{"id":1004073,"date":"2026-05-08T16:39:16","date_gmt":"2026-05-08T16:39:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1004073\/"},"modified":"2026-05-08T16:39:16","modified_gmt":"2026-05-08T16:39:16","slug":"duesseldorf-kurse-trainer-und-standorte-bei-sport-im-park-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1004073\/","title":{"rendered":"D\u00fcsseldorf: Kurse, Trainer und Standorte bei Sport im Park 2026"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die H\u00e4nde hat Pia Stieler, ganz in Schwarz gekleidet, vor dem Kopf zu F\u00e4usten geballt. Tief atmet sie ein, bevor ihr rechter Arm mit einem kraftvollen Kick nach vorne schnellt, und danach wieder zur\u00fcck. Ger\u00e4uschvoll pustet sie dabei in die k\u00fchle Luft, die den Hauch ihres Atems sichtbar macht.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">An diesem Abend sind im Rheinpark Golzheim nur wenige Spazierg\u00e4nger und Jogger unterwegs. Der Rasen ist nass und rutschig, das Rauschen der Autos auf der angrenzenden Theodor-Heuss-Br\u00fccke vermischt sich mit den Songs von Black Sabbath oder Linkin Park aus der Musikbox, die Stieler unter einen Ahornbaum gestellt hat. Der Rheinturm, der zun\u00e4chst noch am anderen Ende des Parks zu sehen ist, verschwindet nach und nach hinter einer dichten Nebelwand, obwohl Mai ist und nicht November.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Doch das Wetter h\u00e4lt Stieler nicht von ihrem Kurs ab, den sie ab sofort jeden Mittwochabend bei \u201eSport im Park\u201c anbietet. \u201eFitness-Kickboxen\u201c hei\u00dft ihr Angebot, und an diesem ersten, verregneten Tag der neuen Saison sind immerhin vier Teilnehmer dabei. Sie trainieren gemeinsam, kostenlos und drau\u00dfen \u2013 das ist seit 2015 die Idee von \u201eSport im Park\u201c in D\u00fcsseldorf. <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Die Trainer<\/strong> Das Besondere f\u00fcr sie: \u201eMan wei\u00df nie, was passiert und wer kommt\u201c, sagt Pia Stieler. Aber alleine sei sie nie geblieben, egal wie schlecht das Wetter sei. Mit Schlag- und Tritttechniken ohne K\u00f6rperkontakt verbessere \u201eihre\u201c Sportart Ausdauer, Kraft und Koordination \u2013 und eigne sich ideal f\u00fcr den Stressabbau, wie es von der Stadt hei\u00dft. F\u00fcr Stieler ist das Training aber so viel mehr \u2013 n\u00e4mlich der Schl\u00fcssel zu mehr Sicherheit im Alltag.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die 38-J\u00e4hrige ist hauptberuflich Zollbeamtin und dort mittlerweile in der Verwaltung t\u00e4tig. Selbstverteidigung spiele in dem Beruf eine wichtige Rolle, \u00e4hnlich wie f\u00fcr Polizisten, sagt die D\u00fcsseldorferin. Sportlich sei sie au\u00dferdem immer schon gewesen. Und tanzbegeistert: Im Alter von f\u00fcnf Jahren habe sie mit klassischem Ballettunterricht angefangen und sei 16 Jahre lang dabeigeblieben. Vor mehr als zehn Jahren habe sie dann das israelische Selbstverteidigungssystem \u201eKrav Maga\u201c (deutsch: \u201eKontaktkampf\u201c) f\u00fcr sich entdeckt. Es beruht auf intuitiven Bewegungsabl\u00e4ufen, schult Schlag- und Tritttechniken \u2013 ebenso wie das Kickboxen \u2013 sowie nat\u00fcrliche Reflexe. Das Ziel: auf m\u00f6gliche Angriffe und Attacken reagieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zum Gl\u00fcck sei sie selbst nie in eine Situation gekommen, wo das notwendig gewesen w\u00e4re, erz\u00e4hlt Stieler. \u201eAber ich war als Kind und auch als Jugendliche sehr sch\u00fcchtern. Krav Maga hat mir mehr Selbstvertrauen gegeben\u201c, erz\u00e4hlt sie. \u201eEs ist meine Leidenschaft geworden, mein Thema.\u201c Im Laufe der Jahre hat sie sich deshalb nebenberuflich zur professionellen Trainerin ausbilden lassen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auf die Idee zu \u201eSport im Park\u201c habe sie im vergangenen Jahr eine Freundin gebracht. Mittlerweile ist es die dritte Saison f\u00fcr Stieler, in der sie nun erstmals Kickboxen anbiete \u2013 einfach weil dort der Fitnessfaktor im Vordergrund stehe und sie damit noch mehr Menschen erreichen k\u00f6nne. Aktuell ist sie eine von mehr als 30 Trainerinnen und Trainern beim Outdoor-Angebot. <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Die Teilnehmer<\/strong> Schon als es drau\u00dfen noch deutlich k\u00e4lter war, legten einige D\u00fcsseldorfer ihre Matten aus \u2013 und trainierten teils in der D\u00e4mmerung. \u201eSport im Park\u201c gibt es auch in einer Winter-Ausgabe. Dass Anfang Mai nun die weitaus umfangreichere Sommer-Saison gestartet ist, freut Sigrid. Zwei- bis dreimal pro Woche packt sie ihre Tasche, um an dem Angebot teilzunehmen. Und auch Claudia erkl\u00e4rt: \u201eIch mache meist Zumba und funktionales Training.