{"id":1003927,"date":"2026-05-08T15:17:16","date_gmt":"2026-05-08T15:17:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1003927\/"},"modified":"2026-05-08T15:17:16","modified_gmt":"2026-05-08T15:17:16","slug":"duesseldorf-hofgartenspaziergaenge-sind-gestartet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1003927\/","title":{"rendered":"D\u00fcsseldorf: Hofgartenspazierg\u00e4nge sind gestartet"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Schon viele Male haben die Teilnehmenden die Font\u00e4ne des \u201eJr\u00f6ne Jong\u201c im Weiher neben dem Theatermuseum gesehen. An diesem Sonntagnachmittag schauen sie aber einmal genauer hin. Denn Felix Rissel hat sie auf ein Detail aufmerksam gemacht, das manch einer bislang gar nicht wahrgenommen hat. Doch bevor der Historiker der Gruppe dieses offenbart, fragt er in die Runde: \u201eWer wei\u00df, warum der Jr\u00f6ne Jong auch den Namen \u201ader ungebetene Gast\u2018 tr\u00e4gt?\u201c Die Figur im Teich zeigt den Wassergott Triton, so viel ist klar. Aber wer ist wohl der ungebetene Gast? \u201eEs ist ein Flusspferd, dessen Kopf die Font\u00e4ne speit und Triton beim Fr\u00fchst\u00fcck st\u00f6rt\u201c, erkl\u00e4rt der Historiker und erntet f\u00fcr diese Info Erstaunen. Nicht das einzige Tier, das die rund 20 Teilnehmenden beim Spaziergang durch D\u00fcsseldorfs beliebteste Gr\u00fcnanlage treffen werden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Seit rund vier Jahren f\u00fchrt Felix Rissel Gruppen durch den Hofgarten, erz\u00e4hlt von Theatergr\u00f6\u00dfen, Gartenarchitektur und Sichtachsen. Dabei macht der 49-J\u00e4hrige nicht nur Geschichte lebendig, er stellt auch Bez\u00fcge zur Gegenwart her \u2013 und r\u00e4umt dabei gleich mit so manchem Klischee oder Missverst\u00e4ndnis auf.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Beispielsweise als es um die Neugestaltung der Fl\u00e4che ging, die nach dem Abriss des Tausendf\u00fc\u00dfers \u201eangeblich die historische Verbindung zwischen den beiden Hofgartenteilen wieder herstellen sollte\u201c. Das sei falsch, stellt Rissel klar. \u201eDiese Verbindung hat es nie gegeben.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch die Reiterallee hei\u00dfe eigentlich J\u00e4gerhofallee, erz\u00e4hlt er weiter, und der Experte wei\u00df ebenso, wie es wohl zur Verwechslung kam. \u201eHier starten immer die Sch\u00fctzenumz\u00fcge mit Pferden und Wagen. Das hat sich im Volksmund einfach so eingeb\u00fcrgert\u201c. Die \u201eReitallee\u201c liegt tats\u00e4chlich im Teil des Hofgartens, der sich gegen\u00fcber des Hofg\u00e4rtnerhauses mit dem Theatermuseum befindet. Dort steht ein r\u00f6hrender Hirsch, gestaltet von Bildhauer Josef Pallenberg. Es sei nicht mehr das Original, sagt Rissel seinen Zuh\u00f6rern, weil dessen Material durch Korrosion so besch\u00e4digt worden sei, dass es abgebaut und durch eine Replik ersetzt werden musste.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch hinter dem beliebten Fotospot Ananasberg verbirgt sich eine spannende Geschichte. \u201eDer entstand, weil der Aushub f\u00fcr den Hafen irgendwo hin musste\u201c, wei\u00df Felix Rissel. Und er kann gleich noch mit einer weiteren Information punkten. 1836 wurde darauf ein Caf\u00e9 er\u00f6ffnet, denn \u201eder Hofgarten war damals ein beliebtes Ausflugsziel\u201c, nimmt Rissel sein Publikum mit in die Vergangenheit. \u201eDamals lag der Hofgarten praktisch an der Stadtgrenze.\u201c Nachdem das darauf folgende Restaurant im Zweiten Weltkrieg zerst\u00f6rt wurde, fand sich kein Gastronom, der auf dem Ananasberg neu er\u00f6ffnen wollte, \u201eweil es keine Anbindung an die Kanalisation gab und niemand bereit war, die Kosten daf\u00fcr zu \u00fcbernehmen\u201c, wei\u00df Rissel zu berichten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch aktuellere Ereignisse sind Thema seiner F\u00fchrung, wie beispielsweise das Orkantief Ela, das 2014 eine Schneise der Verw\u00fcstung im Park hinterlie\u00df und dem allein dort 370 B\u00e4ume zum Opfer fielen. \u201eDie Aufforstung begann zwar recht schnell, konnte aber erst 2024 wirklich abgeschlossen werden\u201c, res\u00fcmiert der D\u00fcsseldorfer beim Blick auf die Jungb\u00e4ume an der Reitallee.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Bis Dezember unternimmt Felix Rissel einmal im Monat sonntagnachmittags einen Hofgartenspaziergang. Rund 90 Minuten dauert seine F\u00fchrung, die gespickt ist mit Geschichten, Anekdoten und Erinnerungen. Startpunkt ist immer das Theatermuseum im Hofg\u00e4rtnerhaus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Schon viele Male haben die Teilnehmenden die Font\u00e4ne des \u201eJr\u00f6ne Jong\u201c im Weiher neben dem Theatermuseum gesehen. An&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1003928,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1831],"tags":[25443,3364,29,3405,24259,103734,15906,14874,30,27587,216541,216539,1209,216538,64733,109959,216540],"class_list":{"0":"post-1003927","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-duesseldorf","8":"tag-risse","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-duesseldorf","12":"tag-felix","13":"tag-fontaene","14":"tag-gast","15":"tag-gastronom","16":"tag-germany","17":"tag-historiker","18":"tag-jong","19":"tag-jroene","20":"tag-nordrhein-westfalen","21":"tag-rissel","22":"tag-theatermuseum","23":"tag-triton","24":"tag-ungebetene"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116539624573738908","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1003927","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1003927"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1003927\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1003928"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1003927"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1003927"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1003927"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}