mit Mitmachangeboten, einer begehbaren Europakarte, Upcycling-Aktionen und kulinarischen Kostproben wie Borschtsch, Varenyky, griechischen S\u00fc\u00dfspeisen und franz\u00f6sischem K\u00e4se.<\/p>\n<p>F\u00fcr die musikalische Begleitung sorgen die franz\u00f6sische S\u00e4ngerin Lusie Caroulle, das Nachwuchsstreichorchester \u201eBachs Streichkinder\u201c sowie Ch\u00f6re mit armenischen und ukrainischen Liedern.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_0865.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-656585\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_0865.jpeg\" alt=\"\" width=\"816\" height=\"544\"  \/><\/a>Europa gestalten als Familie der Freiheit. Ohne diesen Gedanken w\u00e4re die friedliche Revolution nicht Wirklichkeit geworden. Foto: Benjamin Weinkauf<br \/>\nMuseumsnacht macht SED-Verbrechen sichtbar<\/p>\n<p>Zur Museumsnacht am 9. Mai \u00f6ffnet in Leipzig erneut ein Ort, der lange im Verborgenen lag und bis heute zu den d\u00fcstersten Kapiteln der DDR-Geschichte z\u00e4hlt. Das B\u00fcrgerkomitee Leipzig bietet von 18.00 bis 24.00 Uhr laufend F\u00fchrungen durch die original erhaltenen R\u00e4ume der ehemaligen \u201eZentralen Hinrichtungsst\u00e4tte der DDR\u201c an. In der ehemaligen Hausmeisterwohnung der damaligen Strafvollzugseinrichtung Alfred-K\u00e4stner-Stra\u00dfe in der <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/suedvorstadt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Leipziger S\u00fcdvorstadt<\/a>, wenige Meter vom heutigen Caf\u00e9 Ma\u00eetre entfernt, wurden zwischen 1960 und 1981 nach aktuellem Forschungsstand insgesamt 64 von DDR-Gerichten zum Tode verurteilte Menschen hingerichtet \u2013 zun\u00e4chst mit dem Fallbeil, ab 1967 durch \u201eunerwarteten Nahschuss in das Hinterhaupt\u201c.<\/p>\n<p>Die F\u00fchrungen informieren \u00fcber die damaligen Vollstreckungsabl\u00e4ufe und die systematische Geheimhaltung rund um die Todesurteile. Die Leichen der Hingerichteten wurden anschlie\u00dfend zum <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/suedfriedhof\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Leipziger S\u00fcdfriedhof<\/a> gebracht, dort als namenlose \u201eAnatomieleichen\u201c verbrannt und anonym verscharrt. Um die tats\u00e4chlichen Umst\u00e4nde zu verschleiern, wurden Todesursachen und Sterbeorte in amtlichen Dokumenten bewusst gef\u00e4lscht. Nach Einsch\u00e4tzung des B\u00fcrgerkomitees wurden alle in Leipzig Hingerichteten unabh\u00e4ngig vom jeweiligen Tatvorwurf Opfer einer nicht rechtsstaatlichen Justiz, die unter direkter Kontrolle der SED und des MfS stand. In vielen F\u00e4llen seien die Urteile bereits vor Beginn der Verhandlungen festgelegt gewesen.<\/p>\n<p>Erst Ende 1987 wurde die <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/Todesstrafe\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Todesstrafe<\/a> in der <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/DDR-Geschichte\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">DDR<\/a> abgeschafft. Das B\u00fcrgerkomitee Leipzig e. V. setzt sich seit Jahren f\u00fcr den Erhalt der denkmalgesch\u00fctzten St\u00e4tte ein, an der die letzten Hinrichtungen auf deutschem Boden vollzogen wurden. Besichtigungen sind derzeit nur zur Museumsnacht und am Tag des offenen Denkmals m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Welche Mechanismen aus Angst, Druck und Willk\u00fcr hinter dem t\u00f6dlichen System standen, greift auch der <a href=\"https:\/\/www.3sat.de\/film\/spielfilm\/nahschuss-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Spielfilm \u201eNahschuss\u201c von Franziska St\u00fcnkel<\/a> auf. Das 2021 erschienene Werk orientiert sich an der Geschichte von Werner Teske, dem letzten in der DDR hingerichteten Menschen. Gezeigt wird der Weg eines Wissenschaftlers, der durch den DDR-Geheimdienst zunehmend in Abh\u00e4ngigkeit, \u00dcberwachung und Schuld ger\u00e4t und schlie\u00dflich durch einen \u201eunerwarteten Nahschuss\u201c get\u00f6tet wird \u2013 jene Hinrichtungsmethode, die auch in Leipzig angewandt wurde, wenige Meter entfernt vom Fu\u00dfweg, der vom Park an der Arthur-Hoffmann-Strasse zur \u201eKarli\u201c f\u00fchrte. Und f\u00fchrt. Der Film macht damit sichtbar, wof\u00fcr der historische Ort bis heute steht: f\u00fcr ein System aus Geheimhaltung, Machtmissbrauch und staatlicher Gewalt.