{"id":1004091,"date":"2026-05-08T16:49:36","date_gmt":"2026-05-08T16:49:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1004091\/"},"modified":"2026-05-08T16:49:36","modified_gmt":"2026-05-08T16:49:36","slug":"schaerfere-regel-fuer-airbnb-und-co-hamburg-erschwert-kurzzeitige-zimmervermietung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1004091\/","title":{"rendered":"Sch\u00e4rfere Regel f\u00fcr Airbnb und Co: Hamburg erschwert kurzzeitige Zimmervermietung"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext paragraph first  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-1\" pos=\"1\">Des einen Freud, des anderen Leid. Hamburgs B\u00fcrgerschaft hat sch\u00e4rfere Regeln f\u00fcr Vermieter auf <a href=\"https:\/\/taz.de\/Ferienwohnungen-in-Hamburg\/!5612428\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Onlineplattformen wie Airbnb beschlossen<\/a>. Bisher konnten Teile einer Wohnung zeitlich unbegrenzt tageweise vermietet werden. Ab dem 1. Januar 2027 ist diese Kurzzeitvermietung nur noch f\u00fcr acht Wochen im Jahr erlaubt. Diese Acht-Wochen-Grenze gab es schon, sie galt aber bisher nur, wenn mehr als 50 Prozent einer Wohnung vermietet wurden.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-2\" pos=\"2\">Die <a href=\"https:\/\/www.hamburg.de\/politik-und-verwaltung\/behoerden\/behoerde-fuer-stadtentwicklung-und-wohnen\/aktuelles\/pressemeldungen\/neue-regeln-fuer-die-kurzzeit-und-ferienvermietung-1172596\" target=\"_blank\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\">neue Regelung<\/a> soll Wohnraum f\u00fcr den regul\u00e4ren Mietmarkt sichern und die Rechte von potenziellen Untermietern st\u00e4rken. Und sie soll die \u201etouristische Nutzung\u201c wieder in Hotels und Boardingh\u00e4user verlagern, schreibt der Senat. Die CDU lehnt die Regelung ab, da sie Menschen das Leben erschwere, die gelegentlich ein leeres Zimmer vermieten, um \u00fcber die Runden zu kommen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-4\" pos=\"3\">Dass das \u201eWohnraumschutzgesetz\u201c ge\u00e4ndert wurde, liegt an neuen Vorgaben der Europ\u00e4ischen Union. Die f\u00fchren nun dazu, dass ab dem 20. Mai alle Onlineplattformen wie Airbnb die Daten \u00fcber die vermittelten \u00dcbernachtungen an die zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde \u00fcbermitteln m\u00fcssen. Bisher mussten die Gastgeber selber die Belegung ihrer Bleibe melden. Diese Pflicht entf\u00e4llt nun.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-5\" pos=\"4\">In Hamburg <a href=\"https:\/\/taz.de\/Hamburg-will-Zweckentfremdung-stoppen\/!5525936\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">gilt bereits seit 2019 ein Zweckentfremdungsverbot<\/a> f\u00fcr Wohungen. Seither mussten alle Kurzzeitvermieter ihre Wohnung registrieren lassen und bei allen Inseraten ihre eigene \u201eWohnraumschutznummer\u201c angeben. Diese Pflicht bleibt bestehen, wie es auf der <a href=\"https:\/\/www.hamburg.de\/politik-und-verwaltung\/behoerden\/behoerde-fuer-stadtentwicklung-und-wohnen\/themen\/wohnen\/wohnraumschutz\/faqs-zur-kurzzeitvermietung-und-zum-wohnraumschutz-in-hamburg-1172220\" target=\"_blank\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\">Seite der Beh\u00f6rde f\u00fcr Stadtentwickung und Wohnen<\/a> (BSW) hei\u00dft.<\/p>\n<p>\n\ue80f\n<\/p>\n<p>            Wohnraum ist in Hamburg ein knappes Gut und soll in erster Linie der dauerhaften Wohnnutzung dienen<\/p>\n<p class=\"typo-fotocredit pt-xsmall\">\n<p>            Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein (SPD)<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-7\" pos=\"5\">\u201eWohnraum ist in Hamburg ein knappes Gut und soll in erster Linie der dauerhaften Wohnnutzung dienen\u201c, erkl\u00e4rt Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein (SPD). Mit der \u00c4nderung des Gesetzes solle Wohnraum, der bisher zur Erzielung h\u00f6herer Einnahmen nur kurzzeitig vermietet wird, wieder dem \u201edauerhaften Wohnen\u201c zugef\u00fchrt werden. Stand 30. April gab es in Hamburg 14.332 solcher Wohnraumschutznummern in der Stadt. Betten in Hotels und anderen Herbergen gibt es laut <a href=\"https:\/\/www.statistik-nord.de\/fileadmin\/Dokumente\/G_IV_1-m_26-01_HH.pdf\" target=\"_blank\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\">Statistikamt rund 81.000<\/a>.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-8\" pos=\"6\">\u201eViele Menschen suchen h\u00e4nderingend nach kleineren, passenden oder bezahlbaren Wohnungen und finden keine\u201c, sagt auch die SPD-Abgeordnete Martina Koeppen. Zugleich werde immer mehr Wohnraum durch \u201ekurzfristige und h\u00e4ufig hochpreisige Vermietungen\u201c dem regul\u00e4ren Mietmarkt entzogen. \u201eDeshalb schaffen wir jetzt klare und einheitliche Regeln gegen die Zweckentfremdung.