\u201c Dabei schaue sie oft spontan, welcher Kurs an welchem Standort gut zu ihr passe. Das h\u00e4nge auch davon ab, wo sie gerade in D\u00fcsseldorf unterwegs sei. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zu den echten Fans des Programms geh\u00f6ren auch Ludger und Lisa Jung. An einem Samstagnachmittag ist das Paar zur Auftaktveranstaltung von \u201eSport im Park\u201c gekommen. Im Rheinpark Golzheim ist zu diesem Termin sogar eine kleine B\u00fchne aufgebaut. Aus Boxen t\u00f6nt Musik, die Sonne scheint.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Eigentlich ist Ludger Jung leidenschaftlicher L\u00e4ufer, ihm liegt der Sport unter freiem Himmel. Ein Fitnessstudio habe er deshalb noch nie von innen gesehen, sagt er. Seit zwei Jahren kann er sich aber auch f\u00fcr die Kurse von \u201eSport im Park\u201c begeistern. Ihm gef\u00e4llt zum Beispiel, dass dabei Menschen mit ganz unterschiedlichen Trainingsniveaus zusammenkommen. \u201eJeder trainiert einfach so, wie er es am besten schafft\u201c, sagt Jung. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dem stimmt auch die D\u00fcsseldorferin Annemarie zu. Sie steuert regelm\u00e4\u00dfig den Gr\u00fcnzug am Tannenhofweg in Vennhausen an. Am dortigen Wasserspielplatz findet in dieser Saison erneut funktionales Training statt. Dann gehen die Teilnehmer zum Beispiel in tiefe Kniebeugen, st\u00e4rken ihre Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit. \u201eMan macht das, was man kann\u201c, sagt Annemarie. \u201eDer eine bleibt bei den \u00dcbungen auf der Bank sitzen und andere liegen dabei auf dem Boden.\u201c Sie selbst besucht gerne die Kurse, die vormittags stattfinden. <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Die Motivation <\/strong>Die Bewegung an der frischen Luft, die unverbindlichen Termine, das niedrigschwellige und vor allem kostenlose Angebot \u2013 es gibt viele gute Gr\u00fcnde, \u201eSport im Park\u201c zu m\u00f6gen. Einer davon ist auch das Gemeinschaftsgef\u00fchl. \u201eWir haben hier schon viele Leute kennengelernt\u201c, sagt Ludger Jung. \u201eSport im Park ist fantastisch, das ist ein riesiges, gutes Ding.\u201c Manchmal entstehen aus den Kursen sogar ganz neue Freundschaften. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dass der Spa\u00df stets im Vordergrund stehe, betont auch Trainerin Janine Uhlenbruck. \u201eWir vergleichen uns nicht\u201c, erkl\u00e4rt sie. Montags, dienstags und donnerstags l\u00e4dt die 46-J\u00e4hrige zum funktionalen Training ein. \u201eMan wird dabei einmal komplett ,durchbewegt\u2018\u201c, sagt sie.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Angebot sei auch f\u00fcr diejenigen toll, die sich ansonsten \u00fcberwinden m\u00fcssen, zum Sport zu gehen, so Zumba-Trainerin Fatma Susanne Yildizhan. So sei etwa die Musik zus\u00e4tzlich motivierend. Die Besucher der Parks, Spazierg\u00e4nger und Radfahrer seien jedenfalls immer interessiert, wenn die gro\u00dfen Gruppen zum Training zusammenkommen. \u201eManchmal bleiben Leute stehen, die dann ganz spontan mit uns tanzen\u201c, sagt Kristina Bruchmann, die ebenfalls Zumba-Trainerin ist. <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Das Konzept <\/strong>\u201eSport im Park\u201c funktioniert ohne Anmeldung, aber mit einem Stundenplan. Die meisten Teilnehmer suchen sich daraus die f\u00fcr sie passenden Kurse und Standorte aus. Das Gesundheits- und Fitnesstraining richtet sich dabei sowohl an j\u00fcngere als auch an \u00e4ltere Menschen, erkl\u00e4rt die Stadt D\u00fcsseldorf. Sie organisierte das Programm erstmals 2015 als Pilotprojekt. Seitdem ist es immer weiter gewachsen. Mitmachen kann jeder, unabh\u00e4ngig vom pers\u00f6nlichen Fitnessgrad.