{"id":1003445,"date":"2026-05-08T10:35:19","date_gmt":"2026-05-08T10:35:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1003445\/"},"modified":"2026-05-08T10:35:19","modified_gmt":"2026-05-08T10:35:19","slug":"ukraine-krieg-grosser-waldbrand-in-tschernobyl-sperrzone-nach-drohnenabsturz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1003445\/","title":{"rendered":"Ukraine-Krieg: Gro\u00dfer Waldbrand in Tschernobyl-Sperrzone nach Drohnenabsturz"},"content":{"rendered":"<p>Sowohl die Ukraine als auch Russland hatten Feuerpausen verk\u00fcndet \u2013\u00a0allerdings unabh\u00e4ngig voneinander und \u00fcber unterschiedliche Zeitr\u00e4ume. Entsprechend geht der Beschuss ungebremst weiter. Derweil brennt es bei Tschernobyl.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">In der Sperrzone um das einstige Atomkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine ist nach einem Drohnenabsturz ein gro\u00dfer Waldbrand ausgebrochen. Das Feuer w\u00fctete am Freitag auf einer Fl\u00e4che von rund 1100 Hektar, wie die \u00f6rtlichen Beh\u00f6rden erkl\u00e4rten. Der Wind erschwere die L\u00f6scharbeiten. Die radioaktiven Strahlungswerte l\u00e4gen \u201einnerhalb der normalen Grenzen\u201c. Der staatliche Rettungsdienst ver\u00f6ffentlichte ein Bild, das eine gro\u00dfe wei\u00dfe Rauchs\u00e4ule zeigt.<\/p>\n<p>Zur Herkunft der Drohne wurden keine Angaben gemacht. Sie war den Beh\u00f6rden zufolge am Donnerstag in der N\u00e4he des stillgelegten Atomkraftwerks abgest\u00fcrzt, in dem es 1986 zur schlimmsten zivilen Nuklearkatastrophe der Geschichte gekommen war. Nach der Katastrophe wurde wegen der Strahlenbelastung eine Sperrzone von 30 Kilometern eingerichtet. Hunderttausende Menschen wurden aus dem Gebiet evakuiert, das zu gro\u00dfen Teilen weiterhin stark kontaminiert ist.<\/p>\n<p>Nach Angaben des Bundesamtes f\u00fcr Strahlenschutz k\u00f6nnen bei einem Waldbrand rund um Tschernobyl die durch die Atomkatastrophe abgelagerten radioaktiven Stoffe in die Atmosph\u00e4re freigesetzt werden, mit dem Rauch aufsteigen und mit den Luftstr\u00f6mungen verbreitet werden. Die Menge und die Aktivit\u00e4t der radioaktiven Stoffe seien in einem solchen Fall aber keinesfalls mit der Atomkatastrophe vor 40 Jahren zu vergleichen. Trotzdem k\u00f6nnen den Angaben zufolge bei gro\u00dfen Waldbr\u00e4nden radioaktive Stoffe in der Luft auch au\u00dferhalb der Sperrzone nachgewiesen werden.<\/p>\n<p>Die Ukraine hat Russland wiederholt Angriffe auf Atomanlagen vorgeworfen, darunter auch Tschernobyl. Im vergangenen Jahr wurde die Schutzh\u00fclle um das Akw durch eine russische Drohne besch\u00e4digt.<\/p>\n<p>Derweil hat die Ukraine in der Nacht der von Moskau einseitig ausgerufenen Waffenruhe schwere Drohnen- und Raketenangriffe auf russisches Gebiet gestartet. Es gebe Zerst\u00f6rungen durch Drohnentr\u00fcmmer in mehreren St\u00e4dten der Region Rostow, teilte der Gouverneur des s\u00fcdrussischen Gebiets, Juri Sljussar, bei Telegram mit. Seinen Angaben nach wurden in den St\u00e4dten Rostow am Don, Taganrog und Bataisk sowie in einem Landkreis Einschl\u00e4ge registriert. Tote und Verletzte gebe es nicht, betonte er. In der Region gab es auch Raketenalarm.<\/p>\n<p>Nach Angaben Sljussars wurden in Rostow mehrere private Wohnh\u00e4user und ein Lkw besch\u00e4digt. In einem Verwaltungsgeb\u00e4ude sei ein Brand ausgebrochen. Ukrainische Telegram-Kan\u00e4le ver\u00f6ffentlichten derweil zahlreiche Videos aus der Stadt, die schwere Br\u00e4nde zeigen, die bis in den Morgen anhielten. Bei einem der getroffenen Objekte soll es sich um einen R\u00fcstungskonzern handeln. Unabh\u00e4ngig konnten diese Berichte zun\u00e4chst nicht best\u00e4tigt werden.<\/p>\n<p>Aus der knapp 300 Kilometer nord\u00f6stlich von Moskau gelegenen Stadt Jaroslawl wurden ebenfalls Einschl\u00e4ge gemeldet. Nach Angaben des Internetportals \u201eAstra\u201c war einmal mehr die dortige Raffinerie im Fokus der Attacken. Auf im Internet verbreiteten Videos und Bildern sind schwere Br\u00e4nde zu sehen. Gouverneur Michail Jewrajew best\u00e4tigte zwar den Beschuss, machte aber keine Angaben zu Sch\u00e4den.<\/p>\n<p>In zahlreichen russischen Regionen herrschte in der Nacht Luftalarm. Angegriffen wurde dabei laut offiziellen Angaben auch Moskau. B\u00fcrgermeister Sergej Sobjanin meldete den Abschuss von 25 Drohnen, die Richtung Hauptstadt geflogen seien. \u00dcber Folgen der Attacke wurde zun\u00e4chst nichts bekannt.<\/p>\n<p>In der Nacht zum Freitag hatte eine einseitig von Moskau ausgerufene Waffenruhe begonnen, die zu den Feierlichkeiten rund um den Tag des Sieges am 9. Mai halten und speziell die Milit\u00e4rparade in Moskau sch\u00fctzen soll. Eine zuvor von Kiew verk\u00fcndete und bereits ab dem 6. Mai geltende Waffenruhe hatte Russland ignoriert. Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj k\u00fcndigte daraufhin \u201espiegelbildliche\u201c Aktionen an.<\/p>\n<p>Selenskyj erkl\u00e4rte, Russland habe \u201enicht einmal einen symbolischen Versuch unternommen, eine Waffenruhe an der Front einzuhalten\u201c. Im Onlinedienst X schrieb Selenskyj am Freitagmorgen: \u201eWie bereits in den vergangenen 24 Stunden wird die Ukraine auch heute entsprechend reagieren.\u201c Die ukrainische Luftwaffe erkl\u00e4rte, sie habe in der Nacht 56 russische Drohnen nahe der Front abgeschossen. <\/p>\n<p>dpa\/AFP\/s\u00e4d<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Sowohl die Ukraine als auch Russland hatten Feuerpausen verk\u00fcndet \u2013\u00a0allerdings unabh\u00e4ngig voneinander und \u00fcber unterschiedliche Zeitr\u00e4ume. 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