<\/p>\n<p>Das gesamte, umfassende Programm der Museumsnacht, die gleichzeitig in Leipzig und Halle stattfindet, ist <a href=\"https:\/\/www.museumsnacht-halle-leipzig.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">ONLINE einsehbar<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_5388.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-633666\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_5388.jpg\" alt=\"\" width=\"4032\" height=\"3024\"  \/><\/a>Bedr\u00fcckend. Der letzte Raum vor der Hinrichtung durch den Vollstrecker des SED-Staates. Foto: Benjamin Weinkauf<br \/>\nSind noch alle V\u00f6gel da?<\/p>\n<p>Um einen aktuellen \u00dcberblick \u00fcber die Zahl der mit uns Lebenden V\u00f6gel zu bekommen, ruft der <a href=\"https:\/\/www.nabu.de\/tiere-und-pflanzen\/aktionen-und-projekte\/stunde-der-gartenvoegel\/mitmachen\/12296.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Naturschutzbund (NABU)<\/a> zu seiner <a href=\"https:\/\/www.nabu.de\/tiere-und-pflanzen\/aktionen-und-projekte\/stunde-der-gartenvoegel\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">j\u00e4hrlichen Z\u00e4hlaktion<\/a> auf und freut sich auf rege Unterst\u00fctzung. Von heute bis zum 10. M\u00e4rz sind B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger eingeladen, eine Stunde lang die Vogelwelt direkt vor der eigenen Haust\u00fcr zu beobachten und ihre Sichtungen zu melden. Ob im Garten, auf einer Parkbank oder vom Balkonfenster aus \u2013 jede Teilnahme helfe dem Natur- und Umweltschutz.<\/p>\n<p>\u201eEs sind keine besonderen Vorkenntnisse n\u00f6tig \u2013 nur Freude und Interesse an der Vogelwelt\u201c, hei\u00dft es in dem entsprechenden Aufruf. Meldeschluss f\u00fcr die diesj\u00e4hrige Aktion ist dann der 18. Mai 2026. Unter allen Teilnehmenden werden \u00fcbrigens attraktive Preise verlost. F\u00fcr die Teilnahme sollen sich Interessierte w\u00e4hrend des Aktionszeitraums vom 8. bis 10. Mai 2026 eine beliebige Stunde Zeit nehmen und ausschlie\u00dflich die V\u00f6gel melden, die innerhalb dieser Stunde beobachtet werden. Nach Angaben der Veranstalter ist dies notwendig, damit die erhobenen Daten \u00fcber die einzelnen Aktionsjahre hinweg vergleichbar bleiben.<\/p>\n<p>Die Beobachtungen k\u00f6nnen anschlie\u00dfend <a href=\"https:\/\/www.nabu.de\/tiere-und-pflanzen\/aktionen-und-projekte\/stunde-der-gartenvoegel\/mitmachen\/12296.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">online \u00fcber ein vorbereitetes Formular<\/a> oder mithilfe der kostenlosen NABU-App \u201eVogelwelt\u201c gemeldet werden. Wer die App zum Bestimmen und Melden nutzen m\u00f6chte, sollte diese zuvor eigenst\u00e4ndig im App Store f\u00fcr iOS oder im Playstore f\u00fcr Android aktualisieren. Im Blick der Aktion stehen ausschlie\u00dflich Vogelarten, die in der N\u00e4he von Menschen leben. Als geeignete Beobachtungsorte gelten unter anderem Dorfpl\u00e4tze, Balkonfenster, Hausg\u00e4rten, Parks, Stadtbrachen oder Einfamilienhaussiedlungen am Stadtrand. Wichtig sei dabei, einen festen Standort auszuw\u00e4hlen und nicht w\u00e4hrend eines Spaziergangs oder in der freien Natur zu z\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Um Doppelz\u00e4hlungen zu vermeiden, soll von jeder Vogelart nur die h\u00f6chste Anzahl notiert werden, die innerhalb einer Stunde gleichzeitig gesehen wird. Die Beobachtungen einer Art werden also nicht zusammengerechnet. Der NABU erl\u00e4utert dies anhand eines Beispiels: Werden zun\u00e4chst zwei Haussperlinge an einer Futters\u00e4ule beobachtet und einige Minuten sp\u00e4ter vier Haussperlinge gleichzeitig im Geb\u00fcsch gesichtet, gilt die Zahl vier als korrektes Ergebnis. Auch V\u00f6gel, die am Himmel fliegen, d\u00fcrfen gez\u00e4hlt werden \u2013 unabh\u00e4ngig davon, ob sie einzeln oder in Schw\u00e4rmen unterwegs sind. Ebenso k\u00f6nnen V\u00f6gel erfasst werden, die zwar nicht gesehen, aber eindeutig am Gesang erkannt werden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Snapseed26.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-656604\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Snapseed26.jpg\" alt=\"\" width=\"3371\" height=\"2247\"  \/><\/a>Ein Sperling sitzt auf einer Hecke und w\u00fcnscht, gez\u00e4hlt zu werden. Foto: Benjamin Weinkauf<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Museumsnacht in Leipzig und Halle macht am Wochenende ein besonders dunkles Kapitel unserer Geschichte sichtbar. 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