{"id":1003599,"date":"2026-05-08T12:07:15","date_gmt":"2026-05-08T12:07:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1003599\/"},"modified":"2026-05-08T12:07:15","modified_gmt":"2026-05-08T12:07:15","slug":"eu-inc-wird-europa-endlich-attraktiver-fuer-gruender","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1003599\/","title":{"rendered":"EU Inc. \u2013 wird Europa endlich attraktiv(er) f\u00fcr Gr\u00fcnder?"},"content":{"rendered":"<p>Dass diese Fragmentierung mit EU Inc. deutlich verringert werden und damit auch administrative Kosten sinken, davon ist auch <a href=\"https:\/\/fr.linkedin.com\/in\/jeroen-ten-broecke\/en\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Jeroen ten Broecke<\/a>, Rechtsanwalt bei der belgischen Kanzlei Philippe &amp; Partners, \u00fcberzeugt: \u201eInsbesondere f\u00fcr Startups in der Fr\u00fchphase k\u00f6nnten die Reibungsverluste bei grenz\u00fcberschreitenden Aktivit\u00e4ten sinken. Zudem sollte der standardisierte, standardm\u00e4\u00dfig digitale Ansatz es auch deutlich einfacher machen, zu gr\u00fcnden und in allen EU-Mitgliedstaaten t\u00e4tig zu sein.\u201c<\/p>\n<p>Momentan ist schon der <a href=\"https:\/\/www.computerwoche.de\/article\/3845822\/startup-grunden-mit-ki.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Gr\u00fcndungsprozess<\/a> f\u00fcr viele Startups von einem \u00dcberma\u00df an B\u00fcrokratie gepr\u00e4gt. So ben\u00f6tigte Exein in Italien daf\u00fcr einen Notar und Anw\u00e4lte, was zus\u00e4tzliche Kosten und adminsitrativen Aufwand erforderte. \u201eGerade f\u00fcr Startups verkompliziert das die Dinge \u00fcberm\u00e4\u00dfig, weil das Geld in der Regel wegen diverser weiterer Kosten knapp ist. Vom nicht geringen zeitlichen Aufwand einmal ganz abgesehen\u201c, h\u00e4lt Gagliardo fest.<\/p>\n<p>Diese Probleme sah auch <a href=\"https:\/\/fr.linkedin.com\/in\/augustin-prot\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Augustin Prot<\/a>, Mitbegr\u00fcnder des franz\u00f6sischen Tool-Anbieters Weglot auf sich zukommen \u2013 und w\u00e4hlte einen anderen Ansatz: Sein Unternehmen ging 2015 zun\u00e4chst ohne formelle Rechtsstruktur an den Start, um unn\u00f6tige Verwaltungskosten zu vermeiden. Erst als die Gr\u00fcnder nach sechs Monaten davon \u00fcberzeugt waren, das Investment in den administrativen Gr\u00fcndungsprozess rechtfertigen zu k\u00f6nnen, wurde dieser angesto\u00dfen. \u201eDie M\u00f6glichkeit, innerhalb von 48 Stunden f\u00fcr weniger als 100 Euro ein Startup zu gr\u00fcnden, h\u00e4tte uns den Start erheblich vereinfacht \u2013 ebenso wie die Wahl der Rechtsform. Trifft man hier eine falsche Entscheidung, m\u00fcssen wieder Zeit und Energie aufgewendet werden, um das zu korrigieren\u201c, konstatiert der Entrepreneur.<\/p>\n<p>Wer w\u00e4chst, hat noch mehr Arbeit<\/p>\n<p>Wenn ein europ\u00e4isches Unternehmen dann w\u00e4chst, vervielfachen sich die administrativen Herausforderungen noch. Auch davon kann Exein-Gr\u00fcnder Gagliardo ein Lied singen: \u201eJeder neue Markt behandelt uns wie ein neues Unternehmen, was eine zus\u00e4tzliche Belastung darstellt und den routinem\u00e4\u00dfigen Gesch\u00e4ftsbetrieb beeintr\u00e4chtigen kann\u201c, h\u00e4lt der Manager fest. So habe beispielsweise ein k\u00fcrzlich abgeschlossener, revolvierender Kredit von JP Morgan erfordert, Anw\u00e4lte in Deutschland, Gro\u00dfbritannien und Italien zu beauftragen \u2013 sowie drei separate Governance- und Genehmigungsprozesse einzurichten: \u201eDieser Prozess hat drei Monate gedauert. W\u00e4ren die Gesetze harmonisiert gewesen, w\u00e4re das eine Sache von wenigen Stunden gewesen\u201c, meint Gagliardo.<\/p>\n<p>Eine weitere Herausforderung f\u00fcr Unternehmen in ganz Europa sind Aktienoptionen f\u00fcr Mitarbeiter. Denn wie das <a href=\"https:\/\/www.ey.com\/de_de\/insights\/tax-law-magazine\/besteuerung-von-aktienoptionen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">steuerlich behandelt wird<\/a>, variiert innerhalb der einzelnen EU-Mitgliedsstaaten erheblich. Das erschwert es, der Belegschaft diese Option anzubieten, was sich auch auf die Arbeitgeberattraktivit\u00e4t auswirkt. Insbesondere in diesem Punkt erwartet Gagliardo vom EU Inc.-Framework Gro\u00dfes: \u201eDie Komplexit\u00e4t rund um Aktienoptionspl\u00e4ne ist derzeit einfach nur chaotisch. In dieser Hinsicht k\u00f6nnten die Vorschl\u00e4ge im Rahmen von EU Inc. ein Gamechanger f\u00fcr Europa sein.\u201c<\/p>\n<p>Auch Weglot-Gr\u00fcnder Glot sieht die im Rahmen von EU Inc. vorgesehene, einheitliche Regelung zu Aktienoptionen als ein wirkungsvolles Instrument an, um Talente in einem wachsenden Startup zu gewinnen und zu binden: \u201eBislang sorgen die unterschiedlichen Vorschriften in Europa vor allem f\u00fcr ungleiche Wettbewerbsbedingungen im Vergleich zu den USA. Dort ist der Rahmen weitaus simpler und attraktiver.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Dass diese Fragmentierung mit EU Inc. deutlich verringert werden und damit auch administrative Kosten sinken, davon ist auch&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1003600,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-1003599","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116538877464054828","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1003599","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1003599"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1003599\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1003600"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1003599"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1003599"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1003599"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}