{"id":1005228,"date":"2026-05-09T03:48:14","date_gmt":"2026-05-09T03:48:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1005228\/"},"modified":"2026-05-09T03:48:14","modified_gmt":"2026-05-09T03:48:14","slug":"gemeinsam-statt-allein-der-reiz-von-gesellschaftsspielen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1005228\/","title":{"rendered":"Gemeinsam statt allein &#8211; Der Reiz von Gesellschaftsspielen"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Es ist kaum 17.00 Uhr, da sind die ersten Tische im \u00abPlayce\u00bb bereits besetzt. Manche G\u00e4ste sind in gr\u00f6\u00dferen Gruppen gekommen, andere zu zweit. Aber alle zieht es zu den gro\u00dfen Regalen, in denen rund 1.500 Spiele darauf warten, ausprobiert zu werden.<\/p>\n<p>\u00abMan f\u00fchlt sich hier wie zu Haus\u00bb, erz\u00e4hlen zwei der Besucher. \u00abEs ist sehr locker und ungezwungen.\u00bb Das war auch die Grundidee von Katja Eisert und Dennis Horn. Die beiden \u00abPlayce\u00bb-Gr\u00fcnder sind seit langem spielbegeistert und wollten einen Ort der Begegnung schaffen, an dem man Zeit miteinander verbringen und spielen kann, ohne sich \u00fcber genug Platz auf den Tischen, Snacks oder \u00c4hnliches Gedanken machen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Auch deshalb gibt es im \u00abPlayce\u00bb eine Selbstbedienung auf Vertrauensbasis: Jeder darf sich das nehmen, worauf er gerade Lust hat. Die Tischgeb\u00fchr von acht Euro ist f\u00fcr alle gleich. \u00abDas gesellige Zusammensein wird hier wiederentdeckt\u00bb, sagt Eisert.<\/p>\n<p>Umsatzwachstum bei Spielen und Puzzles<\/p>\n<p>\u00abDas Thema Spielen hat einen h\u00f6heren Stellenwert bekommen\u00bb, sagt Hermann Hutter, Vorsitzender des Spieleverlage e.V., in Bezug auf das wirtschaftliche Wachstum der Branche. Die Warenkategorie der Spiele und Puzzles erlebt seit Jahren einen fast kontinuierlichen Umsatzzuwachs, einen deutlichen Sprung gab es w\u00e4hrend der Corona-Pandemie. 2025 habe es bis September ein Plus von 18 Prozent gegeben.<\/p>\n<p>Neben Sammelkarten haben sich auch sogenannte Kennerspiele etabliert. Es gebe nun immer mehr Spiele, die sich auf Taktik und Strategie fokussierten. \u00abSolche Regelwerke haben dann gerne mal zw\u00f6lf Seiten\u00bb, sagt Hutter.<\/p>\n<p>Kennerspiele seien meistens auch kostspielig, erkl\u00e4ren Philipp und Carina, die zum ersten Mal im \u00abPlayce\u00bb zu Gast sind. \u00abSpiele-Caf\u00e9s sind eine gute M\u00f6glichkeit, um Spiele auszuprobieren\u00bb, sagen die beiden.<\/p>\n<p>Und das funktioniert im \u00abPlayce\u00bb so: Jeder kann f\u00fcr sich und seine Gruppe einen Tisch reservieren und bezahlt die Tischgeb\u00fchr &#8211; egal, wie lange man bleibt oder wie viele Spiele man ausprobieren m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Das \u00abPlayce\u00bb-Team legt sehr viel Wert darauf, f\u00fcr alle Altersgruppen und Nationalit\u00e4ten zug\u00e4nglich zu sein. Spiele, die mit einem orangefarbenen Punkt markiert sind, kann man zum Beispiel auch spielen, wenn man kein Deutsch spricht.<\/p>\n<p>Von Studenten bis Rentner sind alle Altersgruppen vertreten<\/p>\n<p>\u00abDie Brettspielszene ist eine der Buntesten, die ich kenne\u00bb, sagt Patricia Fritzen, Schriftf\u00fchrerin des Spielkultur Frankfurt e.V, einem Verein, dessen Mitglieder regelm\u00e4\u00dfig gemeinsam spielen. \u00abBrettspieler sind grunds\u00e4tzlich sehr offen.\u00bb<\/p>\n<p>Nur bei einer Zielgruppe scheinen Gesellschaftsspiele bisher nicht so ganz im Trend zu sein: Jugendliche. Sowohl im Verein als auch im \u00abPlayce\u00bb sind die j\u00fcngsten G\u00e4ste meistens im Studentenalter. Nach oben gebe es aber kaum eine Grenze. Tats\u00e4chlich sind laut des Vereins die meisten Mitglieder etwa 30 bis 50 Jahre alt.<\/p>\n<p>Spiele als treibende Kraft in der Gesellschaft<\/p>\n<p>Spielkultur Frankfurt e.V. erm\u00f6glicht seit 2018 seinen Mitgliedern, sich per Vereins-Discord &#8211; einer Kommunikationsplattform &#8211; mit anderen Spielern zu vernetzen und dienstags an Spieleabenden teilzunehmen. Die Spiele bringt jeder selbst mit, die R\u00e4umlichkeiten werden durch die Mitgliedsbeitr\u00e4ge finanziert.<\/p>\n<p>\u00abEs ist uns wichtig, dass gerade das Brettspiel die H\u00fcrden senkt, neue Leute in einer sehr anonymen Gro\u00dfstadt kennenzulernen. Da ist das Hobby ein guter Anker\u00bb, sagt Fritzen.<\/p>\n<p>Den Moment gemeinsam zu erleben sei die Kraft, die solche Spiele h\u00e4tten, findet auch \u00abPlayce\u00bb-Gr\u00fcnderin Eisert. \u00abSich spielend zu begegnen, ist f\u00fcr mich ein Grundstein, der unsere Gesellschaft treibt.\u00bb<\/p>\n<p>Die meisten Spiele-Caf\u00e9s und Vereine bringen nicht nur ihre Besucher zusammen, sondern sind auch untereinander gut vernetzt. Die \u00abMainspiel\u00bb, eine j\u00e4hrliche Veranstaltung, bei der kostenfrei gemeinsam gespielt werden kann und die auch dieses Jahr im Herbst stattfinden soll, ist eines von vielen gemeinsamen Projekten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es ist kaum 17.00 Uhr, da sind die ersten Tische im \u00abPlayce\u00bb bereits besetzt. 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