{"id":1005034,"date":"2026-05-09T01:55:15","date_gmt":"2026-05-09T01:55:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1005034\/"},"modified":"2026-05-09T01:55:15","modified_gmt":"2026-05-09T01:55:15","slug":"oelpreis-im-fokus-spannungen-in-der-strasse-von-hormus-nach-us-angriffen-verschaerft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1005034\/","title":{"rendered":"\u00d6lpreis im Fokus: Spannungen in der Stra\u00dfe von Hormus nach US-Angriffen versch\u00e4rft"},"content":{"rendered":"<p>Nach gegenseitigen Angriffen zwischen den USA und dem Iran wirft der iranische Au\u00dfenminister Abbas Araghtschi den Vereinigten Staaten vor, eine Verhandlungsl\u00f6sung zu torpedieren.<\/p>\n<p>&#8222;Immer wenn eine diplomatische L\u00f6sung auf dem Tisch liegt, entscheiden sich die USA f\u00fcr leichtsinnige milit\u00e4rische Abenteuer. Ist das eine plumpe Einsch\u00fcchterungstaktik?&#8220;, schrieb Araghtschi auf X.<\/p>\n<p>Zwischen den Kriegsparteien war es in der Nacht zu milit\u00e4rischen Spannungen gekommen. Die USA hatten Ziele auf dem iranischen Festland angegriffen. Der Iran hatte US-Milit\u00e4rschiffe mit Raketen und Schnellbooten attackiert. Beide Seiten widersprechen sich bei der Reihenfolge der jeweiligen Angriffe. Bereits am Mittwoch hatten die USA auf einen iranischen Tanker geschossen und nach eigenen Angaben dessen Ruder au\u00dfer Betrieb genommen.<\/p>\n<p>Seit gut einem Monat gilt eine Waffenruhe im Iran-Krieg. Die milit\u00e4rischen Spannungen sind jedoch nach wie vor hoch. US-Pr\u00e4sident <a href=\"https:\/\/www.finanzen.net\/themen\/us_praesidentschaft_trump_neuerungen_gesetze_zoelle_live_ticker_news_politik\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Donald Trump<\/a> hatte sich zuletzt optimistisch gezeigt, dass bald eine Einigung mit der F\u00fchrung in Teheran erreicht werden k\u00f6nnte, um den Krieg zu beenden.&#13;<br \/>\n&#13;\n<\/p>\n<p>US-Milit\u00e4r greift iranische Milit\u00e4reinrichtungen an<\/p>\n<p>Das US-Milit\u00e4r habe die Bedrohungen &#8222;neutralisiert&#8220; und iranische Milit\u00e4reinrichtungen angegriffen, die f\u00fcr die Angriffe verantwortlich gewesen seien &#8211; darunter Raketen- und Drohnenabschussrampen, Kommando- und Kontrollzentren sowie Zentralen f\u00fcr Aufkl\u00e4rung und \u00dcberwachung, hie\u00df es weiter. Es werde keine Eskalation angestrebt, man werde jedoch die US-Streitkr\u00e4fte sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Die Meerenge ist f\u00fcr die Weltwirtschaft unter anderem wegen der Exporte von <a href=\"https:\/\/www.finanzen.net\/rohstoffe\/oelpreis\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">\u00d6l<\/a> und Fl\u00fcssiggas aus den Staaten am Persischen Golf von entscheidender Bedeutung. Der Iran hat die Schifffahrt in der Passage seit Kriegsbeginn mit Angriffen und Drohungen praktisch zum Erliegen gebracht. Die USA wiederum haben inzwischen eine Blockade f\u00fcr Schiffe verh\u00e4ngt, die aus iranischen H\u00e4fen auslaufen oder diese ansteuern. Trotz Waffenruhe kam es in der Meerenge zu Angriffen.<\/p>\n<p>Iran wirft USA Versto\u00df gegen Waffenruhe vor<\/p>\n<p>Das iranische Milit\u00e4r warf den USA nach den j\u00fcngsten Angriffen vor, die von Trump zuletzt einseitig auf unbestimmte Zeit verl\u00e4ngerte Waffenruhe verletzt zu haben. Das US-Milit\u00e4r habe einen iranischen \u00d6ltanker angegriffen, der von den K\u00fcstengew\u00e4ssern Irans in Richtung Stra\u00dfe von Hormus unterwegs gewesen sei, zitierte der regierungstreue Sender Press TV das iranische Hauptquartier Khatam al-Anbiya.