{"id":1004712,"date":"2026-05-08T22:40:15","date_gmt":"2026-05-08T22:40:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1004712\/"},"modified":"2026-05-08T22:40:15","modified_gmt":"2026-05-08T22:40:15","slug":"sanierung-drei-tochterunternehmen-weg-der-neue-porsche-chef-setzt-radikal-aufs-kerngeschaeft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1004712\/","title":{"rendered":"Sanierung: Drei Tochterunternehmen weg \u2013 der neue Porsche-Chef setzt radikal aufs Kerngesch\u00e4ft"},"content":{"rendered":"<p>Kein Verkauf, kein Partner: Der Sportwagenbauer macht drei Tochterunternehmen mit 500 Mitarbeitern einfach zu. Das zeigt, wie hart der neue Chef Michael Leiters Porsche sanieren will.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Auf ihrer <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/porsche-ep.jobs.personio.com\/job\/2553753?display=de\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/porsche-ep.jobs.personio.com\/job\/2553753?display=de&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Website sucht <\/a>die Porsche E-Bike Performance GmbH noch einen Personalchef. Zu den Aufgaben geh\u00f6rt \u201eempathische Kommunikation\u201c, um die Mitarbeiter f\u00fcr die kommende Wachstums-Periode zu motivieren \u2013 in enger Abstimmung mit dem Sportwagenbauer Porsche AG.<\/p>\n<p>Doch statt um Wachstum geht es nun um das schnelle Ende. Porsche meldete am Freitag, dass man gleich drei Tochtergesellschaften den Stecker ziehen werde. Anders als sonst \u00fcblich geht es nicht darum, K\u00e4ufer oder Partner zu finden. <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/porsche\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/porsche\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Porsche<\/a> macht die drei Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Feldern einfach dicht.<\/p>\n<p>Die Entscheidung unterstreicht den Sanierungskurs von <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus69b15848234864f234f05031\/kurskorrektur-bei-porsche-weniger-mitarbeiter-bessere-aber-teurere-autos-die-vision-von-michael-leiters.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus69b15848234864f234f05031\/kurskorrektur-bei-porsche-weniger-mitarbeiter-bessere-aber-teurere-autos-die-vision-von-michael-leiters.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Porsche-Chef Michael Leiters<\/a>. Er will den Autobauer, der sich in Felder von Unternehmensberatung bis Design ausgebreitet hat, wieder st\u00e4rker auf das Kerngesch\u00e4ft mit <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/sportwagen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/sportwagen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sportwagen<\/a> fokussieren. Denn wegen der zunehmenden Konkurrenz in China, den Z\u00f6llen in den USA und einer zu schnellen Umstellung auf E-Mobilit\u00e4t hat Porsche Probleme: Abschreibungen dr\u00fcckten den operativen Gewinn im vergangenen Jahr fast auf null.<\/p>\n<p>Leiters will seine neue Gesamtstrategie im Herbst vorstellen. Er hat aber schon klargemacht, dass er zuvor keine harten Schnitte scheuen will. F\u00fcr das Autogesch\u00e4ft laufen seit Monaten Verhandlungen mit den Betriebsr\u00e4ten \u00fcber Personalabbau.<\/p>\n<p>Auch bei den jetzt verk\u00fcndeten Vollbremsungen sollen die Betriebsr\u00e4te mitreden. Viel zu retten gibt es allerdings angesichts der Komplettschlie\u00dfungen nicht. Leiters demonstriert, dass er anders vorgeht als etwa der Mutterkonzern VW, der f\u00fcr seine Werke in Dresden und Osnabr\u00fcck aufwendig Partner sucht, statt sie einfach zu schlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Wenig \u00fcberraschend d\u00fcrfte der Schritt f\u00fcr die 50 verbliebenen Mitarbeiter der Batterietochter Cellforce gewesen sein. Eigentlich sollte das Unternehmen in Kirchentellinsfurt extrem leistungsf\u00e4hige Batterien entwickeln und bauen, mit denen sich der Sportwagenbauer von der Konkurrenz absetzen wollte. Doch das Scheitern war absehbar: Schon im vergangenen Sp\u00e4tsommer schloss Porsche die Produktion mit 200 Mitarbeitern und verschonte nur die Entwickler. Ihnen war es jedoch nicht gelungen, gegen die viel gr\u00f6\u00dferen Konzerne aus China einen so starken technologischen Vorsprung herauszuarbeiten, dass er Porsche einen sp\u00fcrbaren Wettbewerbsvorteil gebracht h\u00e4tte. Zudem verlangsamte Porsche damals seine Elektro-Strategie zugunsten einer l\u00e4ngeren Laufzeit f\u00fcr Verbrenner.<\/p>\n<p>Der E-Bike-Markt schw\u00e4chelt<\/p>\n<p>Mehr Hoffnung steckte in der E-Bike-Tochter. Porsche hatte die kroatische Elektrorad-Marke Greyp und das M\u00fcnchener E-Bike-Startup Fazua aufgekauft. Ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem niederl\u00e4ndischen Fahrradkonzern Pon (Gazelle, Kalkhoff, Cannondale, Swapfiets) sollte ein eigenst\u00e4ndiges Porsche-E-Bike entwickeln. Schon im Januar kam das Aus f\u00fcr dieses Projekt.<\/p>\n<p>Damals hie\u00df es noch, die Entwicklung innovativer Antriebssysteme f\u00fcr E-Bikes werde ohne Unterbrechung fortgesetzt. Schlie\u00dflich hat Fazua bereits mehrere Kunden. Doch nun ist damit Schluss. Grund seien \u201egrundlegend ver\u00e4nderte Marktbedingungen f\u00fcr E\u2011Bike-Antriebe\u201c, meldete Porsche am Freitag. Tats\u00e4chlich schw\u00e4chelt der Markt, der mit der Pandemie ein Hoch erlebt hatte. Etablierte Hersteller von Antrieben wie Bosch sp\u00fcren zunehmende Konkurrenz aus Fernost.<\/p>\n<p>Betroffen von dem E-Bike-Aus sind 350 Mitarbeiter in der kroatischen Hauptstadt Zagreb und in M\u00fcnchen. Auch die Cetitec GmbH besch\u00e4ftigt 30 Menschen in Kroatien und weitere 60 in Pforzheim. Das Unternehmen habe \u201espezialisierte Software f\u00fcr Datenkommunikation f\u00fcr Porsche und den gesamten Volkswagen Konzern\u201c erstellt, meldete Porsche: \u201eAuch hier hat sich das Marktumfeld ver\u00e4ndert, und Entwicklungsumf\u00e4nge wurden verlagert.\u201c<\/p>\n<p><b>Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und <\/b><a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.businessinsider.de\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\"><b>Business Insider<\/b><\/a><b> erstellt.<\/b><\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/christoph-kapalschinski\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/autor\/christoph-kapalschinski\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><b>Christoph Kapalschinski<\/b><\/a><b> berichtet als Redakteur \u00fcber die <\/b><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/autoindustrie\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/autoindustrie\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><b>Autoindustrie<\/b><\/a><b>.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kein Verkauf, kein Partner: Der Sportwagenbauer macht drei Tochterunternehmen mit 500 Mitarbeitern einfach zu. 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