{"id":1004756,"date":"2026-05-08T23:08:19","date_gmt":"2026-05-08T23:08:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1004756\/"},"modified":"2026-05-08T23:08:19","modified_gmt":"2026-05-08T23:08:19","slug":"das-perigord-im-suedwesten-frankreich-bietet-kultur-und-genuss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1004756\/","title":{"rendered":"Das P\u00e9rigord im S\u00fcdwesten Frankreich bietet Kultur und Genuss"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ruhig gleitet die Gabarre \u00fcber die Dordogne bei La Roque-Gageac. An Bord sitzen rund ein Dutzend Urlauber und lauschen den Geschichten des Steuermanns. \u201eBis Mitte des 19. Jahrhunderts wurde mit den schweren Holzbooten rund 60 Prozent des Warenverkehrs von hier bis nach Bordeaux durchgef\u00fchrt. Wein ging flussabw\u00e4rts, zur\u00fcck wurden die Boote mit Fleisch, K\u00e4se und Salz, das man f\u00fcr die Konservierung von Lebensmitteln brauchte, von Treidlern gezogen. Es gab ja noch keine Eisenbahn und keine K\u00fchlschr\u00e4nke\u201c sagt er und l\u00e4chelt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Am Ufer stakst ein Reiher, Libellen in allerlei Farben flattern durch die Luft. Die traditionellen H\u00e4user des Ortes posieren postkartentauglich vor einem gewaltigen Felsen und locken die Urlauber in exquisite Restaurants, Caf\u00e9s und Boutiquen. Die Atmosph\u00e4re hier im Hinterland der Atlantikk\u00fcste ist entspannt und nicht ganz so touristisch gepr\u00e4gt wie an der K\u00fcste.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das P\u00e9rigord, das ungef\u00e4hr dem D\u00e9partement Dordogne entspricht, ist eine der waldreichsten Gegenden Frankreichs. Aber nicht nur das. Der Norden um Brant\u00f4me ist h\u00fcgelig, um P\u00e9rigueux gibt es ausgedehnte Kalksteinplateaus, um Sarlat dunkle Eichen- und Pinienw\u00e4lder, um Bergerac ausgedehnte Weinanbaugebiete. So haben die Tourismusverantwortlichen f\u00fcr das Gebiet kurzerhand vier Regionen definiert: gr\u00fcnes, wei\u00dfes, schwarzes und purpurnes P\u00e9rigord. Ein \u00dcberblick<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Charmante Stadt an der Isle<\/strong><\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">P\u00e9rigueux ist das Drehkreuz des P\u00e9rigord. Von hier sind die Sehensw\u00fcrdigkeiten der Region schnell erreicht. Dabei hat die Kleinstadt am Fluss Isle selbst einiges zu bieten: skurrile Geb\u00e4ude wie den ehemaligen Wachposten Eschif aus dem 14. Jahrhundert, die byzantinische Saint-Front Kathedrale und rund 80 Restaurants, zum Beispiel unter den gewaltigen Linden am Place Saint Silain. Im Sommer verwandeln sich die Pl\u00e4tze und Fu\u00dfg\u00e4ngerzonen jeden Mittwochabend in einen einzigen Open-Air-Gourmet-Tempel. Einen Einblick in das Leben der Bourgeoisie vor 2000 Jahren bekommt man im Vesunna-Museum. Gebaut auf den Resten einer alten Villa, zeigt es rund 3500 Original-Objekte, zum Beispiel bronzene Ohrst\u00e4bchen. Sch\u00f6n ist der 200 Kilometer lange Radweg am Fluss Isle. Die R\u00e4der des Stadtservices P\u00e9riv\u00e9lo Libre leiht man am Bahnhof.