<\/p>\n<p>Das iranische Milit\u00e4r hielt den USA laut Press TV weiter vor, zugleich mit Unterst\u00fctzung &#8222;regionaler L\u00e4nder&#8220; Luftangriffe auf zivile Gebiete entlang der K\u00fcste und auf der in der Stra\u00dfe von Hormus gelegenen Insel Gheschm durchgef\u00fchrt zu haben. Die iranischen Streitkr\u00e4fte h\u00e4tten umgehend reagiert und US-Milit\u00e4rschiffe \u00f6stlich der Stra\u00dfe von Hormus angegriffen.<\/p>\n<p>Seit gut einem Monat gilt eine Waffenruhe im Iran-Krieg. Die milit\u00e4rischen Spannungen sind jedoch nach wie vor hoch. US-Pr\u00e4sident Donald Trump hatte sich zuletzt optimistisch gezeigt, dass bald eine Einigung mit der F\u00fchrung in Teheran erreicht werden k\u00f6nnte, um den Krieg zu beenden.<\/p>\n<p>Vereinigte Arabische Emirate melden Abwehr iranischer Angriffe<\/p>\n<p>Am fr\u00fchen Morgen meldeten die Emirate neue Angriffe. Die Luftverteidigung wehre derzeit Raketen- und Drohnenangriffe aus dem Iran ab, teilte das Verteidigungsministerium mit. Der Iran hatte den Golfstaat am Montag und Dienstag erstmals seit Beginn der Waffenruhe vor rund vier Wochen wieder angegriffen. Die iranischen Streitkr\u00e4fte hatten ihren Angriff als Reaktion auf eine US-Initiative zur \u00d6ffnung der blockierten Stra\u00dfe von Hormus bezeichnet, die Trump dann am Dienstag wieder aussetzte.<\/p>\n<p>Trump droht: Deal jetzt oder brutale Schl\u00e4ge<\/p>\n<p>Trump forderte den Iran erneut auf, eine Friedensvereinbarung schnell zu unterzeichnen. Ansonsten werde das US-Milit\u00e4r iranische Einheiten in Zukunft noch viel h\u00e4rter und viel gewaltsamer treffen, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Der Iran werde &#8222;von WAHNSINNIGEN angef\u00fchrt, und h\u00e4tten sie die Chance, eine Atomwaffe einzusetzen, w\u00fcrden sie es ohne Frage tun &#8211; aber diese Gelegenheit werden sie nie bekommen&#8220;.<\/p>\n<p>Trump schrieb weiter, den iranischen Angreifern sei schwerer Schaden zugef\u00fcgt worden. Ihre Boote seien gesunken, ihre Raketen und Drohnen abgeschossen worden. &#8222;Sie fielen so wundersch\u00f6n auf den Ozean herab, als ob ein Schmetterling in sein Grab fallen w\u00fcrde!&#8220; Ein normales Land h\u00e4tte diese Zerst\u00f6rer passieren lassen, aber der Iran sei kein normales Land. Die US-Schiffe w\u00fcrden sich nun wieder der US-Seeblockade gegen den Iran anschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Trump vergleicht Angriffe mit spielerischer Ohrfeige<\/p>\n<p>ABC News berichtete, Trump habe dem Sender in einem Telefoninterview gesagt, &#8222;die Waffenruhe l\u00e4uft, sie gilt&#8220;. Die Angriffe auf den Iran verglich er in demnach mit einer kleinen, spielerischen Ohrfeige. Vor Journalisten sagte Trump wenig sp\u00e4ter, es werde offensichtlich sein, wenn die Waffenruhe nicht mehr gelte. Dann w\u00fcrde aus dem Iran viel Rauch aufsteigen &#8211; eine Anspielung auf ein bereits mehrfach von Trump angedrohtes massives Bombardement.<\/p>\n<p>Zuletzt schien eine Einigung \u00fcber ein Ende des Kriegs n\u00e4herzur\u00fccken. Trump hatte gesagt, die Gespr\u00e4che liefen sehr gut, er halte einen Deal in den kommenden Tagen f\u00fcr m\u00f6glich. Auch am Donnerstagabend (Ortszeit) \u00e4u\u00dferte sich erneut optimistisch. Der Iran hatte allerdings Berichte \u00fcber eine bevorstehende Einigung als \u00fcberzogen zur\u00fcckgewiesen. Ein US-Verhandlungsvorschlag werde gepr\u00fcft, hie\u00df es. Man werde den pakistanischen Vermittlern eine Antwort dazu \u00fcbergeben.