\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-9\" pos=\"7\">Die CDU-Abgeordnete Anke Frieling sagt, sie habe selten zu einem Thema so viele Zuschriften bekommen, wie zu diesem. \u201eDie Menschen wollen, dass es so bleibt, wie es ist, und das kann ich gut nachvollziehen.\u201c Da w\u00e4re zum Beispiel die \u00e4ltere Dame, die in der N\u00e4he eines Krankenhauses wohnt und immer mal wieder f\u00fcr f\u00fcnf Tage ein Zimmer an Angeh\u00f6rige vermietet. \u201eDie m\u00f6chte nicht das Zimmer f\u00fcrs ganze Jahr vermieten, denn so gro\u00df, dass man st\u00e4ndig mit jemand zusammenleben will, ist die Wohnung auch wieder nicht.\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-11\" pos=\"8\">Viele \u00e4ltere Hamburger w\u00fcrden mal kurzfristig die leerstehenden Zimmer ihrer ausgezogenen Kinder vermieten, auch um die st\u00e4ndig steigenden Nebenkosten zu decken. \u201eDiese Befristung auf acht Wochen ist willk\u00fcrlich\u201c, sagt Frieling. Der Senat versch\u00e4rfe hier ein Gesetz ohne Not und R\u00fccksicht auf die Lebensrealit\u00e4t der B\u00fcrger. Wirksamer Wohnraumschutz bedeute, tats\u00e4chliche Zweckentfremdung zu unterbinden, nicht aber \u201edas private Miteinander unter Generalverdacht zu stellen\u201c.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-12\" pos=\"9\">Diese Kritik l\u00e4sst die SPD nicht auf sich sitzen. \u201eAnders als von der CDU dargestellt, bleibt eine zeitweise Vermietung weiterhin m\u00f6glich\u201c, sagt Martina Koeppen. Die kurzzeitige Vermietung f\u00fcr acht Wochen pro Kalenderjahr sei ja weiter erlaubt. Gleichzeitig k\u00f6nnten Wohnungen und Zimmer selbstverst\u00e4ndlich weiter langfristig vermietet werden, etwa an Studierende oder Berufst\u00e4tige, die vor\u00fcbergehend in Hamburg leben. Und Senatorin Karen Pein sagt: \u201eEs spricht gar nichts dagegen, auch einzelne Zimmer zu vermieten \u2013 dann aber bitte langfristig und unter Ber\u00fccksichtigung der orts\u00fcblichen Vergleichsmiete\u201c.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-13\" pos=\"10\">Die Stadtentwicklungsbeh\u00f6rde verweist zu der Frage, unter welchen Konditionen eine private Zimmervermietung erlaubt ist, auf ihre <a href=\"https:\/\/www.hamburg.de\/politik-und-verwaltung\/behoerden\/behoerde-fuer-stadtentwicklung-und-wohnen\/themen\/wohnen\/wohnraumschutz\/faqs-zur-kurzzeitvermietung-und-zum-wohnraumschutz-in-hamburg-1172220\" target=\"_blank\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\">Fragen-und-Anworten-Seite zum Thema<\/a>. Die kurzfristige Vermietung einer Wohnung an wechselnde G\u00e4ste f\u00fcr jene acht Wochen ist demnach zul\u00e4ssig. Auch eine Vermietung f\u00fcr sechs Monate und l\u00e4nger ist zul\u00e4ssig, da sie als \u201eWohnnutzung\u201c gilt. Hier muss der Mietenspiegel beachtet werden, auch darf laut einem Urteil des Bundesgerichtshofs eine Untervermietung keinen Profit erzielen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-15\" pos=\"11\">Doch f\u00fcr kurzfristigere Vermietungen \u00fcber jene acht Wochen hinaus und unterhalb der sechs Monate ist laut den FAQs eine Genehmigung durch die \u201eWohnraumschutzdienststelle\u201c im Bezirksamt n\u00f6tig. Bei drei bis sechs Monaten gebe es daf\u00fcr eine \u201eEinzelfallpr\u00fcfung\u201c, hei\u00dft es auf der Seite. Und bei Zeiten zwischen neun Wochen und drei Monaten liege es \u201eim Ermessen der Wohnraumschutzdienststellen\u201c, dies zu genehmigen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-16\" pos=\"12\">\u201eSo ein kleinteiliger Genehmigungsprozess mit unklarem Ausgang ist f\u00fcr die Menschen nicht zumutbar\u201c, sagt Anke Frieling. Sie prophezeit, dass Zimmer, die bisher gelegentlich vermietet wurden, nicht auf den regul\u00e4ren Mietmarkt wechseln. \u201eSie stehen schlicht leer oder werden nicht mehr genutzt.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Des einen Freud, des anderen Leid. Hamburgs B\u00fcrgerschaft hat sch\u00e4rfere Regeln f\u00fcr Vermieter auf Onlineplattformen wie Airbnb beschlossen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1004092,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[29,30,692],"class_list":{"0":"post-1004091","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-hamburg"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116539986309246048","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1004091","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1004091"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1004091\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1004092"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1004091"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1004091"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1004091"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}