{"id":1004278,"date":"2026-05-08T18:38:16","date_gmt":"2026-05-08T18:38:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1004278\/"},"modified":"2026-05-08T18:38:16","modified_gmt":"2026-05-08T18:38:16","slug":"wolfenbuettel-landeskirche-verwaltung-buendeln-gemeinschaft-staerken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1004278\/","title":{"rendered":"Wolfenb\u00fcttel: Landeskirche &#8211; Verwaltung b\u00fcndeln, Gemeinschaft st\u00e4rken"},"content":{"rendered":"<p class=\"datum\">08.05.2026, 19:51 Uhr<\/p>\n<p><strong>Wolfenb\u00fcttel. Die braunschweigische Landessynode hat sich bei ihrer j\u00fcngsten Tagung am heutigen Freitag <a class=\"redlink\" href=\"https:\/\/regionalheute.de\/wolfenbuettel\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">in Wolfenb\u00fcttel<\/a> \u00fcber den Sachstand der Umsetzung der Strukturreform informiert, hei\u00dft es in einer Pressemitteilung der Ev.-luth.Landeskirche <a class=\"redlink\" href=\"https:\/\/regionalheute.de\/braunschweig\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">in Braunschweig<\/a>.<br \/><\/strong><br \/>\n<\/p>\n<p>Auf den Beschluss der Landessynode vom November 2025 sei eine konsequente Umsetzungsphase gefolgt, erkl\u00e4rte Projektmanager Steven Burek. Das Ziel lasse sich in dem Leitsatz zusammenfassen \u201eVor Ort gestalten, regional verwalten\u201c.<\/p>\n<p>Kirchliches Leben lebendig gestalten<\/p>\n<p>Aufgaben, die viel Verwaltungs-, Finanz- und Geb\u00e4udekompetenz erfordern, sollen auf der regionalen Ebene geb\u00fcndelt und professionell organisiert werden. Vor Ort sollen die Freir\u00e4ume wachsen, das kirchliche Leben lebendig zu gestalten. Die Logik der Strukturreform sei nicht prim\u00e4r eine Verwaltungsentscheidung, sondern ein Gestaltungsprinzip. \u201eOrtsn\u00e4he bleibt ausdr\u00fccklich erhalten, allerdings nicht als \u00fcberall fl\u00e4chendeckend gleiches Verwaltungsraster, sondern als Orientierung kirchlicher Pr\u00e4senz und Beziehungspflege,\u201c so Burek.<\/p>\n<p>Vier neue Propsteien entstehen<\/p>\n<p>Mittlerweile h\u00e4tten alle elf Propsteivorst\u00e4nde Fusionsentscheidungen getroffen. Danach soll es ab 2027 vier Propsteien geben: eine Propstei \u201eHarz\u201c aus Gandersheim-Seesen, Bad Harzburg und Goslar; eine Propstei \u201eHelmstedt, K\u00f6nigslutter, Vorsfelde\u201c; eine Propstei \u201eSalzgitter, Wolfenb\u00fcttel, Sch\u00f6ppenstedt\u201c sowie eine Propstei \u201eBraunschweig-Vechelde\u201c. Ein erstes positives Beispiel f\u00fcr eine bereits vollzogene Fusion auf Propsteiebene sei Vorsfelde.<\/p>\n<p>\nEine Arbeitsgruppe (AG) \u201eStrukturreform\u201c sorge f\u00fcr eine Weiterentwicklung und Umsetzung der Eckpunkte der Strukturreform. In der Arbeitsgruppe w\u00fcrden Grundsatzentscheidungen vorbereitet, Zielbilder gesch\u00e4rft und offene Kl\u00e4rungsbedarfe priorisiert. Au\u00dferdem gebe es drei Unterarbeitsgruppen, um die Arbeit fachlich zu vertiefen: eine AG \u201ePropsteien, Regionalkirchengemeinden, Ortsaussch\u00fcsse, lokale Beteiligung\u201c; eine AG \u201eRecht und Governance\u201c sowie eine AG \u201eVerwaltungsreform\u201c.<\/p>\n<p>Wie Burek erkl\u00e4rte, zeichnen sich in den Arbeitsgruppen mehrere Schwerpunkte ab: Auf Ebene der k\u00fcnftigen Propsteien w\u00fcrden die Aufgaben- und Rollenprofile gesch\u00e4rft, insbesondere die Doppelspitze aus theologischer und gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Verantwortung. Auf Ebene der k\u00fcnftigen Regionalkirchengemeinden gehe es um die Frage, wie Aufgaben aus Verwaltung, Finanzen und Geb\u00e4udewesen sinnvoll geb\u00fcndelt werden k\u00f6nnen. F\u00fcr die ortsnahe Ebene werde die k\u00fcnftige Rolle der bisher als \u201ekirchliche Ortsaussch\u00fcsse\u201c bezeichneten Gremien beraten.<\/p>\n<p>Verwaltungsreform vorantreiben<\/p>\n<p>Parallel werde eine Verwaltungsreform vorangetrieben. Untersucht w\u00fcrden zwei Szenarien: die Vereinheitlichung der Verwaltung in einer gemeinsamen Kirchenverwaltung sowie die Verwaltung in einem Propsteiverband und dem Landeskirchenamt. Dazu geh\u00f6re, dass der Personalbestand in der kirchlichen Verwaltung, Landeskirchenamt, Propsteiverb\u00e4nde und Verwaltungsstellen, bis 2035 sozialvertr\u00e4glich und im Wesentlichen durch Altersfluktuation um 35 Prozent reduziert werden soll.<\/p>\n<p>In einer anschlie\u00dfenden Diskussion ging es unter anderem um demokratische Mitwirkungsm\u00f6glichkeiten auf Ebene der k\u00fcnftigen Propsteien und vor Ort. Daran erinnerte ein Antrag der Propstei Bad Harzburg. Entsprechende Regelungen w\u00fcrden in den Arbeitsgruppen derzeit erarbeitet, wie Carsten Schillert aus Delligsen erkl\u00e4rte. Und Kay Florysiak aus Braunschweig betonte, dass f\u00fcr die k\u00fcnftigen Propsteien bereits in diesem Jahr Haushaltspl\u00e4ne aufgestellt werden m\u00fcssen. Deswegen sei jetzt eine entsprechende Unterst\u00fctzung durch die Verwaltung notwendig. <\/p>\n<p>Vor der Presse lobt die Pr\u00f6pstin von Helmstedt, Katja Witte-Knoblauch, die Strukturreform. Die Ver\u00e4nderungen erm\u00f6glichten vor Ort wieder mehr Zeit f\u00fcr die eigentlichen Aufgaben der Kirche. Und Landesbisch\u00f6fin Dr. Christina-Maria Bammel warb f\u00fcr eine solidarische Haltung. Es gehe darum, die Kr\u00e4fte miteinander zu teilen und gemeinsam Verantwortung zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"08.05.2026, 19:51 Uhr Wolfenb\u00fcttel. 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