<\/p>\n<p>Iranische Antwort auf Abkommen mit den USA steht noch aus<\/p>\n<p>Derzeit wartet das Wei\u00dfe Haus laut Medienberichten auf eine Reaktion Irans auf eine einseitige Absichtserkl\u00e4rung mit 14 Punkten. Ziel ist es dabei unter anderem, einen Rahmen f\u00fcr zun\u00e4chst 30 Tage dauernde Verhandlungen zu schaffen, um den Krieg zu beenden. Diskutiert werden demnach auch eine Lockerung von US-Sanktionen sowie Vereinbarungen zur Zukunft der Stra\u00dfe von Hormus. Zudem soll eine Grundlage f\u00fcr Verhandlungen \u00fcber Irans umstrittenes Atomprogramm geschaffen werden.<\/p>\n<p>Erkl\u00e4rtes Kriegsziel der USA ist es, den Iran davon abzuhalten, sein Nuklearprogramm voranzutreiben, um Atomwaffen zu entwickeln. Dazu geh\u00f6rt f\u00fcr Washington auch die vollst\u00e4ndige Entfernung des hoch angereicherten Urans aus dem Iran sowie der Abbau seiner Anreicherungskapazit\u00e4ten. F\u00fcr den Bau von Atomwaffen muss Uran sehr hoch angereichert werden. Der Iran beteuert seit Jahren, sein Atomprogramm sei rein ziviler Natur.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;\n<\/p>\n<p>So reagieren die \u00d6lpreise<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\nDer <a href=\"https:\/\/www.finanzen.net\/rohstoffe\/oelpreis\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">\u00d6lpreis<\/a> hat am Freitag angesichts der Versch\u00e4rfung der Lage im Nahen Osten zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli stieg um 1,32 Prozent auf 101,35 US-Dollar.<\/p>\n<p>Das US-Milit\u00e4r hat nach eigenen Angaben erneut unter iranischer Flagge fahrende, unbeladene \u00d6ltanker angegriffen und au\u00dfer Gefecht gesetzt. Zwei solche Schiffe h\u00e4tten versucht, einen iranischen Hafen am Golf von Oman anzulaufen, teilte das f\u00fcr den Nahen Osten zust\u00e4ndige Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit. Nach iranischen Attacken auf drei US-Zerst\u00f6rer in der Stra\u00dfe von Hormus hat das US-Milit\u00e4r als Vergeltung zudem Ziele in der Islamischen Republik angegriffen.<\/p>\n<p>In den diplomatischen Bem\u00fchungen um ein Ende des Iran-Kriegs erwarten die USA nach Angaben von Au\u00dfenminister Marco Rubio noch heute eine Antwort aus Teheran. Bislang habe man noch keine R\u00fcckmeldung erhalten, aber &#8222;wir sollten heute etwas erfahren&#8220;, sagte Rubio bei seinem Besuch in Italien vor Journalisten<\/p>\n<p>Die Unsicherheit sorgte f\u00fcr merkliche Ausschl\u00e4ge am \u00d6lmarkt. Im Vergleich zum Wochenbeginn gaben die Preise jedoch noch. Die Hoffnung auf die \u00d6ffnung der Stra\u00dfe von Hormus hatte die Preise gedr\u00fcckt. Zuletzt wurde die Waffenruhe jedoch immer \u00f6fter gebrochen.<\/p>\n<p>TEHERAN\/WASHINGTON (dpa-AFX)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach gegenseitigen Angriffen zwischen den USA und dem Iran wirft der iranische Au\u00dfenminister Abbas Araghtschi den Vereinigten Staaten&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1005035,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-1005034","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-united-states","15":"tag-united-states-of-america","16":"tag-us","17":"tag-usa","18":"tag-vereinigte-staaten","19":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116542133156257856","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1005034","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1005034"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1005034\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1005035"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1005034"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1005034"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1005034"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}