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Sarlat ist ein Schmuckst\u00fcck nahe der Dordogne. Bis zum 18. Jahrhundert lebte der wohlhabende Bischofssitz vom Handel mit Tr\u00fcffel, Wein und Waln\u00fcssen. Das historische Flair liegt noch immer \u00fcber dem Ort \u2013 eine perfekte Location f\u00fcr Hollywoodfilme wie \u201eCinderella\u201c. Am zentralen Place de la Libert\u00e9 stehen denkmalgesch\u00fctzte H\u00e4user aus goldgelbem Schieferkalkstein, in denen Wohnungen, Restaurants, Bars und Caf\u00e9s untergebracht sind. In den wundersch\u00f6nen Gassen, die mit Galerien, Werkst\u00e4tten und kleinen Gesch\u00e4ften best\u00fcckt sind, leuchten abends Naturgas-Lampen. Seit 800 Jahren treffen sich dort am Samstagvormittag die H\u00e4ndler und bieten lokale Produkte an. In der gotischen Kirche Sainte-Marie f\u00e4hrt ein kostenloser Aufzug zu einem Aussichtspunkt hinauf. Im ehemaligen Gotteshaus selbst, das zum Markt umgestaltet wurde, kann man exzellentes Foie gras erwerben. Die Stopfleber, deren Herstellung andernorts aus Tierschutzgr\u00fcnden verboten ist, geh\u00f6rt zu den traditionellen Spezialit\u00e4ten des P\u00e9rigord.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Weinzentrum an der Dordogne<\/strong><\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Bergerac ist die Region der Weinbauern und Schl\u00f6sser. Fast zwei Dutzend Ch\u00e2teaux und rund 130 Weing\u00fcter stehen f\u00fcr Besucher offen. Am bekanntesten ist Monbazillac acht Kilometer s\u00fcdlich von Bergerac beim gleichnamigen Schloss. Die dortige Weinkooperative produziert einen s\u00fc\u00dfen Wei\u00dfwein, der hervorragend zu Foie gras und Blauschimmelk\u00e4se passt. Weitere Weine aus der Region werden im Quai Cyrano am Quai Salvette in Bergerac verkauft, einem ehemaligen Franziskanerkloster mit malerischem Kreuzgang. Sch\u00f6n sind auch die Fachwerkh\u00e4user und Restaurants am Place de la Myrpe und das von Caf\u00e9s umrangte Denkmal des ber\u00fchmten Stadtpatrons Cyrano de Bergerac am Place P\u00e9lissi\u00e8re. Wer mit dem Boot fahren will, startet am Quai Salvette. Die Gabarres-Fahrten auf der Dor\u00addogne sind ein H\u00f6hepunkt.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Vom Fluss Dronne umarmt wird die Altstadt des \u00d6rtchens Brant\u00f4me. Riesengro\u00df erhebt sich gegen\u00fcber am Nordwest\u00adufer die ehemalige Benediktiner-Abtei Saint-Pierre. Vom 45 Meter hohen Uhrenturm ist ein toller Ausblick garantiert: auf die Dronne, auf der man mit dem Kajak, Kanu oder Sight\u00adseeing-Boot schippern kann, und auf die Altstadt-Insel. Ein Besuch in Brant\u00f4me lohnt besonders zur Marktzeit am Dienstagvormittag, wenn lokale Produzenten Kastanienbl\u00fctenhonig und Walnuss\u00f6l anbieten. Man schlendert durch die alten Gassen, bestaunt die 700 Jahre alten Arkaden-H\u00e4user und die Pont Coud\u00e9, die zum fr\u00fcheren M\u00f6nchsgarten f\u00fchrt. Sehenswert ist auch das Ch\u00e2teau de Bourdeilles aus dem 16. Jahrhundert.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Wer das P\u00e9rigord besucht, reist meist \u00fcber Bordeaux ein, das einiges zu bieten hat. Der gewaltige Place de la Bourse an der Uferpromenade beeindruckt besonders am Abend, wenn die prachtvollen Geb\u00e4ude sch\u00f6n beleuchtet sind. Beliebt ist auch das Les Bassins des Lumi\u00e8res, das gr\u00f6\u00dfte digitale Kunstzentrum der Welt, in dem Ausstellungen stattfinden. Am sch\u00f6nsten aber ist ein Bummel durch die bunten Stra\u00dfen der 250.000 Einwohner z\u00e4hlenden Universit\u00e4tsstadt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ruhig gleitet die Gabarre \u00fcber die Dordogne bei La Roque-Gageac. 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