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eMitzubringen sind ein Handtuch, etwas zu trinken und \u2013 je nach Angebot \u2013 eine Iso- oder Sportmatte\u201c, teilt ein Sprecher der Landeshauptstadt mit. Das Training dauert jeweils rund eine Stunde. Es findet auch bei Regen statt. Nur bei Unwetter m\u00fcssen die Kurse abgesagt werden. <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Das Programm<\/strong> Mehr als 30 D\u00fcsseldorfer Park- und Gr\u00fcnanlagen werden in diesem Jahr zu Freiluftstudios. Das Programm verteilt sich dabei \u00fcber das ganze Stadtgebiet \u2013 von Hellerhof bis nach Wittlaer. Im D\u00fcsseldorfer S\u00fcden bietet zum Beispiel Stefan Schmidt ein funktionales Training an. Bei gutem Wetter kommen am Dienstagabend schon mal rund 90 Sportlerinnen und Sportler in den Schlosspark Benrath. \u201eEs freut mich, dass immer mehr Menschen dabei sind\u201c, sagt er. Der Trainer beobachtet, dass viele Teilnehmer im Laufe der Saison sportliche Fortschritte machen. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Besonders beliebt ist zum Beispiel der Yoga-Fitness-Kurs, der montagabends im Hofgarten stattfindet. Dann dehnen sich in dem zentralen D\u00fcsseldorfer Park mitunter bis zu 400 Menschen zeitgleich, bewegen sich bei \u00dcbungen, die Yoga und Fitness kombinieren. \u201eDiese Energie ist einfach unbeschreiblich\u201c, sagt Saskia Bredemeier. \u201eDas muss man selbst erlebt haben.\u201c Die D\u00fcsseldorferin ist nicht nur Teilnehmerin, sondern auch Trainerin bei \u201eSport im Park\u201c. Mittwochs l\u00e4dt sie zum Yoga in den Schlosspark Eller ein. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Neu dabei ist in diesem Jahr au\u00dferdem der Kurs \u201eYogilates\u201c, eine Mischung aus der ganzheitlichen, indisch-st\u00e4mmigen Sportart sowie Pilates. Erstmals zum Sommer-Programm geh\u00f6ren auch \u201eSalsa Vibes\u201c am Landtag, \u201eLatin Dance Fitness\u201c an der Klemensbr\u00fccke in Kaiserswerth oder \u201eKung Fu easy\u201c. Als neuer Standort wurde der Sonnenpark in Oberbilk aufgenommen. Freitags ab 18 Uhr k\u00f6nnen die D\u00fcsseldorfer dort zum Yoga-Fitness-Angebot vorbeikommen. <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Die Organisatoren<\/strong> Hinter den Kulissen braucht es ein Team, das das Programm koordiniert. Mustafa Al-Azzawi hat in den vergangenen Monaten viel telefoniert. Er hat mit Trainerinnen und Trainern gesprochen, die R\u00fcckmeldungen der Teilnehmer ausgewertet und vor allem den Stundenplan erarbeitet. Seit sechs Jahren ist der 32-J\u00e4hrige im Sportamt f\u00fcr die Organisation von \u201eSport im Park\u201c zust\u00e4ndig. \u201eIch brenne daf\u00fcr\u201c, sagt er \u00fcber das st\u00e4dtische Angebot.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zwar ist er stolz auf die mehr als 39.000 Teilnehmer aus dem vergangenen Sommer. Wichtig sei ihm aber weniger die Anzahl an Menschen, sondern vielmehr, dass die Qualit\u00e4t des Programms stimmt. Daf\u00fcr findet immer wieder eine Evaluation zu \u201eSport im Park\u201c statt. Weil D\u00fcsseldorfer im vergangenen Jahr zum Beispiel anmerkten, dass die Schritte beim Zumba doch recht schnell gewesen seien, gibt es nun einen Anf\u00e4nger-Kurs. \u201eUnd beim Yoga auf der Ballonwiese gab es Beschwerden \u00fcber den G\u00e4nsekot\u201c, so Al-Azzawi. Deshalb wandert das Angebot 2026 in den Sonnenpark.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u00dcberhaupt sind die Parks dann als Standorte geeignet, wenn sie gut erreichbar, sauber und gesch\u00fctzt sind. \u201eDie Anwohner d\u00fcrfen sich au\u00dferdem nicht durch L\u00e4rm bel\u00e4stigt f\u00fchlen\u201c, sagt Ingrid Pohle. Sie geh\u00f6rt seit knapp einem halben Jahr zum \u201eSport im Park\u201c-Team. Gemeinsam mit Al-Azzawi und den Trainern arbeitet sie daran, dass das Angebot m\u00f6glichst viele D\u00fcsseldorfer anspricht \u2013 und die Parks f\u00fcr eine Stunde zu Freiluftstudios werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die H\u00e4nde hat Pia Stieler, ganz in Schwarz gekleidet, vor dem Kopf zu F\u00e4usten geballt. 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